Weltensprünge

Weltensprünge
Preis: 1,99 €
Autoren: ,
Genres: Belletristik, Science-Fiction
Webseite: www.saschaschlueter.com
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783740717063
In der Unendlichkeit von Zeit und Raum existieren unzählige Welten, die voller aufregender Abenteuer stecken. Egal ob skrupellose Weltraumpiraten, die Wert auf gewaschene Hände legen oder magische Heldentrios bei fantastischen Kampfturnieren. Diese Anthologie verleiht Einblicke in Universen, die unterschiedlicher nicht sein können und zugleich viele Ähnlichkeiten mit dem unseren besitzen. Geschichten über Kassettenrecorder aus fremden Dimensionen oder faschistische Art Déco Regime, vermitteln eine universelle Tatsache: Egal wo in diesem Universum der unendlichen Eventualitäten, es wird überall geliebt und gelitten, gekämpft und geflüchtet, gewonnen und verloren. Die beiden Autoren Sascha Schlüter und Karlheinz Bauer zeigen in liebenswerter Absurdität und entwaffnendem Witz, dass "Die Anderen" gar nicht so anders sind als wir.
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Strogonaar erhob sich missmutig und legte Alltagskleidung an. Die Liege verschwand automatisch in der Wand.

Die Wohnung verfügte über einen eigenen Anschluss an das Vacuröhrentransportsystem. Die Druckkabine, die

sein Freund geschickt hatte, wartete schon am Wohnungsausgang. Der Theoran stieg ein und erreichte zwei

Minuten später das Ministerium.

Als er die Versammlungshalle betrat, waren alle anderen Theorane bereits versammelt und unterhielten sich

leise. Jeder zeigte verschiedene Anzeichen fehlenden Schlafes und schlechter Laune. Einzig Grenushaan schien

völlig ausgeruht zu sein und sprühte vor Energie und Tatendrang. Herrscherin Mooc, die von einem Computer

gewählte oberste Theorani des Planeten, fehlte wie gewöhnlich. Sie war zum Beginn ihrer Amtszeit von einem

speziellen Programm unter Berücksichtigung all ihrer Fähigkeiten ausgesucht und ernannt worden. Bis heute

existierten hartnäckige Gerüchte, dass es sich bei ihrer Ernennung schlicht um einen Programmfehler gehandelt

hatte. Grenushaan kam ihm aufgeregt entgegen.

„Das wirst du nicht glauben, Strogo.“

„Na gut“, erwiderte Strogonaar unbeeindruckt, „dann glaub ich es eben nicht. Was denn überhaupt?“

„Im Tempel ist während der Mitternachtszeremonie ein ringförmiges, energetisches Tor in der Luft erschienen.

Es hat ein fremdes Objekt ausgespuckt und ist wieder verschwunden. Der oberste Kleriker hat das Ding direkt an

den Kopf bekommen. Er ist natürlich deswegen etwas durcheinander.“

„Noch mehr als sonst? Schwer vorstellbar.“

Grenushaan antwortete nicht.

„Was meinst du überhaupt mit fremdes Objekt?“

„Na eben ein Objekt, das keiner von uns jemals gesehen hat oder erklären kann, was ist denn daran so schwer zu

verstehen?“

Der oberste Kleriker des Planeten, seine Hochheiligkeit Alarnapuritanaripong, rückte den Kopfverband zurecht

und meldete sich mit salbungsvoller Stimme zu Wort.

„Meine Kinder, ich möchte an dieser Stelle erneut erwähnen, dass der Klerus den Vorfall als ein Zeichen Gottes

ansieht. Gehet in euch und tuet Buße.“

Krasuraam, die Theorani des Militärwesens, warf ihm einen verächtlichen Blick zu

Bewertung: 4.9 von 5 (14 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 1812 mal Aufgerufen Am 27. November 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Anthologie, Art Deco, Kurzgeschichten, Mystery, Science Fiction
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8 Kommentare

  1. Ich bin begeistert. Anders kann ich es gar nicht sagen. Einerseits freue ich mich über den gelungenen, teils althergebrachten aber sich behaupteten Schreibstil des einen Autors und der jugendlichen Frische des anderen. Wahrscheinlich geht das auf diese Art und Weise nicht immer gut, aber bei dieser Anthologie passt das einfach wie A**** auf Eimer. Die einzelnen Geschichten sind spannend, humoristisch und mitreißend. Ich habe mir das Buch in der letzten Woche jeden Tag zu meiner Mittagspause aus der Tasche gezogen. So konnte ich bequem und entspannt eine Kurzgeschichte zu ende lesen, ehe ich wieder an die Arbeit musste. Das ist toll, denn so bleibe ich nicht bei einem spannenden Clifhanger stehen, wie es bei Romanen meist der Fall ist. Ich gebe beide Daumen hoch und kann es nur jedem Empfehlen.

