Stein des Unheils

Stein des Unheils
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783743823860
Josh Wate starrt den seltsamen Stein in seiner Hand an. Er ist schillernd, groß und leicht. Josh Wate weiß genau: Wo immer sich der Stein befindet, richtet er nichts als Unheil an. Er will ihn einfach nur noch loswerden, also schmeißt er ihn ins Meer. Tracy freut sich schon so darauf, dass sie endlich ihren Vater besuchen darf, doch auf dem Weg zu ihm haben sie und ihre Mutter einen fatalen Autounfall. Flint kommt völlig verwirrt auf einem Schlauchboot zu sich. Neben ihm sitzen ein Mädchen und ein Junge. Das Mädchen kennt er von seiner Schule, den Jungen gar nicht. Es gibt einen lauten Knall. Etwas stürzt auf sie zu. Amanda kann gerade noch rechtzeitig reagieren, kann nicht fassen, was da gerade geschehen ist: Ein Auto hat ihr Schlauchboot versenkt. Jay B. Kahn eilt zur Rettung der Verunglückten, als er ein seltsames Glitzern im Wasser sieht. Es scheint von einem Stein zu kommen. Er nimmt den Stein an sich und das Unheil nimmt seinen Lauf.
Jetzt das Buch bei Apple iTunes kaufen.
Jetzt das Buch bei Weltbild.de kaufen.
Jetzt das Buch bei ebook.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Prolog
Josh Wate kletterte über die Leitplanke der sich schlängelnden Küstenstraße. Er ging fast bis an den Rand der Klippe. Er war aber dennoch nicht nahe genug, um die Küste zu sehen. Er sah nur das tiefe Wasser. Sein Ziel.
Er starrte das Ding in seiner Hand an. Überraschend leicht war es – war doch eigentlich nur ein verdammter Stein – und doch hatte dieses Ding ihm alles genommen, hatte alles zerstört. Wenigstens konnte er das Erlebte in seinem neuen Job gut gebrauchen. Als Psychotherapeut würde er zukünftig sicherlich Geschichten hören, die ebenso entsetzlich waren, wie seine eigene. Allein. Ganz allein war er nun.
Wegen diesem … Stein.
Hätte er ihn doch damals nie aus diesem verdammten Krater geholt.
Hoffentlich würde der Stein tief sinken und auf dem Grund bleiben. Nie wieder aufgehoben werden. Dieses verdammte schillernde, kalte Ding da in seiner Hand durfte einfach nie wieder das Tageslicht erblicken.
Josh Wate war sich sofort der Gefahr bewusst gewesen, hatte nicht blindlings versucht es etwa mit dem Hammer zu zertrümmern oder im Boden zu vergraben. Gott bewahre, was dann passiert wäre. Regen und Wasser mag dieses Ding hingegen nicht, hatte er irgendwann festgestellt. Zumindest war an dem Tag, als das Ding einmal feucht geworden war, ihm und seinem Umfeld nichts passiert.
Doch heute stand die Sonne hoch am Himmel. Glühend heiß war es, auch der Stein glühte. Seine verdammte Kraft musste endgültig gelöscht werden. Es musste einfach funktionieren. Es war seine letzte kleine Hoffnung.
Mit einem erlösenden Schrei stieß er den Stein die Klippen hinab.
Das Ding flog, zischte wie ein Komet durch die Luft, zischte beim Eintritt ins Wasser.
Er schloss die Augen.
Nichts geschah.
Er hatte weit geworfen. Anscheinend hatte es tatsächlich funktioniert.
Ein triumphales Lachen ausstoßend, wandte er sich von der Klippe ab. Begann zu rennen. Knapp hinter der Leitplanke entlang.
Noch immer freute er sich und dachte, alles hätte ein Ende. Doch dann hörte er von hinten ganz leise einen lauten Motor, dann einen Knall, der offenbar sehr laut sein musste, denn er hatte sich schon ein ganzes Stück von der Abwurfstelle entfernt.
Er fluchte, hörte auf zu rennen, drehte sich um und ging langsam, böses ahnend zurück zu der Stelle, an der er das Ding über die Klippe geworfen hatte.

Teil 1: „Wasser, Stein und Schatten“
Glitzer, Glanz, Gefunkel.
Spinnen, Asseln, Ratten,
kalt und glatt und dunkel,
Wasser, Stein und Schatten.

„Wasserfahrt“
Das Boot landet nicht,
der Wagen fährt nicht,
das Wasser fließt nicht,
das Glitzern funkelt nicht.

Die Steine bewegten sich,
die Menschen schrien nur,
das Glitzern lichtete sich,
das Wasser fuhr.

„Ich fasse es immer noch nicht, was ich da mache“, kam es vom Fahrersitz.
Das ging jetzt schon die ganze Fahrt so, aber das war Tracy egal. Auch sie selbst konnte es immer noch nicht fassen: Ihr war es tatsächlich gelungen, ihre Mutter dazu zu überreden, mit ihr an die Küste zu fahren. Zu ihrem Vater. Nach all den Jahren würde sie ihn nun endlich wiedersehen. Normalerweise war sie eine Niete darin, jemanden zu überzeugen, doch der in ihr aufgekommene Trotz hatte anscheinend gewirkt: Sie hatte gesagt, dass sie zur Not sich eben einfach das Auto schnappen und selbst fahren würde. Immerhin hatte sie auch seit kurzem ihren Führerschein.
Das hatte ihrer Mutter anscheinend solche Angst gemacht, dass sie nachgegeben hatte.
Vermutlich würde sie wegen Mutters Ängsten auch nie ein eigenes Auto bekommen.
Nun, da Tracy sich schon eine Weile das Genörgel ihrer Mutter anhören musste, stellte sie ihr die Frage, die sie ihr schon so lange stellen wollte, sich aber nie getraut hatte:
„Was hat Vater dir eigentlich getan, dass du ihn so hasst?“
Zunächst schwieg ihre Mutter, was schon an sich bemerkenswert war und dann, urplötzlich schrie sie, rastete völlig aus.
„Warum? Warum fragst du mich das? Kannst du es nicht mal gut sein lassen? Schlimm genug, dass du mich dazu gebracht hast, zu ihm zu fahren! Der benutzt dich doch nur Tracy. Für ihn zählt nur er selbst und seine Arbeit. Er benutzt alle immer nur, das siehst du nur nicht!“
Entsetzt starrte Tracy ihre Mutter an: Eine Hand hatte das Lenkrad verlassen, die andere gestikulierte wild durch die Gegend. Das Auto beschleunigte bedrohlich und das, obwohl die Straße immer kurvenreicher zu werden schien.
„Was meinst du damit?“, fragte Tracy, ganz leise. Doch ihre Mutter hörte sie. Hörte doch immer alles.
„Das willst du wirklich wissen? Ernsthaft? Bist du dir da ganz sicher?“, stieß ihre Mutter aus und wurde dabei immer lauter.
Tracy erkannte ihre Mutter gar nicht wieder, wich von ihr weg, wand ihren Blick ab, drängte sich zum Fenster und starrte nach draußen.
„Nein, schon gut“, wisperte sie.
Daraufhin wurde ihre Mutter still. So still. Der Wagen beschleunigte noch mehr.
„Fahr langsamer! Bitte!“, schrie Tracy.
Keine Reaktion.
Die Straße machte eine weitere Kurve.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 5 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Katastrophe, poetisch, spannend, Stein, Unfall, Unheil
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.