Sonnenwarm und Regensanft – Band 1 – Zwei Sonnen

Sonnenwarm und Regensanft – Band 1 – Zwei Sonnen
Preis: 1,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.agnes-m-holdborg.de
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
Nie hätte sich Anna träumen lassen, dass sich ihre märchenhaften Fantasien einmal bewahrheiten könnten, bis sie plötzlich Viktor kennen und lieben lernt. Er führt sie in eine Welt voller Mysterien und Abenteuer. Doch birgt diese andere Welt auch Gefahren, die über ihre Grenzen hinaus sogar Annas Familie bedrohen. Kann Anna dieser Herausforderung standhalten? Und hat ihre Liebe zu Viktor eine Zukunft? Band 1 der modernen Fantasygeschichte erzählt von Liebe und Leidenschaft, Rache und Selbsterkenntnis und von der tiefen Verbundenheit zweier verwandter Seelen.
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Sonnenwarm und Regensanft

Band 1 „Zwei Sonnen“

© Marlies Borghold alias Agnes M. Holdborg 2013

„Ja, ja, Jens, du mich auch, verdammt noch mal!“

„Mann, stell dich doch nicht immer so blöde an! Geh einfach zu ‚Fielmann‘ und lass dir ’ne Neue verpassen! Die kann ja nur besser aussehen als die, die du jetzt trägst!“

„Weißt du was? Du kannst mich echt mal kreuzweise!“

„Typisch, was Besseres fällt dir mal wieder nicht ein, was?“ Jens schüttelte missbilligend den Kopf, grinste dann aber schon wieder. „Mensch, Anna, wirklich, man wird doch wohl noch seine Meinung sagen dürfen!“

Sie schnaubte laut. „Pah, verzieh dich einfach! Warum bist du eigentlich immer noch hier?“

… Anna Nell hatte sich so auf ihren ersten Sommerferientag gefreut. Sie hatte lange geschlafen und nach dem späten Aufstehen, weil ihre beiden Geschwister und ihr Vater arbeiten gehen mussten, himmlische Ruhe und Einsamkeit erwartet. Ihre Mutter hatte außerdem an diesem Vormittag einen Arzttermin, der bis zum Mittag dauern könnte. Also sollte dieser erste Ferienvormittag eigentlich ganz und gar ihr gehören.

So war sie im ausgeleierten XXL-Shirt, mit ausgetretenen Filzpuschen, verschlafenem Gähnen und völlig verstrubbelten, blonden langen Haaren gemütlich in die Küche geschlurft, um sich erst einmal Kaffee zu kochen. Und wer saß da? Ihr drei Jahre älterer Bruder, ausgerechnet dieser Meckerblödmann!

Sie hatte im ersten Moment ihre schief sitzende Brille auf der Nase zurechtgerückt, weil sie dachte, sie würde sich täuschen. Aber nein! Da saß er. Der ihr so verhasste Jens und prostete ihr provokant grinsend mit seiner Kaffeetasse zu.

Jetzt, wo sie drüber nachdachte, fiel ihr auch wieder ein, dass er neulich erwähnt hatte, er müsse an irgendeinem Tag erst kurz vor Mittag nach Düsseldorf zur Messe, um dort seinen Kollegen für die Spätschicht am Stand abzulösen. „Irgendein Tag“ war dann wohl offensichtlich der heutige Tag, ihr Tag! Mist, das hatte sie vergessen!

Nun saß er also am Küchentisch, schlürfte den Kaffee, den sie noch nicht hatte, und nervte sie wie so häufig mit unglaublich öden Besserwissereien und noch dazu üblen Beleidigungen.

Besonders wenn es um ihre Brille ging, konnte er in ihren Augen richtig fies werden. Da ließ er keine Gelegenheit aus, um ihr Gemeinheiten an den Kopf zu werfen. Ihm schien es offenbar richtig Spaß zu machen, sie deswegen zu ärgern.

Dabei war diese Brille sowieso Annas wunder Punkt, würde sie doch liebend gerne darauf verzichten. Doch das ging nun mal nicht und zudem vertrug sie keine Kontaktlinsen. Sie hatte sich demnach mit diesem Fremdkörper in ihrem Gesicht abzufinden, ob sie wollte oder nicht. Das fiel ihr allerdings unsagbar schwer, fand sie sich doch auch ohne das Ding schon nicht sonderlich hübsch.

Leider ließ sie sich immer wieder in einen Streit verwickeln. Jens hatte einfach etwas an sich, was sie reizte und aus der Reserve lockte – jedes Mal aufs Neue. …

„Ich hab noch massig Zeit.“ Und schon setzte er seine Schimpftirade weiter fort: „Weißt du was, Anna? Wenn du dir schon keine neue Brille anschaffen willst, dann benimm dich doch wenigstens mal gescheit! Es wundert mich nicht, dass dich die Jungen und Mädchen aus der Nachbarschaft meiden und für seltsam halten.“

Jens hatte sich jetzt so richtig in Rage geredet, unterließ es allerdings nicht, trotzdem sein höhnisches Grinsen beizubehalten.

„So, wie du rumläufst und dich verhältst, wirst du niemals Freunde in der Schule finden, klar! Rede mal mit den Leuten, anstatt deine Nase ständig in irgendwelche Bücher zu stecken. Und wo wir schon dabei sind: Wenn du über die Straße gehst oder mit dem Fahrrad unterwegs bist, könntest du unsere Bekannten wenigstens mal grüßen!“

„Was?“

„Ja, da siehst du`s mal! Du kriegst das alles gar nicht mit, so verpeilt, wie bist du bist und wie eine Schlafwandlerin daher läufst. Kessi von nebenan hat mir sogar erzählt, du hättest letztens am Straßenrand gestanden und Löcher in die Luft gestarrt, wärst aber gar nicht rüber gegangen. Kannst du mir mal sagen, wieso du so was tust?“

Er unterbrach sich nur kurz, um sich eine neue Tasse Kaffee einzugießen. „Gott, Anna, du benimmst dich wirklich peinlich. Es reicht doch wohl, dass du niemanden grüßt, wenn du auf dem Fahrrad sitzt. Aber das ist ja jetzt wohl echt das Letzte. Musst du denn am helllichten Tag ständig und überall träumen? Kannst du nicht wenigstens so tun, als würdest du in diese Welt gehören? Und besorg dir endlich eine Brille, die ein bisschen in unsere Zeit passt.“

„Womit wir wieder beim Thema wären.“

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Seitenaufrufe: 28 mal Aufgerufen Am 12. August 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Drama, Elfensaga, Fantasy, Leidenschaft, Liebe, Romantasy, Romantik, Träume
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