Wegweiser für die letzten Tage

Wegweiser für die letzten Tage
Preis: 5,95 €
Autor:
Genre: Sachbuch
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781514866337
Die Botschaft der Bibel ist den modernen Menschen fremd geworden. An Wunder glaubt man nicht mehr und Prophezeiungen gelten als etwas Mystisches und Unwirkliches. Der Autor weist nach, wie systematisch durch Medien und die liberale Theologie falsche Vorstellungen verbreitet wurden, die zu massiven gesellschaftlichen Verwerfungen führten. Die Ausführungen liefern Verständnis für die jetzige Situation und geben einen Ausblick auf das endzeitliche Geschehen und die unmittelbare Zukunft der Menschheit, was nur unter biblischer Anleitung zu begreifen ist.
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Leseprobe

1 ÜBER DIE REALITÄT VON WUNDERN

Die Bibel befasst sich an vielen Stellen mit Wundern. David Hume (1711-1776), ein bedeutender Vertreter der schottischen Aufklärung, definierte ein Wunder als die Verletzung physikalischer Gesetze – und somit seien Wunder nicht möglich. Der deutsche Theologe Wolfhart Pannenberg (1928-2014) definiert Wunder in einem anderen Sinne. Der griechische Begriff »thaumasion«, welcher dem lateinischen »miraculum« entspricht, bedeute lediglich, »was Verwunderung oder Erstaunen hervorruft«. Die hebräische Entsprechung für Wunder ist das Wort »oth«, was »Zeichen« bedeutet, also ein Ereignis, das auf etwas anderes verweist als sich selbst. Der große Gelehrte des Mittelalters Thomas von Aquin (1225-1274) sieht ein Wunder jedoch als ein Ereignis zu dessen Herbeiführung die naturgegebenen Fähigkeiten eines menschlichen Wesens nicht ausreichen. Eine ähnliche Definition wie der Heilige Thomas von Aquin gab auch Papst Benedikt der XIV. (1675-1758), zudem müsse das Ereignis, um als Wunder anerkannt zu werden, eine religiöse Bedeutung haben.

Die genannten Definitionen, außer jene des Aufklärers Hume, gehen bei Wundern nicht von einer Verletzung physikalischer Gesetzmäßigkeiten aus. Folgt man jedoch Humes Gedankengang, dass Wunder die Naturgesetze verletzen, kann es definitionsgemäß keine Wunder geben und somit ist der christliche Glaube widerlegt.

Der berühmte christliche Autor C.S. Lewis (1898-1962), dem wir die Geschichten aus der Fantasiewelt Narnia verdanken, widmete sich in seinem Buch »Miracles« der Untersuchung von Wundern, worin er die orthodoxe Haltung verteidigt, dass Wunder niemals gegen Naturgesetze verstoßen. Lewis begeht nicht den Fehler, die Natur (das raumzeitliche System von Fakten und Ereignissen) mit den Naturgesetzen (das Muster in welches die Ereignisse fallen) gleichzusetzen. Vielmehr erklärt Lewis, dass »die göttliche Kunst des Wunders nicht in der Kunst besteht, das Muster außer Kraft zu setzen, dem die Ereignisse entsprechen, sondern darin, neue Ereignisse in dieses Muster einzubringen.« Einfacher ausgedrückt: Es entstehen letztlich Wunder durch und nicht gegen die Naturgesetze.

Die Aussage, dass Wunder nicht gegen Naturgesetze verstoßen, ist in der christlichen Literatur sehr verbreitet. Ein Wunder wird jedoch als ein stets sehr unwahrscheinliches Ereignis betrachtet und als direktes Handeln Gottes oder einer sonstigen übernatürlichen Macht interpretiert, womit ein Einzelner oder die Schöpfung zu einem Endziel hingelenkt werden soll.

Bewertung: 5.0 von 5 (2 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 1867 mal Aufgerufen Am 10. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Christentum, Eschatologie, Prophetie, Theologie
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