Verrat der Engel

Verrat der Engel
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.carolynlucas.org
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Kann man die eine Liebe für immer vergessen? Alle Erinnerungen Sarahs an ihre große Liebe Rafael, der sie von dem Fluch des Orakels befreite, sind verloren. Gemeinsam mit ihrer Freundin hat die Studentin einen Neuanfang in Kalifornien gewagt. Ohne es zu ahnen, wird Sarah erneut zum Spielball im Krieg der Engel. Der oberste Engel schickt einen, der Sarahs Liebe gewinnen soll. Dann wäre sie für Rafael für immer verloren. Werden Sarah und Rafael ihre Gefühle füreinander wiederfinden oder bleiben sie für immer getrennt?
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Kapitel 2

Als der Wecker klingelte, hätte ich ihn am liebsten erschossen – so wie jeden Morgen, an dem ich vor dem Wachwerden aufstehen musste. Ich tastete mit der Hand nach dem Ding, um auf die Schlummertaste zu drücken. Noch zehn Minuten schlafen zu können, wäre ein echter Gewinn an Lebensqualität. Stattdessen griff ich in etwas Plüschiges – Katzenfell.

Frodo.

Unser schwarzer Kater konnte Türen aufmachen, sodass es ihm immer wieder gelang, in mein Schlafzimmer einzubrechen und mich zu beobachten. Normalerweise weckte mich das auf. Kein schönes Gefühl, am frühen Morgen angestarrt zu werden. Heute jedoch war ich so müde gewesen, dass Frodos durchdringender Blick nicht zu dem von ihm gewünschten Erfolg geführt hatte. Im Halbschlaf zog ich meine Finger aus dem Fell, gähnte, brachte den Wecker zum Schweigen und erhob mich. Vor der Tür erwartete mich Pippin mit hochgerecktem Kopf. Futter! Das stand ihm auf der Stirn geschrieben. Aber eigentlich stand ihm das immer auf der Stirn geschrieben.

»Jaja, ich komme gleich«, sagte ich, bevor ich kurz im Bad verschwand, argwöhnisch beobachtet von Sam, der sich immer noch nicht dazu überwinden konnte, Fabienne und mir zu vertrauen. Fabienne – wo war meine Mitbewohnerin und beste Freundin? Warum musste eigentlich immer ich morgens die hungrigen Horden füttern? Fabienne verfügte über die glückliche Fähigkeit, selbst bei lautem Katzenmiauen weiterschlafen zu können, während ich sofort wach wurde. Selbst wenn ich nicht früh aufstehen musste wie heute.

Mit was für einem Quatsch beschäftigte sich mein Kopf? Meine Fragen sollten wohl das Gefühl vertreiben, das mich jeden Morgen begleitete. Wirklich jeden Morgen. Das Gefühl, mit einem glücklichen Lächeln auf dem Gesicht aufzuwachen, weil ich etwas Wunderschönes geträumt hatte. Und im Anschluss diese sich anbahnende Traurigkeit, weil ich sofort nach dem Aufwachen begonnen hatte, den Traum zu vergessen. Je intensiver ich mich bemühte, mich zu erinnern, desto schneller verblasste die Erinnerung.

Inzwischen hatte ich herausgefunden, dass ich in meinen Träumen, die sich jede Nacht ähnelten, einem Mann hinterher lief, ohne ihn zu erreichen. So wie man träumte, dass man auf der Stelle trat – nur, dass ich so sehr rannte wie noch nie in meinem Leben und trotzdem nicht schnell genug war, um den Mann zu berühren. Wo ich lief und ob es kalt oder warm war, daran erinnerte ich mich nicht. Worüber ich mir jedoch sicher war, war, dass ich das Gesicht des Mannes niemals gesehen hatte. Fast ebenso sicher war ich mir, dass es nicht Sebastian, mein Ex, sein konnte, weil ich dem auf keinen Fall hinterherlaufen würde, außer vielleicht, um ihn zu verjagen. Ein wirklich seltsamer Traum mit lauter Unklarheiten. Trotzdem war ich lächelnd aufgewacht.

Und so ging es mir jeden Morgen. Egal, ob der Wecker mich aus dem Schlaf riss oder ob ich von selbst erwachte. Ich erinnerte mich nur an den Schatten meines Traums, aber dem überwältigenden Glücksgefühl, das mit ihm einherging, wäre ich gerne auf den Grund gegangen. Denn eigentlich war ich mit meinem Leben, mit unserem Leben, so wie es jetzt war, zufrieden. Warum also jeden Morgen dieses Gefühl, dass mir etwas Wichtiges zum Glücklichsein fehlte? Warum träumte ich immer wieder den gleichen Traum?

»Vielleicht solltest du einem Traumdeuter aufsuchen«, hatte Fabienne vor einem Monat vorgeschlagen, als ich wieder muffelig am Frühstückstisch gesessen hatte. »Die gibt es hier doch bestimmt zu Hunderten.«

Fabienne ist nicht nur meine Freundin und Mitbewohnerin, sondern auch der Grund, warum Sam, Frodo, Pippin und ich seit drei Monaten in Berkeley leben. Sie hatte ein Stellenangebot an der University of California bekommen, das sie nicht ablehnen konnte. Genauer gesagt am Lawrence Berkeley National Laboratory, wo sie irgendetwas mit sauberer, nachhaltiger, undsoweiter Energie erforschte.

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Seitenaufrufe: 48 mal Aufgerufen Am 9. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Buchhändlerin, Engel, Freundschaft, Krieg, Liebe, Romantik, Studentin, Vertrauen
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