Sommerende

Sommerende
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Krimi & Thriller
Webseite: www.anderfeldt.de
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739391502
Ein heißer Sommer auf dem Land, so endlos und langweilig, wie nur die großen Ferien in der Kindheit sein können. Da verschwindet ein Mädchen. Wurde es entführt? Der 11-jährige Jakob findet heraus, was geschehen ist. Und weiß sofort: Er kann auf keinen Fall zur Polizei gehen. Aber wenn er nichts unternimmt, wird das Mädchen sterben. Diese Nacht wird nicht nur über sein Schicksal entscheiden. Mystery-Thriller.
Leseprobe online lesen
Leseprobe herunterladen
Jetzt das Buch bei Apple iTunes kaufen.
Jetzt das Buch bei Weltbild.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Thalia.de kaufen.
Jetzt das Buch bei ebook.de kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon kaufen.
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Es war plötzlich still geworden. Oder war es schon eine ganze Weile ruhig gewesen, er hatte es nur nicht bemerkt?
»Bruno?« Er spürte einen kalten Luftzug im Nacken und sah nach oben. Die Wipfel der hohen Kiefern wiegten sich im Wind wie immer. Warum kam ihm das auf einmal bedrohlich vor?
Wahrscheinlich, weil der Himmel von einem dunklen Grau war. Schon lange war die Sonne aus dem Wald verschwunden, die hellen Flecken, die sie mit ihren Strahlen zauberte, waren vom nadelbedeckten Boden nach oben gewandert, immer höher über die Stämme, bis schließlich nur noch die Spitzen der höchsten Bäume golden leuchteten.
»Bruno?« Wo war er nur? »Bruno, komm, wir müssen jetzt echt gehen.«
Ein Specht hämmerte in der Ferne.
»Meine Eltern werden sonst sauer. Und deine Mama.« Paul sah sich um. Wo war sein Freund nur hin? Gerade war er doch noch hier gewesen. Sie hatten an einem großen Ameisenhaufen gespielt, den Ameisen Brotstückchen hingeworfen und sie dabei beobachtet, wie sie die Beute in ihren Bau schleppten. Sie hatten ihnen Zweige in den Weg gelegt, versucht, ihre Pfade mit Ästen und Spucke umzulenken, am Ende natürlich auch ein Loch in den Bau gestoßen, um zu sehen, wie die kleinen Tiere aufgeregt umherliefen. Natürlich nur ein kleines Loch, ihr Lehrer hatte ihnen eingeschärft, dass man einen Waldameisenbau nicht zerstören durfte, weil er ein Wunder der Natur war, gerade so wie sie.
Moment, war nicht irgendwas mit Wasser gewesen? Ja, das war es. Bruno hatte gesagt, er hätte hier irgendwo Wasser gesehen, einen Teich oder so und war losgelaufen, um Wasser zu holen. Paul hatte nicht richtig zugehört, es interessierte ihn viel mehr, wie die Ameisen eine Raupe, die er auf den Bau gelegt hatte, überwältigten. Eine schreckliche Tragödie, die in ihrer Dramatik keinen Deut hinter einem Kampf zwischen Löwen und Zebras in der Savanne Afrikas zurückstand.
Wann hatte Bruno zum Wasser gehen wollen? Er müsste längst zurück sein, oder? Oder war er gerade erst losgelaufen?
»Bruuuuuno!«, rief er laut, doch der Wald schien seine Stimme zu verschlucken, sie gierig aufzusaugen und er wagte es nicht, sie nochmals zu erheben. Er räusperte sich, als hätte er vor der Klasse einen peinlichen Fehler gemacht.
Er sah in die Richtung, in der er das Wasser vermutete. Bruno hatte gemeint, er hätte etwas zwischen den Bäumen glitzern sehen.
Also, überlegte er, musste die Sonne noch hoch am Himmel gestanden haben, oder? Es konnte natürlich auch sein, dass Bruno sich darauf bezog, was er gesehen hatte, als sie angekommen waren. Das wäre sehr gut möglich. Sogar wahrscheinlich.
Er ging ein paar Schritte in Richtung See. Inzwischen war er ziemlich sicher, wo das war. Obwohl der Waldboden bereits im tiefen Schatten lag, war noch genug Licht im Wald, um zu erkennen, dass da etwas zwischen den Stämmen war. Etwas Dunkles, dunkler noch als der schwärzeste Nachthimmel. Das musste eine Wasseroberfläche sein.
Eine Biene summte vorbei, flog Slalom um die Baumstämme, dann nach oben, wo die letzten goldenen Strahlen der untergehenden Sonne den Abendhimmel zum Glühen brachten.
Die Warnung kam ihm in den Sinn, nicht zu spät nach Hause zu kommen. Kinder, die nach Einbruch der Dunkelheit noch unterwegs waren, holte der Giger.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 22 mal Aufgerufen Am 26. November 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Entführung, Fantastisch, Franken, Kindheit, Mystery, Sommer, spannend, Thriller
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.