Spiegel mit kalten Augen

Spiegel mit kalten Augen
Preis: 6,52 €
Autor:
Genre: Belletristik
Webseite: www.Fecht-Hut.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781514860564
Ein Spiegel ist doch nur eine reflektierende Fläche, oder? 6 Geschichten um Spiegel, die so gar nicht ins Badezimmer passen: Denn ist der Eine zu lebendig, so ist der Nächste zu ichbezogen und der Andere zeigt seinen Besitzer nicht, doch alle haben sie eines gemeinsam, ein Eigenleben...
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Leseprobe

„Das Wohnzimmer und der Flur sind leer, soll ich noch weitermachen?“

Verwirrt fuhr ich hoch, vor mir das Puzzle mit 1000 Splittern und einem Goldenen Rahmen und hinter mir der ruhige Martin.

„Wieviel Uhr haben wir denn?“

„Es geht auf 1 Uhr zu.“

„Himmel so spät? Natürlich können Sie gehen, sie müssen ja auch mal was essen!“

„Das sollten Sie aber auch.“

Traurig betrachtete er mein Puzzle, drehte sich leise um blieb aber nochmal stehen.

„Ich bring ihnen was mit.“

Damit war er verschwunden.

Mit ihm schwand auch die Ruhe aus dem Haus und es war mir als würde mich jemand rufen

Meine Hände fügten die Teile schneller zusammen als jedes Puzzle, das ich je gemacht hatte und das leise Klirren half mir die richtigen Teile zu finden.

Der Spiegel schien mir zu helfen, ja der freute sich geradezu wieder zusammengefügt zu werden.

„Bald bin ich da.“ schien er zu flüstern.

„das tut gut!“ schien sie zu flüstern und ich hielt inne.

Schüttelte den Kopf, das war doch eine Frauenstimme.

„Hör nicht auf Liebes es tut so gut wieder eins zu werden!“ klingelte mir eine helle leise Stimme entgegen.

Die Stimme war so schön und klar, dass ich mich sogar vor Eifer in den Finger schnitt aber das merkte ich nichtmal, auch nicht wie ein Blutstropfen in einem Riss verschwand.

„Oh pass auf, Du hast dich verletzt, mach ein Tuch darum sonst verschmierst du mich!“ flüsterte es mir wohlig entgegen.

11

Ja genau das kleine Papiertaschentuch musste genügen und weiter ging es mit der Hatz nach dem nächsten Teil. Wieder ein Splitter der direkt am goldenen opulenten Rahmen anschloss.

Der Rahmen war erstaunlich leicht aber wuchtig verziert, vielleicht schätzte man sein Gewicht deswegen so verkehrt ein weil sein Motiv mit der großen Schlange so schwer wirkte?

Es war egal, wenn sie nur lächelte, denn das tat sie die Stimme, deren Gesicht ich jetzt beim Zusammenbau deutlich sehen konnte und sie lächelte aufmunternd.

Sie zeigte mir welches Teil ich als nächstes nehmen sollte und klatschte begeistert in die Hände wenn es dann passte.

Schließlich hob ich den Rahmen an und stellte den Spiegel an die einzige senkrechte Wand im Dachstuhl, dass es aussah als wäre er ein echtes Fenster in die Welt.

Als das Werk vollendet war bemerkte ich verwirrt das Lunchpaket neben mir, war Martin dagewesen?

„Ach Liebes, das hast du gut gemacht und bald werde ich frei sein. Ich kann dir garnicht sagen wie sehr ich auf dich gewartet habe!“ ihr französischer Akzent ließ ihre Worte wie eine Melodie erklingen.

Und ich starrte sie etwas belämmert an, wie sie in dem knappen 60er Jahrekleidchen dastand und mich anstrahlte.

„Auf mich gewartet? Ja kennst du mich denn?“

„Aber sicher kenne ich dich, ich hab mich schon so nach dir gesehnt!“

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 138 mal Aufgerufen Am 25. August 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasie, Kurzgeschichten, Mystery, Suspense
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