Stürmische Zeiten für Susan

Stürmische Zeiten für Susan
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.anariba.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Schottland im Herbst. Eine Beerdigung, eine alte Liebe, eine neue, die kaum der Rede wert ist. Susan Grimshaw kehrt an den Ort ihrer Kindheit zurück und muss sich den Dämonen ihrer Vergangenheit in Form des gutaussehenden Braumeisters Boyd Fraser stellen. Eine junge Frau zwischen zwei Männern und der Beerdigung ihres Großvaters. Liebe, Intrigen, Tod. All das muss Susan Grimshaw bewältigen, um ihre wahre Liebe zu erkennen. Ein Liebesroman voller Emotionen und Gefahren für Susan. Schottland. Grünes, weites Land. Stürmische See. Eine Heimat. Ein Liebesroman, der berührt. Ein Liebesroman aus der Feder von Klarissa Klein.
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Leseprobe

Susan Grimshaw fuhr mit dem Zeigefinger über die paar Banknoten in ihrer Geldbörse.

Mit dem Kleingeld darin betrug ihr ganzes Vermögen bis zum Monatsende Fünfundsiebzig bunte britische Pfund. Leise seufzend lehnte sie sich in die Sitze des Abteils zurück und sah zum Fenster hinaus. „Wir haben den Achten, liebe Susan“, dachte sie resignierend und gratulierte sich für ihr ganz besonderes kleines Talent.

„Wann lernst Du es endlich mit Geld umzugehen?“ Susan stützte den Kopf auf ihre Faust, sah zum Fenster hinaus, und die wunderschöne, farbenprächtige Landschaft, die an ihr vorbeisauste, konnte ihre trübe Stimmung nicht verscheuchen. Wie auch: Das da draußen war der Inbegriff des Scheiterns.

Wundervolle, mit sattem Grün bewachsene Hügel, die mit kleinen, sich an eben diese Hügel schmiegenden Häuser aus grauem Schiefer, geschmückt waren. Kleinere Dörfer, große Weiten. Die Landschaft ihrer Kindheit und ihrer Jugend. Und die Bühne für ihre Flucht vor der Liebe.„Es hilft nichts“, sagte sie halblaut und sie war froh, dass sie allein in diesem Abteil saß. Susan steckte ihre Geldbörse zurück in die Tasche, die Schuld an ihrem Dilemma war, und verzog das Gesicht zu einer Grimasse. „Du leidest an Verschwendungssucht.“ Diese ehrliche Feststellung machte die Tatsache, dass sie etwas über ihre Verhältnisse als kleine Redakteurin – Wirtschaftsressort – bei einem Londoner Lokalblatt lebte, nicht erträglicher. Energisch band sie ihre blonden Haare zu einem Zopf, fluchte leise, weil sie einmal zu fest zog, und ließ sich zurück in die gepolsterten verschlissenen Sitze fallen. Für einen Augenblick schloss sie die Augen, versuchte ihre Gedanken zu sortieren. Ergebnisse ihres Lebens hatte sie schließlich genug, aber sie musste den Fehler im System finden, der zu diesen nicht akzeptablen Ergebnissen führte. Denn eigentlich brauchte sie dieses ganze Zeug nicht. Brauchte keine x-te Ausgabe irgendeiner Handtasche oder das soundsovielte Paar Riemchensandalen. Eigentlich.

Ganz uneigentlich benötigte sie diese Sachen aber doch, wenn sie neben ihrem Verlobten bestehen wollte. Sie selbst fühlte sich in bequemen Halbschuhen, Jeans und Shirts, die durchaus modisch und chic sowie obendrein auch noch wahnsinnig bequem waren, rundum wohl. Als Redakteurin, die ein Stubenhocker-Thema bearbeitete, wie sie es selbst zu nennen pflegte, benötigte sie diese Insignien der Mode und Macht nicht. Lange Stunden am Computer benötigten eben bequeme Kleidung. Außerdem fand sie, dass sie kein Modepüppchen war und deshalb fühlte sie sich in diesen Kleidern nicht wohl. Verkleidet, traf es wohl eher. Doch weil Henry, ihr Verlobter, als Anwalt ständig zu Dinnerpartys eingeladen wurde, und er von ihr er-wartete, dass sie ihn begleitete, musste ihr Kleiderschrank immer gut gefüllt sein. Dementsprechend leer war ihr Geldbeutel, denn Henry sah sich nicht imstande, sie dabei zu unterstützten. „Dabei ist es deine Karriere und nicht meine“, dachte sie frustriert. Ergo traf Henry eine Mitschuld an ihrer Misere. Ein zufriedenes Lächeln huschte über ihr Gesicht. Ja … wenn man die Sache so betrachtete, dann trug sie nur ein klein wenig Schuld daran. Schließlich kaufte sie schon günstig ein, aber leider eben doch zu viel.

Mit einem leisen Kreischen, das dem erfahrenen Zugreisenden sagte, dass irgendwas unter der Schiebetür klemmte, öffnete eine mollige Schaffnerin Susans Abteil. „Zehn Minuten, dann sind wir in Stonehaven.“ Susan nickte höflich und versuchte den Schauer des Ekels, den die piepsige Stimme der Frau ihr über ihren Rücken jagte, zu verscheuchen. Das ganze Auftreten der Frau, die den gesamten Türrahmen ausfüllte, wollte nicht zusammenpassen. Die Stimme zu hoch, die blonden Haare zu einem Turm auftoupiert, die Figur nicht für eine Uniform gemacht. „Und das mit Ihrem Großvater tut mir unendlich leid. Er war ein toller Mann.“

Die Schaffnerin nickte noch einmal, verzog das Gesicht zu einem bedauernden, traurigen Lächeln, zog die Tür wieder zu und mit einem letzten Blick auf

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Seitenaufrufe: 57 mal Aufgerufen Am 9. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Liebe, Liebesroman, Roman, Schottland, Whisky
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