Walhalla – Die Pforte nach Åsgård

Walhalla – Die Pforte nach Åsgård
Preis: 7,95 €
Autor:
Genres: Belletristik, Fantasy
Webseite: www.verlag-der-schatten.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783981712339
Es ist eine sternenklare Nacht, als zwei junge Paare aus Frust und Übermut eine Bier-Party vor der Regensburger Walhalla feiern. Je weiter die Nacht voranschreitet, desto mysteriöser werden die Geschehnisse um sie herum. Als sie sich durch das plötzlich immateriell gewordene Hauptportal begeben, erwartet sie dort jedoch nicht die weiße Säulenhalle des Innenraums, sondern die wahre Walhalla, deren Existenz für die Jugendlichen bisher jenseits jeder Vorstellung gelegen ist. Dort müssen die Freunde stellvertretend für alle Menschen Prüfungen bestehen, die für das Kollektiv-Bewusstsein der Erdbevölkerung etwas Neues initiiren. Göttervater Wodan möchte nämlich eine durchaus wahrscheinliche, globale Ragnarök vermeiden. Das ist aber nur möglich, wenn es der menschlichen Spezies aus eigener Kraft gelingt, eine höhere Bewusstheit zu erreichen. Der Schlüssel dazu sind diese vier Jugendlichen.
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Leseprobe

Prolog

Frankfurt am Main, Stadt des Geldadels

»Hey, Alter!«, rief der jugendliche Türke mit deutschem Pass einem pummeligen Kumpel undefinierbarer Herkunft entgegen. »Komm mit, ein paar Reifen aufmischen!«

Der Dickliche schluckte die letzten Reste der zweiten Bockwurst hinunter, ließ die mit Tomatenketchup beschmierte Pappschale achtlos auf die Straße vor der Imbissbude fallen, nickte heftig und rannte seinem Freund hinterher, so rasch es die vom Bier gesättigten Wülste seines Bauches erlaubten.

Zwei Straßen weiter begann ein etwas besserer Stadtteil. Weniger Müll lag dort herum. Keine Prostituierten gingen nachts auf Kundenfang. Und hier und da war sogar ein Mittelklassewagen auf der Straße geparkt.

»Hey!«, rief der Dicke schon nach zehn Minuten. »Der hier passt! Gehört so ’ner Arsch-Kack-Spießer-Familie. Hä, hä … Baby on board! So ’n Scheiß-Piss-Motherfuck-Daddy!« Der Dicke blieb breitbeinig auf dem Gehsteig stehen – das verbotene Butterfly-Messer griffbereit in der Hosentasche – um jeden Passanten, der die Aktion stören könnte, zum raschen Weitergehen zu bewegen.

Bülent, dessen Eltern eine Auffang-Einrichtung für drogensüchtige Jugendliche leiteten und sich aufopfernd für ihre Mission einsetzten, holte ein Spitzmesser aus seiner Weste, das schon manchem Reifen das Leben aushauchen ließ, und stach zu. Zwei Mal auf jeden Reifen. Die schnell entweichende Luft zischte. Der Wagen sackte nach unten.

Streng nach Murphys Gesetz ereignete sich aber, während sich die beiden Halbwüchsigen wieder zur Imbissbude trollten und sich über die deutschen Spießer lustig machten, mit denen man sowieso alles treiben könnte, in jener Familie just in diesem Augenblick etwas Schreckliches.

Das Baby, von dessen Anwesenheit der Aufkleber am PKW der Familie zeugte, bekam einen schweren Asthma-Anfall. Notfall-Spray war nicht mehr vorhanden.

Besorgt rannten die Eltern mit ihrem Kind hinaus, um es rasch zur Klinik zu fahren.

Als der Vater die Fahruntüchtigkeit des Autos erkannte, stützte er sich zunächst geschockt auf dem Kotflügel ab. Dann schoss Wut – ja maßloser Hass – auf die Reifenstecher in ihm empor, während die Mutter erst hilflos herumschrie, bevor sie mit dem Kind im Arm wieder ins Haus rannte, um einen Notarzt zu rufen.

Dieser aber kam zu spät. Er konnte nur noch den Erstickungstod des Kleinkindes feststellen.

Die ebenfalls herbeigerufene Polizei wirkte zwar betroffen, doch statt den Eltern Trost zu spenden und aktiv Hilfe zu leisten, indem sie eine sofortige Fahndung nach den Tätern einleiteten, meinte einer der Beamten nur: »Es ist sehr unwahrscheinlich, dass wir die Täter jemals ausfindig machen werden. Außerdem wäre ich an Ihrer Stelle längst aus dieser Gegend weggezogen. Es ist absolut unverantwortlich, mit einem Kleinkind in diesem Stadtteil zu wohnen.«

Berlin, Hauptstadt der BRD

Als Berlin noch Hauptstadt der DDR war, war es sowohl im Westen als auch im Osten der Stadt problemlos möglich als Frau des Nachts alleine durch die Straßen zu schlendern.

Heute sollte man dies besser lassen, wenn man nicht erfahren in der Kampfkunst oder bewaffnet ist.

Selbst Letzteres bietet nur eine trügerische Sicherheit.

Den Kräften der Verrohung und Bosheit geht es nämlich gar nicht mehr darum, jemanden zu berauben oder eine wehrlose Frau zu vergewaltigen, sondern nur noch darum, blind zu zerstören.

Tina – ein junges, hübsches Mädchen aus gutem Elternhause – war für das heutige Berlin leider zu naiv. Kein Wunder, war sie doch im ländlichen Niederbayern aufgewachsen, wo die Welt noch in Ordnung ist, wie man dort behauptet. Sicher nicht immer wahr, doch waren für bayrische Verhältnisse die Zustände in manchen Bezirken der Bundeshauptstadt ein ferner Albtraum. Zu fern, um in seiner schrecklichen Wirklichkeit registriert zu werden.

Als Tina mit ihren Eltern nach Berlin zog, lernte sie rasch viele Männer kennen, die ihr mehr oder weniger freizügig den Hof machten. Die Internationalität Berlins und das Gewirr an fremdländischen Eindrücken waren für das dörflich geprägte Mädchen wie die Offenbarung der großen, weiten Welt.

Durch die geschickten Anmach-Taktiken landete Tina schnell in den Betten allerlei sogenannter Freunde, die das Mädchen mit dem unschuldigen Blick nur allzu gerne verführten. Nach einer wilden Nacht ließen sie sie jedoch stets in eine emotionale Leere fallen. Liebe erfuhr Tina in diesen Kreisen nicht, obwohl sie sich so sehr danach sehnte. Gier und besitzergreifende Täuschung jedoch umso mehr.

Irgendwann wurde sie von einem Afrikaner tröstend in die Arme genommen. Er versprach ihr, sich um sie zu kümmern. Und er schenkte ihr ein Pulver, das sie schnupfen sollte, um wieder glücklich zu werden.

Der Rest ist rasch berichtet: Tina wurde drogensüchtig. Erst Kokain. Dann Crack. Und schließlich Opiate.

Als sie die Drogen nicht mehr über Prostitution finanzieren konnte, wurde sie kriminell und schloss sich einer Bande von jugendlichen Einbrechern und Dealern an. …

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Seitenaufrufe: 54 mal Aufgerufen Am 9. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Loki, Prüfungen, Rettung der Menschheit, Thor, Walhalla, Wodan
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