Zauberer des Alls

Zauberer des Alls
Preis: 3,09 €
Autor:
Genre: Science-Fiction
Webseite: www.wilkomueller.de
Erscheinungsjahr: 1990
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 3928492020
Onsitrok war einst eine blühende Welt, auf der menschenähnliche Wesen magische Kräfte beherrschten. Doch die Grausamen Zauberer aus dem All, die Vanroukh, unterwarfen sich den Planeten. Robinson, der letzte Überlebende einer in den Wirren des Krieges auf Onsitrok gestrandeten irdischen Expedition, könnte im Kampf gegen die Eroberer der Schlüssel sein - wenn er das Rätsel seiner eigenen Vergangenheit zu lösen vermag.
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I

Braunes Wasser tropft in regelmäßigen Abständen auf eine geneigte Blechplatte. Die Tropfen zerspritzen und rinnen zitternd in winzigen Fäden auf den teerigen, klebrig schwarzen Boden hinab. Es hat sich eine Pfütze gebildet, deren ölige Ränder zu scharfen Falten zusammenge-schoben sind.

Dort, woher das Wasser auf seinem langen Weg durch Erdreich und Gestein, zerborstene Be-tonkuppeln und eingestürzte Gänge bis in die Tiefe gelangt, regnet es oft. Das Wasser sammelt sich in verschiedenen Kavernen, bis sie überlaufen und es weitersickern kann, so als sei jener Raum, in dem es dann schließlich auf die Blechplatte tropft, auch für das blinde Element der Mittelpunkt des gesamten verfallenen Systems unter den grasbewachsenen Hügeln.

Die Tropfen messen die Zeit.

Ein im Regen dunkel glänzender, unauffällig angebrachter Zylinder mißt oben unter dem blei-grauen Himmel die Radioaktivität des Wassers und der Luft. Er tut das schon so lange, daß selbst die nuklearen Batterien, die ihn mit Energie versorgen, deutlich schwächer geworden sind. Seine Signale werden in dem Raum empfangen, wo das rostige Wasser durch einen Riß in der Decke dringt. Ein primitiver Rechner vergleicht sie mit vorgegebenen Werten und wartet.

Die Signalsumme des letzten Meßzyklus unterschreitet zum zehnten Mal einen Grenzwert. Der Rechner erwacht aus dem endlosen Warten und schickt wenige vorprogrammierte Befehle durch die Lichtleitfasern seiner peripheren Geräte, um eine letzte Handlungssequenz auszulö-sen. Als die erwarteten Rückmeldungen eintreffen, schaltet er sich für immer ab. Elektromoto-ren beginnen Kadmiumstäbe zu bewegen. Der Neutronenfluß im Reaktor steigt langsam an. Zwei von sechs Leuchtplatten flammen in dem unterirdischen Raum grell auf.

Bis auf die schwarze Schlammschicht auf den Gegenständen, die öligen Pfützen und einige verrottete Einrichtungsteile sieht der Raum mehr oder weniger intakt aus. Wahrscheinlich hat er für einige Zeit ebenfalls völlig unter Wasser gestanden, bevor die Regenfälle an der Oberflä-che etwas zurückgingen.

Stromstöße laufen durch die Kabel, Kurzschlüsse knistern und Reserveanlagen beginnen zu arbeiten. Das monotone Geräusch herabtropfenden Wassers erklingt zum letzten Mal, dann be-wegen sich die zentimeterdicken Stahlblechplatten der Panzerung knirschend zur Seite.

Das Licht fällt durch eine glasklare Wölbung auf ein menschliches Gesicht.

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Seitenaufrufe: 42 mal Aufgerufen Am 10. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Alien, Magie, Planet, Raumfahrt, Roboter
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