Shari feiert Weihnachten

Shari feiert Weihnachten
Preis: 4,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Kinder & Jugend
Webseite: http://thomas-l-hunter.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781519040336
Kurzgeschichten mit, um und über eine kleine Fee. Sie hat in der Menschenwelt etwas über das Fest erfahren und versucht nun unbedingt ihre Familie und Freunde dazu zu bewegen, mit ihr dieses Fest zu begehen. Für große und kleine Freunde der Fantasie - und nicht nur für sie. Zum Lesen und Vorlesen unter dem Weihnachtsbaum! Thomas L. Hunter
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Leseprobe

Sharis erste Weihnacht

Es war Hochsommer, als Shari Dana zum ersten Mal auf die Sitten und Gebräuche der Menschen ansprach. Beide hatten, durch ihre Recherchen in den diversen verschiedenen Bibliotheken, die eine oder andere Unart der Menschen aufgeschnappt. Darunter waren natürlich auch Feste, die die kleine Fee nicht verstand.

Sofort war sie fasziniert: vor allem Ostern, Nikolaus und Weihnachten hatten es ihr angetan. An diesen Tagen glaubten die Menschen, dass tatsächlich magische Wesen kamen, um sie zu beglücken.

»Dana, was sind das eigentlich – Feiertage?«

Dana zuckte nur bedauernd mit den Schultern.

»Ich vermute – Feste, die sich die Menschen ausgedacht haben, um mal wieder zusammen zu sein.«

Dana hoffte, dass es damit abgetan war. Sie hatte sich geirrt. Shari begann nun bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre Umwelt mit Fragen zu löchern. Shari glaubte nämlich, dass diese Wesen wie Osterhase, Nikolaus und Weihnachtsmann tatsächlich existierten.

»Man muss diese Feste nur feiern, dann kommen sie auch!«, argumentierte sie immer wieder.

Selbst als Rudi, der Drache, ihr sagte, dass es diese Wesen nicht gäbe, ließ sich die kleine Fee nicht beirren.

»Überlegt doch mal. Der Weihnachtsmann beschäftigt Zwerge, Feen und Elfen. Woher wissen die Menschen davon, wenn sie uns nicht einmal sehen können. Ich und vor allem du, Rudi, …“«, Shari wandte sich nun direkt an den Drachen, »Wir selbst sind magische Geschöpfe. Uns dürfte es dann, nach menschlichem Verständnis, auch nicht geben!«

Triumphierend sah sie in die Runde. Das war ein Argument, das ihre Freunde schwerlich widerlegen konnten.

Da keiner Sharis Anliegen ernst nahm, begannen ihre Freunde die Fragen der kleinen Fee zu ignorieren.

Es wurde Herbst und dann kam der Winter. Die kleine Fee hatte natürlich nicht aufgehört ihre Freunde von ihrer Theorie zu überzeugen und gebettelt, man möge doch ein Fest für sie veranstalten. Sie hatte sich mittlerweile auf Weihnachten fixiert. Dies war für sie das schönste Fest: mit einem geschmückten Baum, Schnee und Geschenken.

In jeder Bibliothek, in die Dana sie mitnahm, versuchte sie, mehr darüber herauszufinden. Sie trieb es so weit, dass sie sich am ersten Dezember einen eigenen kleinen Kalender erschuf, um die Tage bis zum Heiligen Abend abzustreichen.

Dana hatte das alles voller Unbehagen verfolgt. Nun betrachtete sie das Bild, das sich ihr bot, als Shari den ersten Tag von ihrem Kalender abstrich. Da entschloss sie sich, für ihre kleine Freundin ein Weihnachtsfest zu veranstalten.

»Nur wie?«, fragte sie sich nachdenklich. »Shari darf dann in der nächsten Zeit nicht in meinen Kopf, sonst erfährt sie von meinem Plan.«

Ihr war bewusst, dass Shari ihre Gedanken lesen konnte, solange Shari nicht anderweitig beschäftigt war.

Sie musste das mit ihrer Familie besprechen. Da Shari mit dem Kalender beschäftigt war, nutzte sie die Situation aus.

Sie fand Tala, ihre Mutter, in der Küche und unterrichtete sie von ihrem Plan, für die kleine Fee ein Weihnachtsfest zu veranstalten.

»Aber Shari erwartet doch, dass der Weihnachtsmann kommt!«, merkte Tala an.

Dana grinste.

»Wird er auch. Ses wird ihn spielen. Ich kann ihn zwar nicht verwandeln, aber er kann sich verkleiden. So machen es die Menschen auch, und es tut der Sache anscheinend keinen Abbruch.«

Dana sah ihre Mutter nachdenklich an.

»Nur, vieles musst du machen. Gäste einladen, backen und solche Sachen. Ich muss aufpassen, dass Shari nichts erfährt. Vielleicht hilft dir Gomek mit den Vorbereitungen.«

Gesagt, getan. Gomek war Feuer und Flamme. Er hatte zwar immer wieder kleine Fehden mit Shari, was aber seiner Zuneigung zu ihr keinen Abbruch tat.

Die Tage schritten voran und der Weihnachtstag kam immer näher. Kurz vor dem Fest manipulierte Dana Sharis Weihnachtskalender, so dass die Fee einen Tag mehr hatte. So kam es, dass Shari am vierundzwanzigsten Dezember erst den dreiundzwanzigsten Tag abstrich.

Nun sollte Danas Plan in die Tat umgesetzt werden. Gomek holte Shari ab, um mit ihr in ihrem Lieblingskaufladen Süßigkeiten zu besorgen. Danach sollte er sie noch zu ihren Feenfreunden begleiten. Diese lebten in der benachbarten Waldhöhle. Dort sollte sie beschäftigt werden, damit die kleine Fee nicht aus Versehen in die Vorbereitungen hinein platzen konnte.

In der Zwischenzeit …

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Seitenaufrufe: 164 mal Aufgerufen Am 8. November 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Drachen, Feen, Freundschaft, Magie, Märchen, Riesen, Weihnachten, Zauber, Zwerge
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