Sentry – Die Jack Schilt Saga

Sentry – Die Jack Schilt Saga
Preis: 0,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Science-Fiction
Webseite: www.jackschilt.de
Erscheinungsjahr: 2013
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783847651994
Ist das Programm Mensch zum Scheitern verurteilt? Wiederholt der Mensch alle Fehler immer wieder, ist er unfähig, aus seiner Vergangenheit zu lernen? Ist sein Fortbestand nur in Symbiose mit höher entwickelten Lebensformen gesichert? Jack Schilt sieht sich mit diesen Fragen konfrontiert, wenn er im Jahre 622 nach Beginn der Zeitrechnung auf Gondwana feststellt, seinen Körper mit einem Sentry, einer weit entwickelten Spezies, zu teilen. Doch wie und wann fand das fremdartige Wesen Zugang in ihn? Und weshalb macht es sich jetzt bemerkbar? Jack macht sich auf eine abenteuerliche Reise: seine wahre Herkunft herauszubekommen und seinen Bruder wieder zu finden. Doch wem kann er noch vertrauen, wer ist Freund, wer Feind? Die Jagd ist eröffnet, und Jack muss lernen, dass Überleben mehr bedeutet, als am Leben zu bleiben.
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Die alte Straße nach Kelvin, die die nächsten fünfzig Meilen dem Flusslauf folgte, verschlechterte sich zusehends, als wäre sie erst kürzlich für einen längeren Zeitraum überschwemmt gewesen. Wir waren jedoch froh, überhaupt so etwas wie einen einigermaßen begehbaren Pfad vor uns zu haben. Viele Stunden marschierten wir durch eintönige Buschlandschaft, als zu unserer Rechten und kurze Zeit später auch zur Linken gerodetes Weideland auftauchte. Es fehlten nur noch die obligatorischen Kühe und ich hätte geschworen, wieder daheim in Stoney Creek zu sein.

 „Wir nähern uns Kellswater“, sagte Avalea, als sie unsere verblüfften Mienen sah.

 „Kellswater?“ fragten Krister und ich wie aus einem Munde. Es gab also neben Hyperion und Kelvin noch weitere Siedlungen in Laurussia. Irgendwie hatte ich es immer gewusst!

 „Nur ein kleines Dorf, aber dort können wir übernachten, wenn wir wollen.“ Avalea warf einen prüfenden Blick auf die dunklen Wolken, die seit einigen Stunden westwärts ins Land zogen. „Es sieht nach Regen aus und der kann in dieser Jahreszeit heftig ausfallen.“

 „Wieso hast du uns verschwiegen, dass es noch andere Siedlungen außer Kelvin gibt“, verlangte ich zu wissen.

 Sie aber lachte nur. „Ich erinnere mich nicht, danach gefragt worden zu sein“, erwiderte sie knapp und marschierte weiter. Wir Männer sahen uns an. Krister schüttelte kritisch den Kopf. Auch ihm ging Avaleas Geheimniskrämerei ganz offensichtlich gegen den Strich.

 „Was gibt es denn noch Erwähnenswertes, das wir dich nicht fragen können, weil wir keine Ahnung davon haben?“ rief ich ihr hinterher, doch sollte ich darauf keine Antwort bekommen.

 Kellswater bestand, wie sich bald herausstellen sollte, nur aus ein paar Dutzend Holzhütten. Auf den ersten Siedler stießen wir allerdings schon weit bevor wir die Häuser erblickten. Genauer gesagt handelte es sich um eine Siedlerin. Ich erinnere mich heute noch in allen Einzelheiten an Lauras erstauntes Gesicht, als sie uns herankommen sah. Besucher sah Kellswater nicht unbedingt häufig. Das fremde Mädchen stand einfach nur da und starrte uns bewegungslos aus großen Augen an. Sie trug eine erdfarbene Bundhose aus Leinen, ähnlich der Avaleas. Das Übergewand, eine in hellerem Braunton gefärbte Miederweste gleichen Materials, machte keinen Hehl aus ihrer reizvoll weiblichen Figur. Ihr strohblondes Haar flatterte verspielt im Wind. Lag Angst auf ihrem wunderschönen Antlitz? Nein, es sah nicht so aus, es mochte wohl eher Neugierde sein. Neugierde gemischt mit einer Spur Argwohn.

 Als wir sie passierten, konnte ich nicht anders als stehen zu bleiben und sie anzulächeln. Wie schön sie war! Ihr markantes, für eine junge Frau auffallend kantiges Gesicht, hatte etwas Hartes an sich, das ihre großen runden Augen jedoch Lügen strafte. Sie musterte mich mit festem Blick und bewegte sich keinen Zentimeter von der Stelle. Ob sie meine Sprache verstand?

 „Wie ist dein Name?“ fragte ich sie. Wie sehr ich ihr goldenes Haar berühren wollte!

 Sie sah mich weiterhin unverwandt an Unmerklich rückte ihr Kinn eine Spur höher, als sie schließlich sagte: „Mein Name ist Laura. Wer seid ihr? Woher kommt ihr?“

 „Laura…“ flüsterte ich ihren Namen. Er klang in meinen Ohren nach wie eine süße Melodie. Erst jetzt registrierte ich verwundert, dass sie in der Tat meine Sprache sprach. „Meine Freunde und ich kommen aus dem Norden, aus Avenor.“

 „Avenor…?“ Sie überlegte einen Moment. „Nie gehört. Wo ist das?“

 „Avenor befindet sich ganz im Nordwesten Aotearoas“, erklärte ich ihr. „Aotearoa liegt jenseits des Skelettflusses, auf der anderen Seite Laurussias.“

 Sie erschrak. „Ihr kommt aus dem Tapu!“ Für einen Moment sah es aus, als wollte sie fortlaufen.

 „Geh nicht!“ bat ich sie. „Du musst keine Angst haben!“

 Laura hielt tatsächlich inne. Deutlich mehr Misstrauen schlich sich in ihre wachsamer gewordenen Züge. Sie hatte sehr wohl meine Absicht bemerkt, sie festhalten zu wollen.

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Seitenaufrufe: 52 mal Aufgerufen Am 19. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Fantasy, fremde Welten, Science Fiction, SF
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