Zu viel Tod

Zu viel Tod
Preis: 6,99 €
Autor:
Genres: Humor, Krimi & Thriller
Webseite: www.facebook.com/zuviel.tod.ebook
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783945298060
Berlin Krimis mit Geschichten um Russen Mafia, Kiez und existenzbedrohende Geschäftsideen, in denen jemand auch gern ein bisschen böse ist, kennt man schon. Dieser ist anders. Ganz anders! Hier geht’s um die wirklich Irren, die Leute, die am Ende durchdrehen, überreagieren oder die Regeln menschlichen Zusammenlebens einfach nur falsch verstanden haben… ganz falsch! Und das ermittelnde Personal ist auch nicht viel besser:Britta Hönig ist Kommissarin bei der Berliner Mordkommission: Ende Vierzig, hoch emotional, äußerst loses Mundwerk, ausgezeichneter Instinkt! Im Privatleben – und manchmal auch im Job – sehr offen für Sex, aber zu keiner echten Beziehung fähig. Pieczpooth, ein Schönling, der seine besten Jahre hinter sich hat und dem es offen schwer fällt, mit dem Alter klarzukommen. Er liebt Britta und Britta ist sich nicht sicher, ob sie überhaupt lieben kann. Und trotz bzw. neben der vielen Morde, Gemetzel und anderer unangenehme Dinge, die ihren Weg kreuzen, ist die entscheidende Frage bis zum Ende: „Kriegen sie sich?“
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Oh, oh, oh, hier schien es sich um eine große Sache zu handeln. Britta Hönig sah eine große Anzahl an Krankenwagen, Polizeifahrzeugen und sogar SEK-Transportern, als sie ihren Wagen am Straßenrand abstellte. In dem großen Garten der alten Villa, nahe am Müggelsee, herrschte, man konnte es nicht anders nennen, Trubel. Viele Leute, Sanitäter, Polizisten eilten umher und keiner schien so recht einen Plan zu haben. Jedenfalls war das Brittas Eindruck. Mit neuem Elan eilte sie auf die Villa zu, denn dort drin musste das Verbrechen passiert sein.  Ein bekanntes Gesicht stellte sich ihr in den Weg.

„Morjen, Britta!“, polterte Zivilpolizist Friebig.

„Morgen, Friebig!“

Britta war schon leicht außer Atem.

„Was ist denn los?“

„Na, jeh ma’ kieken! Sieht lekka aus!“

„Glaube ich dir gerne. Hast du schon genascht?“  

Britta eilte weiter.

Der gute alte Friebig, immer wieder einen miesen Witz auf den Lippen. Was wäre der Beruf ohne solche Typen?

Und während sie darüber sinnierte, kam sie in das Haus.

Sie drosselte ihr Tempo. Nicht nur sie, sie hatte das Gefühl, als wäre in dieser Villa das Tempo generell gedrosselt. Alles hatte etwas Tranceartiges.

Die Leute, die ihr entgegenkamen waren kreidebleich, die meisten wirkten seltsam abwesend. Sie nickte einigen zu, die sie kannte, aber die waren zu sehr mit etwas anderem beschäftigt.

Hier muss etwas Grässliches passiert sein.

Die Absperrbänder zeigten den Tatort an. Britta kam in einen großen Raum. Sie starrte auf das Geschehen.

So etwas hatte sie noch nie gesehen!

Ihr Blick wurde starr, es lief ihr eiskalt den Rücken hinunter, sie riss den Mund auf und wollte schreien.

Doch kein Ton kam heraus.

Sie fühlte noch wie sämtliche Kraft aus ihrem Körper entwich und dann spürte sie gar nichts mehr.

Auch Pieczpooth und Ute bahnten sich ihren Weg durch das Chaos im Garten der Villa.

Verwundert sah Pieczpooth einen Sanitäter, der in die Büsche kotzte. Ein Streifenpolizist saß kreidebleich im Gras und stierte vor sich hin.

Ute zeigte auf das Nachbarhaus, wo einige Personen davor standen und neugierig guckten.

„Ich mach ma hin zu’ n Nachbarn. Die wissen meistens was!“

Drückebergerin, dachte Pieczpooth, nickte aber. War schon in Ordnung. Ute rannte los. Pieczpooth ging Richtung Villa, aber eigentlich wäre er auch lieber zu den Nachbarn gegangen.

Kurz vor dem Eingang der Villa sah Pieczpooth zwei Sanitäter mit einer Bahre aus der Villa kommen, auf der etwas leuchtend Rosafarbenes lag. Die Sonne schien gerade darauf und tauchte das Geschehen in ein unwirkliches, fast glamouröses Licht.

Pieczpooth ging ein paar Schritte näher und fand seine Vermutung bestätigt. Es war Britta, die da leblos auf der Bahre liegend, aus der Villa getragen wurde.

Pieczpooth blieb stehen.

„Nicht nur die Scheiße da drinne“,  schimpfte der erste Sanitäter, „jezze macht ooch noch die Kripo schlapp!“

Sie legten die Bahre mit Britta auf den Boden und zündeten sich eine Zigarette an.

„Aber ehrlich. Übel ist das da drin schon“, bemerkte der zweite Sanitäter.

Pieczpooth hockte sich neben die Bahre und betrachtete Britta schweigend.

Am liebsten hätte er sie auf der Stelle von diesem Ort weggebracht.

„Ja, ja“, polterte der erste Sanitäter,  „Aber ick sag dir, ick hab mal uff’m Oktoberfest jearbeitet. Da ist dit hier Zuckerschlecken jejen.“

„Angeber!“, entgegnete der zweite Sanitäter. Pieczpooth hörte die beiden wie durch ein langes Rohr und wunderte sich über die Gefühle, die Britta an diesem Tag in ihm auslöste.

So was  hatte er lange nicht mehr erlebt.

Er streckte seine Hand in Richtung Brittas Gesicht. Unter den Sonnenstrahlen hatte ihr bleicher Teint etwas Alabasterhaftes.

Sollte er sie streicheln?

Pieczpooth berührte Brittas Wange kurz. Sie fühlte sich weich an. Der zweite Sanitäter hatte den Annäherungsversuch bemerkt.

„Is ne schöne Frau.“

„Aber schon ziemlich oll“, rülpste der Erste. „Aber ick sach dir wat, Alta! Lieber trag ick die Frau Kommissarin da raus, als diesen Fettsack von der Spurensicherung. Da komme ick mir danach jedes Mal so vor, als hätte ick ’nen Bandscheibenschaden.“

Die beiden lachten. Pieczpooth ertrug das Geschwätz der Sanitäter nicht länger, zog die Hand von Brittas Gesicht weg, gab sich einen Ruck, stand auf und ging in die Villa.

Drinnen wuchs der alptraumhafte Eindruck ins Unermessliche. Die Leute, die hier zu tun hatten, wankten wie Zombies durch die Räume.

Allein schon dieser Geruch.

Es stank nach Blut und Verwesung.

Pieczpooth erreichte den Ort des Verbrechens. Er hielt inne und guckte entsetzt.

„Was … zum …Teufel … ist denn … hier…“

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Seitenaufrufe: 131 mal Aufgerufen Am 24. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Böser Humor, Liebe & Hass, Sex & Violence, Spannung
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