Wunschträume: Wunschhexen-Trilogie Band 1

Wunschträume: Wunschhexen-Trilogie Band 1
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.kari-lessir.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783734751714
Die Fitnesstrainerin Crissy ist ein Glückskind. Dank eines magischen Rituals werden all ihre Wünsche wahr. Nur in der Liebe scheint die Wunschmagie nicht zu funktionieren. Crissy trifft zwar ihren Traummann, den charmanten und überaus attraktiven Rico, doch der spielt nach seinen Regeln … So nicht! Durch magische Kräfte heizt sie der Liebe tüchtig ein und löst ein Chaos aus, in dem sich Rico, ihre beste Freundin und ein Nachbar verstricken. Wie gut, dass Crissy ein Schutzengel zur Seite steht, der die Fäden wieder entwirrt. Eine magische Liebesgeschichte mit spirituellen Inhalten
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Leseprobe

Es klingelte. Das musste meine Freundin Mia sein. Vor ein paar Minuten hatten wir telefoniert und beschlossen, den Abend gemeinsam zu verbringen. Eine Türsprechanlage, über die ich hätte nachfragen können, gab es nicht in meiner Wohnung. Der Altbau in der Wiesbadener Goebenstraße, in dem ich seit gut einem Jahr wohnte, war seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr renoviert worden. Dafür stimmte die Miete, und das war für mich wichtig, weil ich mich mit zwei Jobs und wenig Geld durchs Leben hangelte.

So drückte ich einfach auf den Türöffner, wartete hinter der geschlossenen Wohnungstür und blickte durch die kleinen, mit Blei gefassten Glasscheiben, bis ich Mia die Treppe heraufschnaufen sah. Ihr Anblick zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Mit ihrer Rubensfigur und den kurzen Haaren sah sie richtig süß aus. Ich selbst war mindestens einen Kopf größer als sie, schlank und sportlich. Nur meine Haare mochte ich überhaupt nicht. Meine Eltern hatten die hellroten Löckchen immer fürsorglich als „erdbeerblond“ bezeichnet, dabei fand ich sie schrecklich. Kaum in der Schule hatte ich meinen Spitznamen weg: Miss Piggy. Leider blieb der an mir hängen, selbst als ich mit fünfzehn meinen Typ geändert und meine Haare geglättet und schwarz gefärbt hatte.

Mia hatte mich schon entdeckt und winkte mir aus dem Treppenhaus zu. Ich ließ den Vorhang, den ich zum Hinausschauen weggehalten hatte, wieder vor die Glasintarsien der Wohnungstür fallen und öffnete.

„Hi Mia, komm rein“, sagte ich und trat zur Seite.

„Mensch Crissy, warum wohnst du nicht in einem Haus mit Aufzug? Bis ich bei dir im vierten Stock bin, habe ich mein Sportprogramm für die ganze Woche abgearbeitet.“

„Das wohl kaum.“ Als Trainerin in einem Wiesbadener Fitnessstudio wusste ich, wo Bewegung aufhörte und Fitness anfing. Beim Treppen Steigen gewiss nicht. Ich schloss die Tür hinter ihr.

„Spotte du nur“, sagte sie. „Bei dir bleibt ja kein Gramm Fett an den Knochen hängen.“

„Den Pfunden gefällt’s eben bei dir. Doch wie du sie verscheuchen könntest, habe ich dir schon oft erzählt.“

„Ja, ja, ich weiß. Aber bevor ich mich in engen Sportklamotten unter Menschen wage, muss ich erst mal abnehmen.“

„Aha, du bist wieder auf Diät“, stellte ich fest.

„Ganz genau. Deswegen habe ich auch zum Kochen ein Diätrezept aus dem Internet mitgebracht.“

„Werde ich denn davon satt?“ Mit Mias Magerkost und den winzigen Portionen hatte ich schon schlechte Erfahrungen gemacht.

„Ich habe für dich die doppelte Menge eingeplant.“

Ich lachte. „Wunderbar. Das nenne ich wahre Freundschaft.“

Damit Mia endlich zu Atem kommen konnte, nahm ich ihr den rot geblümten Korb ab. Neugierig spähte ich hinein. Eine Packung Spaghetti, ein paar Tomaten, frische Kräuter, ein Bund Lauchzwiebeln, eine Zitrone. Ich schluckte. Ob mir das genügen würde? Ich griff nach dem ausgedruckten Rezept und überflog es, während ich Mia nach rechts in die Küche folgte.

„Zitronen-Pasta mit Tomaten“, murmelte ich.

„Ich kümmere mich um die Sauce, du um die Spaghetti“, sagte Mia. Sie kannte sich in meiner Küche aus. Seit wir beide solo waren, hatten sich gemeinsame Kochabende als Mittel gegen Trübsal bewährt. Natürlich war auch unsere heutige Aktion auf diesem Boden gewachsen. Gegen Mittag war ich ziemlich schlecht gelaunt von meiner Schwester Alex aus Freiburg zurückgekommen. Ich liebte sie, ihr Mann war nett, die zweijährige Lotta ein echter Sonnenschein, aber so viel heile Welt machte mir meistens schon in der zweiten Nacht dort bewusst, wie einsam ich war.

„Hör auf, dich in Selbstmitleid zu baden.“ Mia klopfte lautstark das große Küchenmesser auf dem hölzernen Hackbrett ab. Ich zuckte zusammen. Sie hatte bereits Tomaten und Lauchzwiebeln geschnitten, während ich mit dem Rezept in der Hand vor der Spüle gestanden und aus dem Fenster gestarrt hatte. Mia hatte recht. Ich hätte mich auch vor eine Wand stellen und dort mit meinen Blicken Löcher in das Mauerwerk bohren können.

„Du wolltest die Spaghetti kochen“, erinnerte sie mich.

„Schon dabei.“ Ich ging zu dem alten, blau gestrichenen Küchensideboard und grub hinter den unteren Schiebetüren einen mittelgroßen Topf samt Deckel für unsere drei Portionen aus. Als ich Wasser eingefüllt hatte, griff ich nach dem Salzstreuer, doch Mia riss ihn mir aus der Hand.

„Auf keinen Fall Salz“, erklärte sie mir. „Nimm von der Gemüsebrühe, die ich mitgebracht habe.“

Ich starrte sie an. „Warum das denn?“

„Ist gesünder.“ Ein mahnender Blick von ihr ließ mich den zweiten Teelöffel des grünlichen Pulvers wieder zurück in das Döschen leeren, statt ihn in das Wasser zu geben. Ich stellte den Gasherd auf die stärkste Stufe und den Topf darauf. Jetzt hatte ich Zeit, bis das Wasser kochte.

„Seit wann machst du dir Gedanken über deine Gesundheit, wenn du auf Diät bist? Bisher wolltest du einfach nur auf dem schnellsten Weg abnehmen.“

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Seitenaufrufe: 31 mal Aufgerufen Am 2. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bestellung beim Universum, Gebet, Liebesglück, Partnersuche, Qindie, Schutzengel, Traumpartner, Wunschmagie
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