Vampirherz

Vampirherz
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783736886766
Bereits in ihrer frühesten Kindheit verschwand Danas Vater spurlos. Bei einem erfolglosen Versuch, ihn zu finden, geriet sie in tödliche Gefahr. So vergingen Jahre voller Ungewissheit, in denen Dana bei ihrer Mutter heranwuchs. An ihrem achtzehnten Geburtstag wendet sich jedoch das Schicksal. Dana erfährt von ihrer totkranken Mutter, dass sie eine Halbvampirin ist – und dass ihr Vater von den Strigoi und ihrer grausamen Fürstin Erzebet an einem Ort gefangen gehalten wird, der als „Schattenwelt“ bezeichnet wird. Nur Dana hat die Macht, ihn zu befreien – und mit dem heilenden Blut des Vaters gleichzeitig auch das Leben ihrer Mutter zu retten. Trotz aller Gefahren macht sie sich auf den Weg in die Schattenwelt. Zur Seite steht ihr dabei der unwiderstehlich attraktive Teilzeit-Taxifahrer, Rockgitarrist und Portalwächter Francis, dessen melancholische meerblaue Augen ein Geheimnis zu bergen scheinen.
Leseprobe online lesen
Leseprobe herunterladen
Jetzt das Buch bei Apple iTunes kaufen.
Jetzt das Buch bei Thalia.de kaufen.
Jetzt das Buch bei ebook.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Prolog

Ängstlich wich Dana zurück, bis sie schmerzhaft mit dem Rücken an die kalte Wand des Parkhauses stieß. Ihr rötlich-blondes Haar klebte mit Angstschweiß bedeckt an ihrem Kopf, und in ihren weit aufgerissenen bernsteinfarbenen Augen stand die blanke Panik. Auf dem rattenähnlichen Gesicht ihres Verfolgers lag ein siegesgewisses Lächeln, das Dana eine eiskalte Gänsehaut über den Rücken jagte. Sein Gesicht war weiß wie ein Bettlaken, seine Augen leuchteten stählern und der blutrote Ring, der um seine Iris lag, tat ihr in den Augen weh und verstärkte noch sein furchterregendes Auftreten.

„Jetzt entkommst du mir nicht mehr“, sagte er mit einer unangenehm leisen, rauen Stimme, und über sein Gesicht glitt ein noch grausameres Grinsen.

„Komm mit mir.“ Auffordernd streckte er die Hand aus.

„Ich gehe nicht mit Fremden“, antwortete Dana mit einem trotzigen Blick auf den Fremden.

„Dann muss ich dich zwingen“

Er trat jetzt noch näher heran, so nahe, dass Dana vor Grauen schauderte. Sie fühlte seinen heißen, fauligen Atem auf ihrer Wange und fühlte wie der Mut sie mehr und mehr verließ. Sie war ihm wehrlos ausgeliefert. Auf einmal sah sie aus dem Augenwinkel etwas Silbernes auf sich zufliegen. Mit einem Aufschrei ließ sie sich fallen und kurz darauf hörte sie noch einen markerschütternden Schrei, bevor es dunkel um sie wurde.

Als Dana es wieder wagte, die Augen zu öffnen, blickte sie direkt in zwei lang gezogene Augen, die so blau leuchteten wie das Meer an seiner tiefsten Stelle. Diese Augen lagen in einem markanten, aber dennoch fein geschnittenen alabasterfarbenen Gesicht. Seine vollen, geschwungenen Lippen verzogen sich zu einem erleichterten Lächeln.

„Alles in Ordnung?“, fragte er mit einer dunklen, vertrauenerweckenden Stimme und strich Dana sanft über die Wange. Ein feiner Duft nach Blüten, Leder und Rauch umfing sie, ein Duft, den sie niemals vergessen sollte. Benommen richtete Dana sich auf.

„Wer – wer bist du?“, fragte sie heiser.

„Ich bin Francis.“

„Du – du hast mir das Leben gerettet.“

„Ist doch selbstverständlich. Komm, ich bringe dich nach Hause, Kleine.“

„Ich bin schon acht!“

„Verzeihung. Da kann man natürlich nicht mehr „Kleine“ sagen“ lachte er und hielt ihr seine Hand hin.

Als Dana stand, waren ihre Knie immer noch erschreckend weich und sie fing an zu zittern wie Espenlaub. Ihr Körper sank gegen Francis und sie fing an, haltlos zu weinen. Seine Hand strich immer wieder tröstend über Danas Haar, bis die Schluchzer weniger wurden.

„Lass uns gehen“, sagte er leise. Er legte den Arm um ihre Schultern und sie verließen das Parkhaus. Davor stand ein alter cremefarbener Mercedes, ein Taxi, auf dessen Leuchtschild nur noch das T und das X leuchteten. Francis öffnete die Beifahrertür und ließ Dana einsteigen. Dann setzte er sich hinter das Lenkrad und startete den Motor. Mit einem sanften Dieselbrummen setzte das Auto sich in Bewegung.

Obwohl dieses schreckliche Erlebnis jetzt vorüber war, spürte Dana noch immer die Angst tief in ihren Knochen sitzen. Immer wieder sah sie dieses schreckliche Gesicht vor sich, spürte diesen heißen, fauligen Atem auf ihrer Haut. Angestrengt blickte sie durch das Autofenster und konzentrierte sich auf die Neonreklamen der Clubs, an denen sie vorbeifuhren, damit sie nicht wieder weinen musste.

„Alles in Ordnung?“, holte Francis besorgte Stimme sie wieder zurück in die Wirklichkeit. Erschrocken zuckte Dana zusammen und blickte auf. Wie seltsam, dass seine Augen im Dunkeln leuchteten, so blau wie die Edelsteine, deren Namen ihr gerade nicht einfielen. Genauso wie die Augen des Mannes, der sie überfallen hatte, mit dem Unterschied, dass in Francis Augen nicht diese Kälte und Grausamkeit stand, Francis Blick war warm und schien alle ihre Ängste zu verschlucken. Und der schreckliche rote Ring um seine Augen fehlte.

„Dieser Mann war so seltsam“, antwortete sie nachdenklich. „Was war das für ein Mensch?“

Francis warf Dana einen schnellen Blick zu, bevor er abbog.

„Das war kein Mensch. Es war ein Strigoi.“

„Was ist das?“

„Das ist ein Vampir, der andere Vampire und Wesen der Nacht aussaugt, um deren Kräfte zu erreichen.“

Dana wurde blass. „Aber warum wollte er mich entführen? Ich bin doch kein Vampir.“

Francis seufzte. „Das ist eine lange Geschichte, und sie ist nicht für Kinderohren bestimmt. Es wäre zu schrecklich für Dich. Am besten vergisst du dieses Erlebnis so schnell wie möglich.“

Ein eindringlicher Blick traf Dana, und sofort versank sie wieder in einer leuchtenden Flut aus Blau. Sie betrachtete Francis nachdenklich.

„Deine Augen leuchten so wie die von diesem Mann. Bist du auch ein Sti-, Stri-…?“

Francis sandte ihr ein beruhigendes Lächeln zu.

„Nein, das bin ich nicht. Ich bin ein Vampir, aber ich gehöre nicht zu den Bösen.“

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 309 mal Aufgerufen Am 3. Juni 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasy, Liebe, Romantik, Vampire
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.