Satankerker

Satankerker
Preis: 2,49 €
Autor:
Genres: Historisch, Krimi & Thriller
Webseite: http://rocketjo.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783847606628
In London werden im Oktober 1840, zur Zeit des Opiumkrieges, unabhängig voneinander mehrere Kleinkriminelle verhaftet und in das Gefängnis Shore an der Küste gebracht. Auffällig ist dabei die große Zahl von Ausländern, die ohne Verfahren in dem Gefängnis festgehalten werden. Während der Inspektor, der zugleich Leiter des Shore ist, aus Neugierde versucht, herauszufinden, warum er all diese Leute inhaftieren musste, werden auch ein Journalist der London Times und ein Rechtsanwalt darauf aufmerksam. Schnell stellt sich heraus, dass ein ehemaliger englischer Offizier hinter den Festnahmen steckt. Doch warum hat er all diese Männer verhaften lassen? Und in welcher Beziehung steht er zum Direktor des Shore? Der Anwalt begibt sich auf gefährlich dünnes Eis, als er beginnt, Kontakt zu den Insassen aufzubauen.
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Leseprobe

Siebter Teil – Im Gefängnis

Die verschiedenen Gefangenen waren in den ersten Tagen in unterschiedlichen Trakten untergebracht. Während Robert Merwood und Cai-Tao bereits in dem leeren Trakt am abgelegenen Ende des Shores einsaßen, fanden sich Kyle Shews, Tanner und Adam Miller bei den Schwerverbrechern wieder. Mael wiederum saß bei den Kleinkriminellen. Erst nach über einer Woche wurden alle gemeinsam in dem abgelegenen Trakt untergebracht. Kyle wurde hauptsächlich aufgrund seiner Beschreibung der Festnahmeumstände verlegt. Tanner und Adam überforderten die Aufseher ihres Traktes zunehmend und in Mael erhoffte sich Inspektor Montgomery eine zweite Informationsquelle neben Cai-Tao. Die Verlegung der vier Verbrecher fand morgens direkt nach dem Essen statt. Die Vier wurden kommentarlos aus ihren jeweiligen Trakten geschafft und einfach im Gemeinschaftsraum des neuen Traktes stehen gelassen.

Dieser Raum war fast kreisrund und maß etwa hundert Schritt im Durchmesser. In der Mitte befanden sich mehrere Tische und Schemel. Von dem Raum zweigten drei Türen ab. Eine von ihnen war vergittert und führte zum Zellengang, eine weitere war schmal und aus Holzbrettern gefertigt. Sie wirkte instabil und zog sofort die Aufmerksamkeit Adams auf sich.

Die dritte Tür befand sich genau gegenüber der ersten und war ebenfalls aus massiven Eisenstäben gefertigt. Dahinter befand sich zudem eine zweite Tür aus massivem Holz. Durch diese Schleuse waren die Gefangenen in den Raum gebracht worden.

Als sie den Raum betreten hatten, saßen Bobby und der Chinese ruhig auf zwei Stühlen und beobachteten ihr Eintreten. Adam kümmerte sich nicht weiter um seine neuen Bekanntschaften und ging sofort auf die schmale Holztür zu.

„Vergiss es“, hörte er eine Stimme aus Richtung der Tische. Er sah über die Schulter. Bobby war aufgestanden und auf den blonden Jungen zugekommen:

„Die Tür führt in die Küche. Wir hier sind selbst für unser Essen verantwortlich.“

Adam blickte interessiert zwischen Bobby und der Tür hin und her. Ehe er eine Frage stellen konnte, schüttelte der Dieb den Kopf:

„Du wirst da kein Geschirr drin finden, erst recht keine Messer. Den Kram bringt die Schicht selbst mit.  Wie kommt es, dass du und deine Freunde plötzlich hier sind?“

Adam wandte sich von der Tür ab und sah Bobby direkt an. Ein Erkennen zeichnete sich in den Augen beider Männer ab, Adam lächelte flüchtig:

„Merwood, der Dieb. Wie kommst du hier her?“

Bobby schüttelte den Kopf:

„Meine Frage zuerst, Fox.“

In der Zwischenzeit hatten sich auch Tanner und Kyle den beiden genähert. Tanner hatte jedoch sofort das Interesse verloren und wandte sich nun Mael zu. Kyle hingegen blieb neben Bobby und Adam stehen und musterte beide skeptisch. Adam schob sich an dem Iren vorbei zu den Tischen und setzte sich:

„Ich hab mich erwischen lassen“, er zuckte mit den Schultern: „Ziemlich blöde Geschichte. Ich hab ein paar meiner Leute ruhigstellen müssen. Irgendwer hat mich dann wohl verpfiffen.“

Adams Stimme klang gelassen, während er erzählte:

„Aus irgendeinem Grund meinte der Richter dann, dass ich hier im Gefängnis auf den Gevatter warten sollte, statt mich direkt zu hängen.“

„Und dein Anhang?“, Bobby deutete auf Kyle, Tanner und Mael. Adam schüttelte den Kopf, doch noch, ehe er antworten konnte, mischte sich der Ire ein:

„Der Anhang kann für sich selbst sprechen, Locke. Aber er wüsste nicht, warum er das tun sollte.“

„Weil ich Adam gut genug kenne, als dass er es sonst erzählen würde.“

„Ach?“, Kyle trat einen Schritt zwischen Bobby und Adam:

„Du meinst also, ich hätte ein Kind wie ihn nicht im Griff?“

Adam lächelte und legte eine Hand auf den Arm des Iren. Kyle wandte den Blick verstört von Bobby ab und sah den Blonden an. Bobby lachte:

„Du wärst der Erste, der Adam im Griff hätte, mein Freund. Vor dir steht die Verbrecherhoffnung Englands.“

Kyle blickte noch immer verstört auf Adam. Dieser schüttelte den Kopf:

„Wir kennen uns nicht besonders gut, muss ich zugeben. Den Kleinen“, er deutete auf Mael: „Kenne ich nicht länger als du. Die beiden Anderen nur vom Sehen. Ich bin dem Großen hier meistens aus dem Weg gegangen. Und der da hinten bei dem Kleinen sitzt, scheint in nem Irrenhaus besser aufgehoben zu sein.“

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Seitenaufrufe: 53 mal Aufgerufen Am 14. Oktober 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Anwalt, England, Inspektor, Intirge, London, Mord, Mörder, viktorianisch
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