Und ewig stören die Sorgen

Und ewig stören die Sorgen
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Belletristik
Webseite: www.hintergangen.de
Erhältlich: Als E-Book
Eine Familiengeschichte? Eine Betrachtung unserer Gesellschaft? Ein Generationskonflikt? Helga M. Gritzo lässt ihre „Helden“ selbst erzählen. Sie vermitteln die alltäglichen Probleme, die Sorgen, die dann auftreten, wenn niemand damit rechnet. Die ungewollte Schwangerschaft der Tochter, die Krankheit des Vaters, die Drogenprobleme des Sohnes, die Probleme der Mutter...
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Zwei Stunden hat Sabine Doreen und Fabian Ausgehverbot erteilt. In diesen 2 Stunden soll beratschlagt werden, wer in Zukunft welche Aufgaben im Haushalt übernimmt.

Sabine hat gestern einen Plan aufgestellt.

Gerade ist sie dabei, Doreen ihre Aufgaben zu erläutern.

Doreen protestiert! Sie hat es sehr schwer in der Schule, muss den ganzen Nachmittag Hausaufgaben machen. Manchmal hat sie auch nachmittags noch Schule.

Ja verdammt noch einmal, ist es denn so schlimm, dass sie anschließend noch zum Einkaufen geht? Der kleine Supermarkt an der Ecke ist doch wirklich nicht weit entfernt! Sie kann doch nicht erwarten, dass wir, die wir berufstätig sind, nach der Arbeit noch zum Einkaufen sollen? Was ist schon dabei!

Was? Die Wäsche soll sie auch noch aussortieren? Kann das nicht Vati machen?

Wer soll das tun? Ich?? Wäsche sortieren, wie geht das?

Zu welchem Stoß kommen die Socken, werden die Handtücher mit den Unterhosen gewaschen?

Nein, das kann ich nicht. Aber ich könnte doch den Mülleimer ausleeren und mich um die Papiertonne und die gelben Säcke kümmern?

Müll trennen, ja das bekomme ich hin.

Ja und was macht Fabian? Diese Arbeit wollte ich Fabian auftragen, sagt Sabine.  

Ich pass auf, dass ihr alles richtig macht, meint Fabian und schmunzelt.

Nein, so haben wir nicht gewettet. Sabine ist sauer. Ihr ganzer schöner Plan wird über den Haufen geworfen.

Doreen zieht eine Schnute, Fabian kichert hämisch.

Sabine wird wütend.

Sabine geht nachmittags einkaufen, Fabian kümmert sich um den Müll. Nun gut, die Wäsche sortiere ich morgens vor der Arbeit. Dann kann die erste Maschine angestellt werden, bevor ich zur Arbeit muss.

Doreen kann sie dann nachmittags in den Wäschetrockner hinein stecken.

Schon wieder ich, schreit Doreen. Habt ihr sonst noch irgendwelche hübsche Arbeiten für mich. Nein, nicht mit mir, da braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn ich keine Hausaufgaben mehr mache und ich sitzen bleibe.

Nachdem sie dies gesagt hatte, war plötzlich alles Mucksmäuschen still.

Ich komme ja erst am Abend nach Hause. Bis dahin hat die Wäsche längst Stockflecken bekommen. Was ist denn schon dabei die Wäsche umzuwechseln! Fabian schreit seine große Schwester an. Ich habe doch genug mit Eurem Müll zu tun!

Was heißt denn unser Müll? Es ist auch dein Müll behauptet nun Doreen wieder.

Sabine schaut von einem zum Anderen.

Ihre Augen blicken traurig.

Wenn wir hier zu keiner Lösung kommen, gebe ich meine Arbeit auf und mache den Haushalt wieder selbst.

Aber eins sage ich euch: Das Taschengeld ist ab sofort gestrichen. Das sehe ich nicht ein, dass ich mich hier alleine abrackere und ihr macht euch einen faulen Lenz.

Papa kann dir doch auch helfen, gibt Doreen schnippisch zur Antwort.

Papa kümmert sich schon um den Garten, mäht den Rasen, kehrt die Straße und hilft mir auch sonst noch viel im Haushalt. Noch etwas Doreen, die Spülmaschine, die wir ja auch nur kaufen konnten, weil ich mitarbeite, wirst du auch in Zukunft aus und einräumen! Dass du es nur schon weißt!

Ach wäre ich doch als Mann auf die Welt gekommen. So ein Bruder hat es leicht!

Ich melde mich auch einmal zu Wort und sage zu meinem Sohn:

Den Rasen könntest du doch auch selbst mähen.

Tja, wenn mein Taschengeld dafür erhöht wird?

Also das ist doch die Höhe schreit Doreen erzürnt. Ich soll hier alles kostenlos machen, das ist eine Selbstverständlichkeit! Pfui Teufel, wenn ihr Fabian für das Rasen mähen mehr Taschengeld gebt, sind wir geschiedene Leute!

Doreen steht auf und geht nach oben.

He, ruft Sabine ihr nach, wir sind noch nicht fertig mit dem Beratschlagen. Es gibt noch mehr zu tun. Wir haben noch lange nicht über  alles geredet.

Doch Doreen hört nicht mehr zu und stapft wild die Treppen hinauf.

Fabian will es ihr nachtun.

Sabine hat die Situation erfasst. Sie zeigt mit ihren Fingern auf ihn und mahnt: Du bleibst sitzen!

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 62 mal Aufgerufen Am 24. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drogen, Familiengeschichte, Krankheit, Schwangerschaft, Sorgen
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.