Schwanennebel

Schwanennebel
Preis: 14,90 €
Autor:
Genres: Horror & Mystery, Krimi & Thriller
Webseite: www.birgitguertler.de
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783946762096
Gedanken lesen, Willensbeeinflussung - das kann es nicht geben, davon ist Mara überzeugt. Doch als sie in FBI Akten stöbert, kommt sie genau diesem Geheimnis und einem Mann auf die Spur, der ihr zunächst unheimlich ist, aber von Tag zu Tag ihre Gefühlswelt mehr und mehr durcheinanderbringt. Darf sie diesem Gefühl Raum geben? Miguel wird des Mordes beschuldigt und sie gefährdet ihre Freiheit, wenn sie nicht seine verschlüsselten Daten knackt und dem FBI übermittelt.
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„Morgen, wenn das Gift des Tequila aus deinem Hirn raus ist, sieht die Welt wieder anders aus.“ Mara lachte und strich ihr übers toupierte Haar, das sich wie ein Vogelnest anfühlte.

„Ach, das ist doch Quatsch. So viel hab ich gar nicht getrunken.“ Trotzig verschränkte sie die Arme.

Chloe wohnte in einem heruntergekommenen Hinterhaus. Hier wurde nie etwas erneuert. Der Putz blätterte ab, Türen und Fenster hingen schlapp in den Angeln. Ungern stieg Mara mit aus. Jetzt, wo sie sowieso total Schiss hatte, allein irgendwo herumzulaufen. Sie atmete tief durch und hielt ihre schwankende Kollegin am Arm. Es herrschte eine unheimliche Stille, in der ihre Schritte unwirklich in der Toreinfahrt widerhallten, die unter dem Vorderhaus entlangführte. Das Licht funktionierte natürlich auch nicht. Eine breite zweiflügelige Tür führte in den Hof. Mara glich das Schwanken ihrer Kollegin aus und trottete mit ihr durch die Dunkelheit. In einigen Fenstern flackerten die Lichter der Fernsehapparate.

Die Haustür war verzogen. Mara stemmte sich dagegen, um sie über den Boden zu schieben.

„Du bist ein Schatz“, lallte Chloe und schlang die Arme um Mara, ehe sie in ihrer Wohnung verschwand.

Mara seufzte. Sie hätte jetzt auch gern eine Begleitung bis nach Hause. Ihre Hand berührte bereits den Lichtschalter, als sie meinte, einen Schatten über den Hof huschen gesehen zu haben. Sie zuckte zurück. Wie versteinert verharrte sie und lauschte in die Dunkelheit. Nichts rührte sich. Kein Geräusch war zu hören. Hatte sie sich getäuscht? Mara schlich durch den Flur. Ihr Herz raste, dass es in den Ohren rauschte. Sicher gibt es dort draußen nichts weiter als die stinkenden Mülltonnen, machte sie sich Mut. Zögerlich reckte sie ihren Kopf aus der Tür und schaute nach rechts in den Hof.

Es ging so schnell, dass sie nicht im Stande war, auch nur einen Ton aus ihrer Kehle zu pressen. Jemand packte sie von links. Hart schlossen sich zwei Hände um ihre Arme und drückten sie zurück in den Hausflur. Mara wand sich, um sich zu befreien, doch der Angreifer schob sie unnachgiebig tiefer in den Flur. Panik lähmte ihre Gedanken, ihre Kraft. Ihr Rücken berührte bereits die Wand und kam an den Lichtschalter. Alle Lampen im Hausflur sprangen an. Mara erstarb geschockt in ihrer erwachten Gegenwehr, als sie sein Gesicht erkannte. Es war das Gleiche wie auf dem kleinen Foto, das sie bei Taylor in den Akten gesehen hatte. Der Typ von eben, nur ohne Bart, das konnte sie an der Kleidung erkennen.

Ungläubig blickte sie in seine schwarzen Augen. Etwas schien ihn abzulenken. Sein Griff lockerte sich ein wenig. Flink schlüpfte Mara unter seinem rechten Arm hindurch und machte einige Schritte in den hinteren Flur. Beunruhigt stellte sie fest, die falsche Richtung gewählt zu haben. Nun saß sie in der Falle. Hier gab es nur noch eine schäbige Kellertür, die dreckig und vollgekritzelt war.

Entschieden zog sie ihr Pfefferspray aus der Handtasche. Der Anhänger war noch nicht fertig, nutzlos lag er zuhause im Versteck. Es stand zwar in den Sternen, ob das Spray noch funktionierte, doch etwas anderes hatte sie nicht zur Verteidigung. Allen Zweifeln zum Trotz hielt sie es ihm entgegen.

„Ich warne dich, komm ja nicht näher“, hauchte Mara außer Atem. Ihr Puls raste so schnell, dass sie befürchtete, gleich ohnmächtig zu werden.

Er schien nicht sonderlich beeindruckt. Lässig lehnte er an der Wand und verschränkte die Arme vor die Brust, während er amüsiert dreinblickte.

„Denkst du wirklich, du kannst mit dieser Blechdose etwas ausrichten?“

„In dieser Blechdose ist konzentriertes Pfefferspray, damit treffe ich punktgenau, bis auf eine Entfernung von vier Metern.“

„Vier Meter?“

„Ja, genau.“

„Woher hast du diese Informationen über mich? Von Taylor?“

„Keine Ahnung, wovon du redest“, antwortete sie scharf.

„Auch wenn es nicht so aussieht, meine ich es nur gut mit dir. Besser, ich bekomme, was ich will und du ziehst dich aus dieser Sache zurück. Das Ganze wird zu gefährlich für dich werden.“

„Du glaubst doch nicht im Ernst, dass ich mir von nem Typen, der mich in einem Hausflur überfällt, sagen lasse, was gut für mich ist?“

„Das ist ein Argument.“ Er grinste breit.

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Seitenaufrufe: 237 mal Aufgerufen Am 29. März 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Aliens, All-Age, Außerirdische, Mystery, Paranormal, Thriller
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