Tödlicher Anstoss

Tödlicher Anstoss
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Webseite: http://johnmclane.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781507706558
Die deutschen Behörden erhalten eine E-Mail von der NSA und sind alarmiert, da die Fussballweltmeisterschaft 2006 näher rückt. Man geht von einem geplanten terroristischen Attentat aus. Eine Warnung vor einem Anschlag auf das Münchner Rathaus erhöht die Angst zusätzlich. Aber noch ist auch das Eröffnungsspiel nicht sicher. Die Beamten kommen einer groß angelegten Verschwörung auf die Spur...
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Leseprobe – Thriller – Tödlicher Anstoss

Gemächlich überquerten die sechs Männer den Marienplatz und hielten auf das Rathaus zu. Auf die Passanten wirkten sie in ihren dunklen Anzügen wie eine Gruppe arabischer Geschäftsleute.

Die Männer in  seiner Begleitung folgten ihm, als Ministerpräsident Musab als Erster durch das Rathaustor trat. Die Uhr vom Turm schlug 9 Uhr 30.

Hoch oben im neunten Stock des Rathausturmes dröhnten die Schläge der Uhr wie Kirchenglocken. Raschid Bajun hob schützend die Hände an die Ohren. Nach dem letzten Schlag ratterten die Zahnräder des Uhrwerks kurz und bewegten den großen Zeiger einige Millimeter weiter. 9 Uhr 30.

Er hatte die Frau sofort erkannt, als sie sich auf der Treppe begegnet waren. Sie war ihm vom Olympiastadion aus in die U-Bahn Station gefolgt. Obwohl er nun wusste, dass die Polizei in der Nähe war, dachte er nicht daran, die Aktion zu stoppen. Sie waren zu weit gekommen, um jetzt aufzugeben.

Er befand sich mit Fabin und vier weiteren Männern im Wartungsraum der Turmuhr. Wie Fabin hatte er sich bereits der Arbeitskleidung und des falschen Bartes entledigt. Beide trugen nun Jeans und braune Lederjacken. Die übrigen Männer schlüpften gerade aus den Monteuranzügen und zogen aus den mitgebrachten Werkzeugtaschen ihre Maschinenpistolen hervor. Terner hatte sie in Dortmund sorgfältig ausgewählt. Wie er gehörten sie zur Neonazi Szene.

Bajun erkannte an der Handhabung der Waffen sofort, dass es sich bei ihnen um Profis handelte. Das beruhigte ihn. Immer, wenn jemand anderes die Planung durchführte, wurde er nervös. Obwohl er Terner nun bereits einige Jahre kannte, hatte er ihm instinktiv misstraut.

Während sie darauf warteten, dass die Turmuhr zehn schlug, hockte sich Bajun ruhig auf den Boden und streckte die Beine aus.

Peter Marten lauschte und warf anschließend den Hörer des Telefons auf die Gabel, ohne sich zu verabschieden. Hastig zog er sein Notizbuch hervor. Er suchte und fand die Handy Nummer von Richard Klose. Nervös wählte er dessen Nummer und wartete darauf, dass der Minister den Anruf entgegennahm.

„Klose.“

„Marten hier, Herr Minister“, meldete er sich und atmete auf. „Ich habe leider keine Zeit für lange Erklärungen. Der Bundeskanzler darf auf keinen Fall ins Rathaus fahren. Die Terroristen sind dort.“

„Mein Gott“, stöhnte Klose. „Keine Angst, Herr Marten, ich halte ihn auf. Er ist bereits auf dem Weg zum Wagen.“

„Wo ist der Ministerpräsident?“

„Er führte gestern ein Gespräch in der türkischen Botschaft mit dem Außenminister des Landes und hat dort übernachtet. Ich rufe sofort die Botschaft an, nachdem ich den Kanzler aufgehalten habe“, versprach Klose.

Als Marten den Hörer auflegte, kamen Hauptkommissar Stöver und Bert Dürer herein. Mit wenigen Worten setzte er sie von der Situation in Kenntnis.

„Fahren wir“, sagte Stöver knapp. Zusammen eilten die Männer aus dem Büro und liefen die Treppen hinunter.

Ein Blick auf die Standuhr im Botenzimmer zeigte Jeanette Sinter, dass es 9 Uhr 45 war. Sie betrat den kleinen Sitzungssaal und ließ ihren Blick durch den Raum schweifen. Um den in U-Form aufgestellten Konferenztisch huschten die Beamten des Bombenkommandos durch den Raum. Sie trugen Helme mit Plexiglasvisier und dunkle Sicherheitswesten. Einige der Männer krochen auf Händen und Knien unter den Tischen herum, andere untersuchten die aus dunklem Holz gefertigten Polsterstühle nach Sprengsätzen.

Auf der Galerie über einem der sechs Eingänge wurde ebenfalls gesucht. Ein Beamter stieg gerade eine Leiter hinauf, um das große Fresko an der Wand, auf dem König Ludwig abgebildet war, zu untersuchen.

Die Kommissarin ging tiefer in den Raum hinein und trat zu einem älteren Mann, der den Parkettfussboden untersuchte. Er ließ einen Schraubenzieher in einen Spalt gleiten und hebelte eine sauber ausgeschnittene, quadratische Holzplatte heraus. In der Vertiefung, die er freilegte, lag eine graue Plastikmasse, von der Drähte zu einem elektronischen Empfänger führten.

Bewertung: 2.3 von 5 (7 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 91 mal Aufgerufen Am 12. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Action, Krimi, Mord, Neuerscheinungen, Terrorismus, Thriller, WM2006
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