Reine Kopfsache!??

Reine Kopfsache!??
Preis: 0,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Humor
Webseite: http://www.facebook.de/isabellamuhrofficial
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783734742095
Als Lilith von ihrem Freund Sebastian überraschend einen Heiratsantrag erhält, wird sie aus der Tretmühle Alltag heraus - und in eine waschechte Sinnkrise hineingerissen. Angst vor falschen Entscheidungen und verpassten Chancen kommt auf und Lilith sieht sich auf einmal mit einem Leben konfrontiert, dessen Variantenreichtum sie zu ersticken droht. Existenzielle Fragen wie: Was möchte ich mit dem Rest meines Lebens anfangen? und welche Entscheidung führt mich zum wahren Glück? Sowie die alles entscheidende Frage nach dem Sinn des Lebens, verdrängt alles andere. Verzweifelt nach Halt und Orientierung suchend, stürzt sie sich auf die unterschiedlich gelebten Lebensmuster nahestehender Personen. Frei nach dem Motto: Lebensglück ist alles nur eine Frage der guten Recherche, analysiert und hinterfragt sie in enger Zusammenarbeit mit ihrem Kopf ihr Umfeld, in der Hoffnung, dadurch eine geeignete Lösung für sich selbst zu finden. Lilith verliert sich zunehmend in einem Meer aus guten Argumenten und vernünftigen Ansichten und entdeckt erst, als sie trotz all ihrer gewissenhaften Überlegungen eine gravierende Fehlentscheidung in ihrem Leben trifft, dass sie nicht nur die ganze Zeit mit dem falschen Körperteil zusammen gearbeitet hat, sondern zu allem Überfluss auch noch in die falsche Richtung geschwommen ist. Ob dieser Fehler noch zu berichtigen ist...
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Leseprobe

Es ist schon Nacht, als wir ineinander verkeilt, wie zwei junge Katzenbabies endlich im Bett liegen. Wie wir so daliegen, in Daunendecken und Dunkelheit gehüllt, kommt mir die Busfahrt von heute Nachmittag in den Sinn.

„Kannst du dich noch an den kalten Krieg erinnern, der herrschte, als wir frisch zusammen gezogen sind?“ schneidet meine Stimme in die Ruhe des Moments. „Hmh.“ raunt Sebastian, ungeachtet meiner reißerischen Wortwahl, verschlafen in mein Ohr.

„Ich habe mich die ganze Busfahrt über gefragt, ob wir überhaupt ehetauglich sind, wenn wir es nicht einmal schaffen, unsere beiden Haushalte zusammen zu schmeißen, ohne dass wir uns wochenlang die Köpfe einschlagen.“ fahre ich fort. „Also erstens haben wir uns gar nicht die Köpfe eingeschlagen und zweitens ist alles, was mit Veränderung zu tun hat, schwierig. Und ich finde, wir haben das großartig hingekriegt.“ antwortet Sebastian nach wie vor unbeeindruckt. „Sieh uns doch nur an, wir sind doch glücklich, oder nicht?“ „Ja, aber das war ganz schön viel Arbeit bis dahin.“ beharre ich. „Ja du bist Arbeit, das stimmt.“ Sagt er, grinst verschmitzt und drückt mich ganz schnell fester an sich, damit ich ihm keine mitgeben kann. „Wie sagt deine Mutter immer? Ohne Fleiß kein Preis. Alles Gute im Leben ist Arbeit. Das ist ein Naturgesetz. Denk an die Hochzeit deiner Schwester.“ „Ja, das hab ich schon.“ gebe ich zu. „Und: Hör auf mit diesen pseudo- Weisheiten da wird mir ganz schlecht. Außerdem sagt das meine OMA immer!“

Es entsteht eine kurze Pause, in der wir beide unseren Gedanken nachhängen. Ich gewähre ihr allerdings nur kurzzeitig Raum in unserem gemeinsamen Abend, denn meine innere Unsicherheit hat sich noch nicht vollends verflüchtigt und so hake ich erneut nach.

„Glaubst du, wir werden auch mal so enden wie Georg und Lydia? Sie wollen sich trennen, weißt du.“ „Nein!“ Das kam schnell und entschieden. „Warum bist du dir da so sicher?“ Hake ich nach. „Ganz einfach.“ sagt Sebastian und angelt sich ein Gummibärchen aus der Tüte, die auf seinem Nachtkästchen liegt. „Weil du keine Uhr für mich bist.“ „Äh… was?“ frage ich irritiert und richte mich ein wenig auf, um ihm ins Gesicht sehen zu können. „Naja es ist doch so.“ erklärt Sebastian mit vollem Mund. „Das zwischen Georg und Lydia hat einfach nicht funktioniert, weil sie sowas wie eine Uhr füreinander waren. Oder eine Halskette.“ Uhr? Halskette? Was ist in diesen Gummibärchen drin? denke ich verwirrt. Er fährt ungeachtet meines verstörten Gesichtsausdruckes schmatzenderweise fort. „Nun ja, die Beiden haben einander gefunden und dachten. Wow, die/der gefällt mir, die/den behalte ich. Nur, dass es so ist, wie mit einer Uhr. Die gefällt einem lange Zeit recht gut, aber irgendwann wird es einfach Zeit für eine Neue. Man will sich verändern, hat sich satt gesehen, oder es hat sich einfach der Geschmack geändert.“

„Hmm… und was sind dann wir beide füreinander?“ will ich wissen. „Ein Lieblingspulli, den man auch dann im Schrank behält, wenn er einem gar nicht mehr passt, aus Nostalgiegründen, oder was? Weiß ich ja nicht, ob ich das besser finden soll.“ gebe ich zu bedenken, während ich nach seiner Gummibärentüte angle.

„Nein“ wehrt Sebastian ab und blickt sanft zu mir hernieder. „Du bist wie mein rechter Arm. Bei dir stellt sich gar nicht die Frage, ob du irgendwann noch zu mir passt, oder nicht. An dir kann man sich auch nicht sattsehen. Du gehörst schlicht und einfach zu meinem Leben dazu. Besser gesagt, du bist ein Teil von mir und ohne dich würde ich mich nicht vollständig fühlen. So einfach ist das. Braucht man gar nicht mehr großartig nachzudenken, finde ich.“ schließt er seine Ansichten und grinst verschmitzt, während er mir einen Bären in den Mund schiebt.

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Seitenaufrufe: 51 mal Aufgerufen Am 9. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Ängste, Glück, Humor, Liebe, Philosophie, Selbstfindung
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