Zwischen gestern und morgen

Zwischen gestern und morgen
Preis: 12,90 €
Autor:
Genre: Kinder & Jugend
Webseite: www.garten-der-stille.de.to
Erscheinungsjahr: 2006
Erhältlich: Als gedrucktes Buch
ISBN: 9783844239270
Carolin ist 15, als sie an der Borderline-Persönlichkeits-Störung erkrankt. Sie zieht sich immer weiter zurück, weil ihre Eltern sich nur noch streiten und ihre jüngere Schwester Chantal ein Rebell ist. Carolin beginnt immer häufiger, sich zu ritzen und denkt an den Tod, weil sie keinen anderen Ausweg mehr sieht. Von niemandem fühlt sie sich verstanden – außer ihrer Oma. Diese ist es auch, die auf Carolin einwirkt, sodass sie sich freiwillig in eine psychosomatische Klinik begibt.
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Leseprobe

1. Kapitel

Carolin stand mit einigen Mädchen aus ihrer Klasse auf dem Schulhof in einer Ecke und unterhielt sich über die neueste Mode, über die besten Filmstars und was alles angesagt war. Sie hatten Pause. In der nächsten Stunde war Mathe angesagt, das Haßfach der meisten Mädchen der Klasse. Auch Carolin mochte dieses Fach nicht besonders, aber dafür war ihre Mathelehrerin Frau Hamann sehr nett und so machte der Unterricht bei ihr doch ein bisschen Spaß.

Carolin war eine Durchschnittsschülerin und ging zur Realschule einer kleinen Stadt.

Im nächsten Sommer würde sie den Realschulabschluss machen. Was danach kommen würde, wusste sie noch nicht so genau, aber ein Traum von ihr war es, etwas mit Tieren zu machen. Natürlich hatte sie noch keine Vorstellung, ob es auch klappte. Aber sie strebte diesem Wunsch schon entgegen. Dann dauerte es nicht mehr lange und sie würde irgendwann endlich unabhängig sein. Das war es, was sie wollte und stellte es sich toll vor. Sie hatte ein Praktikum bei einer Tierärztin gemacht, was ihr sehr gut gefallen hatte. Es war natürlich nicht leicht gewesen und sie musste manchmal länger arbeiten, als sie in der Schule war. Aber diese schrieb nun einmal ein Betriebspraktikum vor, damit diejenigen, die die 10. Klasse besuchten, so langsam an das Berufsleben gewöhnt wurden, bzw. schon mal in das Berufsleben hinein schnuppern konnten, wie der Klassenlehrer es erklärte. Die Praktika verliefen unterschiedlich. Carolin unterhielt sich mit den andern auch über das Berufsleben und ihre Wünsche, wie das alles werden sollte, wenn sie mit der Schule fertig waren. Sie wollten auf jeden Fall alle den Kontakt miteinander halten und mindestens einmal im Jahr sollte es ein Klassentreffen geben, damit sie sich austauschen und alle wieder sehen konnten. Das hatten sie sich schon vorgenommen.

„Stellt euch doch mal vor, wie unser Leben in 5 Jahren sein wird.“ sagte Carolin zu den anderen. „Daran mag ich ja nun überhaupt noch nicht denken.“ warf Marina ein. „Warum nicht? Ich finde es spannend. Vielleicht sind wir ja verheiratet und haben Kinder.“ erwiderte Carolin. „Also ich heirate nicht.“ meinte Kyra jetzt. „Woher willst du das wissen?“ wollte Larissa wissen. „Weil sie nicht weiß, wer es mit ihr aushält.“ antwortete Saskia scherzhaft an Kyras Stelle. „Ha, ha, ha.“ Kyra verdrehte die Augen, aber beleidigt war sie nicht, denn sie kannte Saskias kecke Art.

Es gongte zur nächsten Stunde. „Kommt Mädels“, sagte Carolin, „Endspurt. Noch eine Stunde und dann haben wir endlich frei.“ Langsam schlenderten Carolin und ihre Freundinnen in Richtung Klassenraum. Auch die anderen der Klasse fanden sich so langsam wieder ein. Bald kam Frau Hamann und der Unterricht wurde besprochen. Sie kündigte an, dass sie in der nächsten Stunde einen kleinen Test schreiben wolle. Alle stöhnten und protestierten. Doch es musste sein, denn irgendwie musste Frau Hamann die Schüler ja benoten. Also wurden jetzt die Aufgaben der letzten Stunden wiederholt.

Larissa, die neben Carolin saß, nahm jedoch einen Zettel aus ihrem Block, zerteilte diesen und schrieb Carolin eine Nachricht darauf. Das machten sie oft. Da sie sehr weit hinten saßen, fiel das auch nicht weiter auf – es sei denn, die Lehrer kamen nach hinten, was bei den Meisten nur passierte, wenn Arbeiten geschrieben wurden.

„Willst du heute Nachmittag mit ins Kino kommen?“ stand auf dem Zettel. Carolin überlegte nicht lange. „Gerne. In welchen Film?“ schrieb sie zurück. „Weiß ich noch nicht genau. Das können wir ja gemeinsam entscheiden.“ schrieb jetzt wieder Larissa. Sie machten es natürlich so unauffällig wie möglich. „O.k. Dann komme ich um drei zu dir?“ „Ja, ist in Ordnung. Ich freu mich.“ „Ich mich auch.“ „Carolin, komm bitte nach vorne und löse, die Aufgabe.“ sagte Frau Hamann plötzlich und Carolin erschrak. Sie hatte nämlich nicht so wirklich aufgepasst.

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Seitenaufrufe: 81 mal Aufgerufen Am 22. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bordeline, Depressionen, Einsamkeit, Scheidung, Schülerin, Trennung
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