Selbstjustiz oder Gerechtigkeit für die Opfer

Selbstjustiz oder Gerechtigkeit für die Opfer
Preis: 17,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.gfdo.eu
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781627843577
Sally von Raken ist eine finanziell unabhängige Frau Anfang Vierzig. Ständige Berichte über Kinderschänder in den Medien bewegen sie dazu eine geheime Organisation zu gründen, die GfdO - Gerechtigkeit für die Opfer. Sie schafft es, Mitglieder zu gewinnen, die ihre Auffassung teilen. Nun bringen sie Kinderschänder in ihre Gewalt. Töten … nein töten wird sie nicht, denn das wäre eine Erlösung und erlösen will sie nicht, sie will Gerechtigkeit für die Opfer! Durch einen Zufall stößt die GfdO auf eine Gruppe von Männern, die aus Heimen in Osteuropa Kinder holen um sie gegen eine Leihgebühr an Pädophile zu vermieten. Nun wird es gefährlich, denn jetzt haben sie es mit brutalen und skrupellosen Kinderhändlern zu tun, die über Leichen gehen um mit ihren perversen Geschäften viel Geld zu verdienen. Hauptkommissar Klaus Walldorf muss einsehen, dass korrupte Polizisten darin verwickelt sind. Als schließlich noch seine erwachsene Tochter entführt wird, zieht er seine Konsequenzen.
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Er liebte sie schon immer, diese kleinen Mädchen. Wenn er sie auszog und diese kleinen, weichen unberührten Körperchen sah. Nie hatte ihm eine erwachsene Frau diese unendliche Befriedigung geben können. Er konnte es kaum abwarten, bis es wieder so weit war. Lange hatte er sich beherrschen müssen. Jetzt war er wieder frei. Am liebsten hätten sie ihn im Gefängnis behalten, schließlich stufte der Psychologe ihn als ‚vermutlich unheilbar‘ ein. Konnten sie aber nicht, dank der deutschen Bürokratie. Das Landgericht verhängte damals keine Sicherheitsverwahrung. Wegen einer Gesetzeslücke war nun mal für Taten, die zwischen 1990 und 1995 in Ostdeutschland begangen wurden, eine nachträgliche Sicherheitsverwahrung nicht möglich. Der verspätete Antrag wurde vom Gericht abgelehnt und somit war Uwe Langer wieder frei, nach dreizehn Jahren. In der Zeit von 1990 bis 1993 hatte er sieben Mädchen im Alter zwischen vier und sechs Jahren gehabt. In den Medien wurde viel über seinen Fall berichtet und wie es möglich war, dass ein gefährlicher Kinderschänder wieder auf freien Fuß kommt und so weiter. Sie konnten schreiben was sie wollten, es würde nichts daran ändern. Er hatte seine Strafe abgesessen und war nun wieder frei. Selbst die Zicke von Staatsanwältin sagte in der Zeitung: „Rechtsfehler dürfen nicht nachträglich korrigiert werden. Es gibt bei diesem Mann ein hohes Rückfallrisiko, aber wir müssen praktisch warten,

bis er neue Taten begeht.“

Uwe Langer hatte von seiner Tante ein altes Haus geerbt, es lag etwas außerhalb von Bautzen. Allerdings stand das Gebäude schon seit vier Jahren leer, da seine Tante die letzte Zeit ihres Lebens in einem Seniorenheim verbrachte. Nun befand sich das Haus in einem erbärmlichen Zustand. Sehr groß war es nicht. Im Obergeschoss gab es zwei Zimmer, ebenerdig eine sehr altmodische kleine Küche, ein Wohnzimmer, eine Treppe, die in den Keller führte, und ein Badezimmer, welches man kaum so bezeichnen konnte. Er würde einiges an dem Haus zu renovieren haben, aber das störte Uwe nicht, er hatte ja Zeit. Wenn man nach dreizehn Jahren Gefängnis wieder in die Freiheit entlassen wird, ist das Leben normalerweise nicht so einfach. Diese Erbschaft war ein Glücksfall. Gute Tante Erika, sie war genau im passenden Moment verstorben. Sogar ein nicht unerheblicher Geldbetrag – der unter anderem auch für einen Wagen reichte – war mit dabei gewesen. Zurück nach Cottbus wollte er sowieso nicht. Wenn er seinen ehemaligen Opfern oder deren Familien begegnete, wäre das sicher nicht sehr angenehm. Nicht, dass ihn das störte, das keineswegs, aber wer weiß, wie diese Menschen auf ihn reagierten? Uwe wollte um keinen Preis auffallen. Freunde und Verwandte hatte er sowieso nicht. Hier in Bautzen konnte er ganz von vorne anfangen.

Keiner kannte ihn hier, keiner wusste, wer er war, und das war auch gut so. Natürlich hatten sie sein Foto häufig in der Zeitung gebracht, aber immer mit einem breiten schwarzen Balken über den Augen. Und er würde dieses Mal vorsichtiger sein. Noch einmal ließ er sich nicht erwischen. Alles musste ganz genau geplant werden. Klar, wenn ein Kind in dieser Gegend verschwand, würden sie bei ihren Ermittlungen schnell auf ihn stoßen. Der Trick war, seine Opfer ganz woanders zu suchen. Wozu besaß er ein neues Auto?  Das Haus lag etwas abgelegen …

Bewertung: 5.0 von 5 (2 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 133 mal Aufgerufen Am 16. August 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Gerechtigkeit, GfdO, Kinderschänder, Opfer, Organisation, Rechtsprechung, Selbstjustiz
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