Stronbart Har 1: Flucht aus Combar

Stronbart Har 1: Flucht aus Combar
Preis: 13,90 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: www.wilkomueller.de
Erscheinungsjahr: 2012
Erhältlich: Als gedrucktes Buch
ISBN: 9783943450088
Der bis in den entlegensten Winkel Horam Schlans bekannte und berüchtigte Abenteurer Brad Vanquis kann durch die Hilfe mysteriöser Retter noch einmal dem Scharfrichter in Combar entgehen. Als Gegenleistung dafür wird jedoch von ihm verlangt, diese in den Stronbart Har zu führen, den Fluchwald, den er schon einmal durchquert und als bisher einziger Mensch auf der Welt wieder lebend verlassen hat. Brads neue Gefährten sind ein Barbarenhäuptling, eine geheimnisvolle Kriegerin und ein Schwarzer Magier. Doch auch sein Verfolger ist ein rachsüchtiger Zauberer, der ohne Skrupel seine finsteren Ziele verfolgt. Was Brad nicht ahnt: Die Zeit für ihre Reise wird knapp, denn vom rechtzeitigen Erreichen ihres Zieles im Stronbart Har hängt das Fortbestehen zweier Welten ab.
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Feuer und Glut

Das alte Gemäuer des Klosters lag im Nebel, als der Reiter sich ihm aus den feuchten Niederungen des dichten Waldes näherte. Es hatte den ganzen Vormittag über stetig und unangenehm kühl genieselt. Nun, zur Mittagszeit, troffen die Laubbäume vor Nässe. Der Reiter auf dem müden, schwarzen Pferd war froh, aus ihrem Schatten zu entkommen. Er zügelte den Gaul und sah sich um.

Keine Menschenseele weit und breit auf den Feldern rund um die altehrwürdigen Mauern. Bei diesem Wetter zogen es die Pächter und Kleinbauern vor, innerhalb ihrer Höfe eine trockene Beschäftigung zu finden. Der Reiter musterte die Gegend mit zusammengekniffenen Augen. Wie silberne Perlen rieselten Tropfen aus seinem wassersträhnigen Bart. Das hagere, von den Jahren unterwegs zerfurchte Gesicht zeigte keinerlei Regung. Die Anlage der Felder, die Position der Höfe und Hütten, und schließlich die Form der Mauern oben auf dem Hügel sagten ihm viel. Fast schon unbewusst analysierten seine Sinne die Situation, um daraus Schlüsse zu ziehen, die er später vielleicht einmal gebrauchen würde.

Der dünne Nebel behinderte ihn nicht. Der Reiter besaß Möglichkeiten, um auch die tiefste Nacht seinen Blicken durchsichtig zu machen. Er verzog den schmallippigen Mund zu einem humorlosen Lächeln. Genau das war es, was er bei diesem Wetter von den heuchlerischen Mönchen erwartete: Ein magisch erzeugtes Mikroklima über dem Kloster.

Aber er war nicht hier, um mit den Brüdern vom Orden des Heiligen Kriegers Arjuna die Bedeutung angewandter Magie für ihre Religion zu diskutieren. Im Gegenteil – er würde sich hüten, ihnen in einem so sensiblen Punkt zu nahe zu treten, denn er war selbst ein Magier.

Einer der mächtigsten Magier auf dieser Welt, wahrscheinlich der letzte der großen Schwarzen Magier überhaupt. Er hatte lange nichts mehr von seinen Gefährten gehört, und er fürchtete, dass sie nicht mehr lebten. Um so vorsichtiger musste er sein, wollte er die ihnen vor langer Zeit aufgetragene Mission noch erfüllen.

Der Mann auf dem Pferd spornte das Tier mit einem Tritt seiner Stiefel wieder an. Der Gaul schnaubte und begann den holprigen Pfad zum Kloster hinauf zu laufen. Sein Reiter spürte die Blicke der Menschen aus den Höfen, an denen er vorüberkam. Es gehörten keine besonderen Fähigkeiten dazu, ihre neugierigen Gedanken zu kennen. Ein Reiter, der bei diesem Wetter aus dem Wald kam – das war es fast wert, sogar die Türen zu öffnen. Aber nur fast. Denn der Reiter war nur zu gut als das erkenntlich, was er war. Seine schwarze Kleidung, der lange Mantel und der spitze Hut wiesen ihn als Zauberer aus.

Er hatte sich nicht die Mühe gemacht, den Regen abzuwehren, obwohl es in seiner Macht gestanden hätte. Aber er hielt nichts von einem unbedachten Einsatz seiner Kräfte zum persönlichen Nutzen, wenn es nicht unbedingt nötig war. Außerdem sparte es Energie. Nun war er beinahe froh darüber, täuschte es doch die Leute in den Hütten über seine wahren Möglichkeiten.

Er hatte nichts gegen die hier lebenden Menschen. Aber es war zu seiner Überlebensstrategie geworden, in jeder Situation so viele Vorteile wie möglich für sich zu schaffen. Er merkte es manchmal gar nicht mehr, wenn er etwas verschwieg oder nicht ganz die Wahrheit sagte, da er sich etwas davon versprach, andere im Dunkeln zu lassen. Und außerdem – auf dieser Welt waren Magier immer weniger gern gesehen. Es gab keinen Grund, seine Stellung jedem auf die Nase zu binden.

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Seitenaufrufe: 37 mal Aufgerufen Am 10. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Dämonen, Drachen, Magie, Parallelwelt, Zauberer
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