Von Wölfen und Vampiren

Von Wölfen und Vampiren
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Kinder & Jugend
Webseite: https://stephaniewittern.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783738609974
Viktoria von Hohenzollern ist 17 Jahre alt und führt ein privilegiertes Leben am Hofe ihrer Mutter, der Königin der Vampire. Sie fühlt sich jedoch zunehmend vom strengen Protokoll und der ständigen Aufsicht ihrer Brüder eingeengt und sehnt sich nach Normalität. Ihre Mutter erlaubt ihr schließlich, ein Auslandsjahr in den USA zu verbringen. Viktoria verschlägt es in das verschlafene Provinznest Deep Falls. Hier genießt sie es, sich wie ein normaler menschlicher Teenager verhalten zu dürfen. Dann lernt sie Raphael kennen und verliebt sich in ihn. Von nun an wird es kompliziert, denn Raphael ist ein Mensch und sie muss ihr Geheimnis bewahren. Schnell merkt sie jedoch, dass nicht nur sie ein dunkles Geheimnis in sich trägt...
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Wie gewohnt wollte ich mit Bonny zur Cafeteria gehen, als mir eine vertraute Witterung in die Nase stieg.
Verdammt, ich sah mich um und entdeckte ihn am Ende des Ganges. Er hatte meine Witterung noch nicht aufgenommen und ich war am überlegen, schnell die Biege zu machen, konnte mich jedoch nicht rechtzeitig entscheiden und schon war es zu spät.
Er sah mich an und lächelte. Wie immer war sein Lächeln kalt und berechnend. Er hatte einen Geschaffenen bei sich, der jedoch im Hintergrund blieb. Langsam kam er auf Bonny und mich zu. Sie hatte ihn noch nicht gesehen, sondern wunderte sich nur, dass ich stehen geblieben war.
»Geh schon mal vor. Ich komme gleich.«
Sie sah sich um. Er bedachte sie mit einem kurzen Blick und bewegte sich weiter geschmeidig auf uns zu.
»Geh jetzt«, sagte ich und mit einem Murren gehorchte Bonny.
Ich hoffte, er würde ihren Geruch nicht wahrnehmen. Er musterte mich mit einem arroganten Blick, dann hatte er mich erreicht.
»Schwesterherz, wie siehst du denn aus? Hast dich also ganz und gar angepasst«, sagte André herablassend auf deutsch.
»Tja, besser als wie ein aufgeblasener Fatzke herumzulaufen«, konterte ich auf englisch.
Er trug einen maßgeschneiderten Anzug und eine schwarze Ray Ban Sonnenbrille.
»Hat dich noch niemand angesprochen was du hier machst?«, fragte ich ihn, immer noch auf englisch.
»Doch, aber ein Blick in meine Augen hat genügt um sie zum Schweigen zu bringen.«
Wütend trat ich auf ihn zu.
»Das lässt du in Zukunft lieber sein, verstanden?« sagte ich auf deutsch, damit uns niemand verstand. Es waren mehrere Schüler stehen geblieben um uns zu beobachten. Vielleicht vermuteten sie, dass André mein Freund war oder ein Lehrer.
»Sonst was? Willst du mich daran hindern?«
Er lachte auf.
»Was willst du hier?«
»Darf ich nicht meine Schwester besuchen?«
»Du hättest auch nach Hause kommen können und nicht hier in der Schule auftauchen müssen.«
»Doch, das hat etwas von einem Steakhouse, findest du nicht auch?«
Er beugte sich zu mir runter und füsterte mir zu.
»Überall kleine Lämmer, die darauf warten verspeist zu werden.«
Ich sah ihn genauso kalt an wie er mich.
»Du wirst von niemanden trinken, verstanden? Und jetzt verschwinde. Wir können nachher reden.«
Ich wollte mich umdrehen, doch er hielt mich am Arm fest.
»Nein, du wirst jetzt mitkommen«, sagte er durch seine zusammengepressten Zähne.
»Lass sie los!«
Raphael löste Andrés Griff um meinen Arm und stellte sich neben mich. André musste freiwillig losgelassen haben, sonst hätte Raphael meinen Arm nicht aus Andrés Griff bekommen.
André musterte Raphael kalt.
Ohne ihn aus den Augen zu lassen fragte er mich: »Willst du uns nicht vorstellen?« fragte er in perfektem Englisch.
Verdammt, was mach ich nun? Es wurden immer mehr Schüler, die uns beobachteten, sie flüsterten miteinander und hofften auf eine Schlägerei, zwischen den beiden. Ich zog sowohl Raphael, als auch André am Ärmel beiseite, damit wir nicht zu viele Lauscher hatten und überlegte krampfhaft, was ich machen sollte. Sowohl Raphael, als auch André wehrten sich nicht als ich sie mit mir zog.
Nachdem wir uns an die Wand gestellt hatten und die meisten Schüler weiter gegangen waren, sah ich beide nacheinander an.
»Raphael, das ist André, mein Bruder«, antwortete ich ebenfalls auf Englisch.
Ich machte eine Pause.
»André, das ist Raphael mein…mein Freund«, sagte ich dann.
Beide sahen mich überrascht an. Ich hakte mich bei Raphael unter. Hoffentlich schüttelt er meine Hand nicht ab.
»So, so, dein Freund. Nett dich kennenzulernen.«
An seinem Gesichtsausdruck konnte man ablesen, dass er es alles andere als nett fand. Er sah mich wieder an.
»Schwesterchen, wir sehen uns nachher zu Hause.«
Mit diesen Worten drehte er sich um und strebte auf den Ausgang zu. Raphael sah auf mich herunter.
»Was…«
»Warte bis er aus der Tür ist«, zischte ich.
Die Tür schloss sich hinter André und dem Geschaffenen. Ich sah verlegen zu Raphael, er musterte mich mit einem unergründlichen Blick.

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Seitenaufrufe: 5 mal Aufgerufen Am 3. Mai 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasy, Jugendbuch, Liebesgeschichte, Spannung, Vampire, Werwölfe
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