Vigor – Suche nach der Wahrheit

Vigor – Suche nach der Wahrheit
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Horror & Mystery
Webseite: www.Angela-Planert.de
Erscheinungsjahr: 2008
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783939465409
An der Seite von Nathan Kairoyan, dem Herrscher der Kairos Inseln, kehrt Nurel nach Hause zurück. Ist er wirklich der vor langer Zeit entführte Sohn Kairoyans? Bevor Nurel darauf eine Antwort findet, sperrt ihn das verschlagene Tribunal unter einem Vorwand ins Verlies. Durch die Fähigkeit sich tot zu stellen gelangt er aus dem Kerker. Mit Folter und Intrigen versucht das Tribunal, Nathan Kairoyan um seine Herrschaft zu bringen. In der Fremde der Kairos Inseln, auf sich allein gestellt, versucht Nurel die Wahrheit seiner Herkunft und die Verschwörung gegen Kairoyan zu ergründen.
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Leseprobe

Seine süßen Träume wurden gewaltsam beendet, als sich ein Seil um seinen Fußgelenken zusammenzog. Sofort versuchte Nurel sich zu wehren, verlor das Gleichgewicht, fiel von seinem Ast und hing kopfüber, an den Füßen gefesselt, am Baum. Sein Herz pochte wild, es war taghell, er konnte kaum etwas erkennen. Fauchend zog er sein Messer hervor, versuchte seine Fesseln zu zerschneiden.

»Charis, nicht! Wir bringen Euch in Sicherheit. Hört auf, Euch zu wehren«, hörte er Zakasar. Nurel erreichte das Seil mit seinem Messer. Bis er den Strick durchtrennt hatte, waren zwei Männer zur Stelle, zerrten ihm die Hände auf den Rücken und nahmen ihm seine Klinge weg. Sein drohendes Fauchen machte auf die Männer Zakasars keinen Eindruck. Nurel leistete enormen Widerstand mit zappelnden Bewegungen, riss eine Hand los.

»Beim Mond, haltet ein!«. Zakasar packte die befreite Hand, »Wir werden Euch nicht verletzen.« Beide Hände wurden auf den Rücken gefesselt, sein Fauchen wurde durch einen Knebel unterdrückt. Nurel gab sich nicht geschlagen, er wehrte sich heftig und versuchte sich aus den Fesseln zu winden. Die Männer zerrten ihn durch den Sand.

»Bitte, beruhigt Euch doch«, Zakasar klang dabei auch noch freundlich. »Schnell ins Boot mit ihm!« Nurel wurde gepackt und in ein Boot gehievt. Er wandte und drehte sich auf den Holzbrettern des Kahns. Plötzlich wurden seine Schultern fest nach unten gedrückt: »Beim Mond, jetzt reißt Euch bitte zusammen, junger Charis! Wir bringen Euch zu Eurem Vater. Auch Euer großer Freund wartet auf Euch«, Zakasar klang energisch. Nurel zog blitzartig seine Knie an und stieß mit seinen Füßen Zakasar um, der sich über seinen Kopf gebeugt hatte. Nurel sah nicht, dass Zakasar von der Wucht seines Trittes rückwärts ins Wasser fiel. Zwei der Männer wollten Zakasar wieder ins Boot helfen. Der kleine Kahn geriet ins Wanken und kippte schließlich um. Für den jungen Kairoyan kam diese Wendung unerwartet. Wie ein Stein sank er auf den Meeresgrund. Seine gefesselten Glieder gaben ihm keine Möglichkeit, sich an die Wasseroberfläche zu bewegen. In diesem Moment erinnerte er sich an diesen stolzen Gesichtsausdruck des kleinen Jungen, der Scysars Vater ins Gesicht gespuckt hatte. Dieser kleine Junge war auf die gleiche Weise gefesselt gewesen, wie er jetzt und er hatte die Wasseroberfläche nur ab und zu erreichen können. Nurel hatte Mühe, sich zu orientieren. Die Luft wurde knapp, er konnte hier unten blaue Umrisse erkennen, seine Schulter berührte den Sand. Er hockte sich hin und stieß sich kräftig mit den Füßen ab, um an die Wasseroberfläche zu gelangen. Es wurde heller, für ihn undeutlicher. Bevor er nach Luft schnappen konnte, zog ihn sein Gewicht wieder nach unten. Seine zusammengebundenen Füße zappelten wild hin und her, so ging es wieder ein Stück nach oben. Seine Kräfte ließen nach, sein Herzschlag wurde langsamer. Er strampelte ein kleines Stück der Wasseroberfläche entgegen. Nur erreichen konnte er sie nicht. Etwas Dunkles tauchte vor ihm auf, griff unter seine Arme und zog ihn nach oben. Schnaufend sog Nurel Luft durch die Nasenlöcher. Man löste seinen Knebel und zerschnitt seine Fesseln. Hustend begann Nurel, wieder tief durchzuatmen.

»Ihr habt Euch beinah selbst getötet. Bitte vertraut uns endlich«, Zakasar war ebenfalls außer Atem. Zakasar hätte ihn ertrinken lassen können, aber er hatte ihm das Leben gerettet. Hatte er Zakasar doch falsch eingeschätzt? Drei Gestalten hievten ihn wieder ins Boot. Die Ruder wurden kräftig und schnell durch das Wasser gezogen. Dennoch war das Misstrauen in Nurel noch nicht verflogen.

»Verzeiht, junger Charis. Seit Tagen versuchen wir Euch zu Eurem Vater zu bringen. Wir wollten Euch doch nicht verletzen«, erklärte Zakasar. Nurel konnte nichts erkennen. Er war diesem Mann hilflos ausgeliefert. Hatte Zakasar ihm das Leben gerettet, um ihn vielleicht an Scysar auszuliefern? Würde man ihn zu Tode foltern? Vielleicht gemeinsam mit seinem Vater? Jetzt gab es niemanden mehr, der sie befreien konnte. Niemanden. Nurels Anspannung wuchs.

»Ihr vertraut mir nicht. Aber warum?«, fragte Zakasar hilflos.

»Hattet Ihr nicht dafür gesorgt, dass Unasuh mir nicht zu Hilfe kommen konnte, als man meinen Körper dem Meer übergeben hatte? Habt Ihr uns nicht in die grausamen Hände von Yaktu und Dyonsar gegeben? Wolltet Ihr nicht meinen Vater bestehlen? Was habt Ihr in seiner Truhe gesucht? Und da fragt Ihr mich allen Ernstes, warum ich Euch nicht vertraue?«

»Das trifft mich tief, junger Charis. Yaktu hatte die Seiten gewechselt. Ahnungslos erklärte ich Eurem großen Freund den Weg zu Yaktu. Zu diesem Zeitpunkt vertraute ich dieser Kreatur bedingungslos, so wie es Euer Vater auch tat. Er wird Euch alles bestätigen können.«

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Seitenaufrufe: 19 mal Aufgerufen Am 5. August 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Ehre, Freundschaft, Herrscher, Kampf, Magie, Mond, Mondsteine, Suche, Vergangenheit
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