  2. Ein Knüller!
    Ich habe gelacht, geweint und mir bei so vielen Passagen den Kopf zerbrochen. Das Buch ist auf so viele Ebenen bewegend, dass ich kaum in der Lage bin alle aufzuzählen.
    Ich bin noch immer berührt.

  3. Ein Buch, irgendwo zwischen futuristischer Nostalgie und dystopischem Größenwahn. Ich finde diese Anthologie zu gleichen Teilen inspirierend, wie auch verstörend. Auf der einen Seite sind die Geschichten abenteuerlich, spannend und vielleicht sogar ein wenig kurz geraten. Auf der anderen Seite zeigen verbildlichen sie den tiefen Abgrund der menschlichen Existenz und verdeutlichen z.B., dass eine Diktatur nicht zwangsläufig an Religion oder Politik geknüpft ist, sondern, dass jede Art von faschistisch betriebenem Kult ein zivilisatorischer Rückschritt ist. Auch die Zukunftsvision, in der das menschliche Immunsystem nahezu ausgelöscht wurde, ist ebenso interessant wie bedenklich.
    Hoffen wir nur, dass sich die Diktatoren kein Beispiel daran nehmen und lasen wir die durchaus sehr guten Kurzgeschichten dort, wo sie sein sollen, in Büchern – als Mahnung an uns alle.

  4. Es ist schwer, sich auf einer Zugfahrt von Bonn nach München die Zeit einigermaßen zu vertreiben. Daher habe ich eher aus Zufall durch das Surfen im Internet dieses Buch gesehen und mir heruntergeladen. Nun, was soll ich sagen: Wie im Flug waren etwa knappe zwei Stunden vergangen, in denen ich ohne diese beeindruckenden Geschichten sicher nur Däumchen gedreht hätte.
    Übrigens: Ich sitze noch immer im Zug, was mir Zeit lässt weitere Geschichten der beiden Autoren zu suchen.

  5. Preisverdächtig! Klingt erst einmal etwas übertrieben aber hat schon seinen Sinn. Ich habe viele Bücher gelesen, die anschließend irgendeinen Preis gewonnen haben und die nicht annähernd so gut waren wie diese Anthologie. Die Geschichten sind teilweise so fesselnd, dass ich sie zwei bis drei Mal hintereinander gelesen habe. Vor allem die Art Déco Geschichte hat mich sehr mitgenommen. Im positiven Sinne natürlich. Ich kann mich meinen Vorgängern nur anschließen. Eine absolute Leseempfehlung.

  6. Ich habe einen der Autoren auf der Berliner Buchmesse kennengelernt. Daraufhin habe ich mir seine Kurzgeschichten und schließlich diese Anthologie geholt. Sascha Schlüter und Karlheinz Bauer schaffen es mit Bravur den Leser schon im ersten Absatz in die Geschichten abtauchen zu lassen. Es fehlt weder an Spannung noch an humoristischen Momenten. Schade finde ich es allerdings, das die Anthologie nicht mehr als sieben Kurzgeschichten bietet. Ich hätte mich auf mehr gefreut.

    Einen Kritikpunkt bei allem Zuspruch trotzdem: Auffällig ist, dass die Kurzgeschichten von Karlheinz Bauer, vor allem im SF Bereich, sehr stark an die utopischen Erzählungen der 60er und 70er erinnern. Für mich, die aus dieser Generation kommt, ist es schön. Ich weiß allerdings nicht, ob die Jugend damit heute zu erreichen ist.

    Trotzdem würde ich die Anthologie allen Lesern verschiedenen Alters empfehlen.

  7. Aufgrund der Leseprobe habe ich mir das eBook geholt. Ich finde die Anthologie sehr gut. Ich lege sehr viel Wert darauf, flüssig lesen zu können und das ist hier absolut gegeben. Meine Bewunderung für die Autoren geht ebenfalls dahin, das in fast jeder Geschichte trotz fantasievollen Geschichten sehr viel Realität und Wahrheit verborgen liegt. Leseempfehlung: Absolut!

  8. Ich habe bereits die eBook Kurzgeschichten von Sascha Schlüter gelesen und bin auch bei diesem Buch schlichtweg begeistert. Karlheinz Bauer hingegen ist mir schlichtweg neu, doch hoffe ich auch von ihm bald mehr lesen zu dürfen. Die Anthologie ist mit sieben Geschichten relativ schnell durchgelesen aber das ändert nichts an der Qualität der einzelnen Kurzgeschichten.
    Ich möchte nicht zu viel auf die einzelnen Geschichten eingehen, da ich sonst zu viel verraten würde.
    Schlussfolgernd möchte ich einfach mein größtes Lob für die beiden Autoren und ihren Geschichten äußern und kann „Weltensprünge“ nur jedem ans Herz legen, der gerne Kurzgeschichten liest.

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