Steh ich halt auf Jungs: homoerotische Geschichten

Steh ich halt auf Jungs: homoerotische Geschichten
Preis: 2,99 €
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Genres: Erotik, Humor
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Andi ist erleichtert, endlich das Abitur abgelegt zu haben. Die Schule hat nur noch genervt. Ab jetzt will er seine Freiheit genießen. Auf der letzten Feier seiner alten Klasse muss ihm aber ausgerechnet Sascha über den Weg laufen, den er zunächst für ein Mädchen hält. Das Leben wird jetzt doch nicht leichter, sondern viel komplizierter. Dann wäre da noch eine Wette, die es in sich hat und ganz anders entwickelt, als eigentlich gedacht. Ein Urlaubstrip hält für zwei Freunde einige Überraschungen bereit. Und schließlich zwei Jungs beim Indianerspiel. Vier einzelne Geschichten, spritzig, witzig und manchmal nicht ganz jugendfrei.
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Leseprobe

Der Theatersaal war feudal ausgestattet. Überall barocke Verzierungen mit viel Gold, Malereien an den Wänden und der Decke – erhellt von riesigen Kristallleuchtern.

Sascha hatte offenbar seine Beziehungen spielen lassen, denn Andi führte Joni zu einer kleinen separaten Loge, direkt neben der Bühne. Von hier aus konnte man auch in den Orchestergraben sehen, in welchem einige Musiker gerade noch ihre Instrumente stimmten.

Joni war beeindruckt von der Pracht. Er kam sich vor, wie in der Prunkhalle eines Schlossmuseums. Ehrfürchtig setzte er sich auf den ebenso museal wirkenden Stuhl, der sich zu seiner Bewunderung als äußerst bequem entpuppte.

Langsam füllten sich auch die Ränge mit gut gekleideten Menschen. Einige Zeit später ertönte ein Gong, das Geschwätz verstummte, das Licht erlosch und der riesige, schwere Vorhang auf der Bühne öffnete sich schnurrend.

Scheinwerfer erhellten die Kulissen, die nun zum Vorschein kamen. Joni beobachtete den Dirigenten im Orchestergraben, der zunächst wie festgefroren wirkte, bevor er ganz plötzlich  mit zackigen Bewegungen das Orchester zum Spielen brachte. Er erinnerte sich, wie er als kleiner Junge auch gerne zu Musik dirigiert hatte, angespornt durch den Beifall der Erwachsenen, die dies lustig fanden.

Obwohl Joni in einem eher konservativen Elternhaus aufgewachsen war, zählte er Theaterbesuche nicht zu seinen prägendsten Erfahrungen. Er erinnerte sich an Kindervorstellungen und einige wenige Besuche während der Schulzeit. Aber klassische Konzerte oder gar Ballett waren nicht darunter gewesen – er hätte sich auch kaum etwas Langweiligeres vorstellen können.

Umso erstaunter war er nun doch, wie sehr ihn die Atmosphäre gefangen nahm. So musste ihn Andi dreimal anstupsen, um ihn zu fragen, ob er auch ein Glas Sekt wünsche. Gedankenversunken bejahte Joni und kurz darauf stand auf dem kleinen Seitentisch ein Sektkelch. Joni ergriff ihn und begann, daran zu nippen.

Auf der Bühne hatten inzwischen einige Tänzerinnen mit ihrer Darbietung begonnen. Was genau dort vom Orchester gespielt und den Ballerinen getanzt wurde, wusste Joni nicht. Er hatte das kleine Prospekt, was Andi ihm vor der Vorstellung in die Hand gedrückt hatte, nicht gelesen und wollte jetzt nicht danach suchen.

Jedenfalls handelte es sich um etwas Klassisches und nichts Neumodernes, wie man auch an der Bekleidung der Tänzerinnen sehen konnte. Joni gefiel der Anblick – sogar sehr. Die Mädchen wirkten zierlich und anmutig, wie sie ihre zarten Hälschen reckten und eifrig über die Bühne huschten. Das kleine Röckchen, welches mehr als Zierde diente, wackelte bei den Bewegungen. Joni schaute auf die kleinen, festen Brüste, die sich unter den eng anliegenden Oberteilen abzeichneten. Sie waren sehr nach seinem Geschmack.

*So ein Balletthäschen würde ich heute Abend gerne vernaschen.*

Nach einer Weile wurde die eben noch heitere Musik schwer und feierlich und die Tänzerinnen bildeten auf der Bühne eine Art Spalier. Nun passierte in der Handlung des Ballettes also offenbar etwas sehr wichtiges, war Joni klar. Mit erhabenen Schritten betrat ein Mann die Bühne, er war aber mehr noch ein Junge. Das gesamte Publikum schien den Atem anzuhalten – die Spannung war fast unheimlich.

„Das ist Sascha“, flüsterte Andi aufgeregt.

„Hübsch“, entfuhr es Joni, der sich selbst wunderte, dieses Wort gesagt zu haben, aber sicher war, dass Andi es nicht gehört hatte.

Sascha hatte kinnlanges, hellblondes Haar. Seine Gesichtszüge waren fein und wirkten etwas jungenhaft, auch feminin. Die Wangen waren rot, was ihm einen entschlossenen, temperamentvollen Anblick gab. Und in der Tat war sein Auftritt imposant. Es war, als würde sein Strahlen sofort einen Schatten auf all die anderen werfen, die auf der Bühne standen.

Er trug einen Ballettanzug, dessen Oberteil majestätisch purpurn und die Hose weiß war. Mit langsamen Bewegungen entledigte er sich eines langen, goldenen Umhanges, den ihm ein anderer Tänzer abnahm.

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Seitenaufrufe: 852 mal Aufgerufen Am 9. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Erotik, frech, Humor, jung, schwul, Sex
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