Quasarmagie

Quasarmagie
Preis: 0,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Fantasy
Webseite: www.ragnor.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783945796221
Die Abenteuer des jungen Ragnor entführen Sie auf die ferne Welt des Planeten Makar, der begleitet von zwei Monden, einsam um eine rote Sonne kreist. Auf dieser mittelalterlich geprägten Welt, auf der es nicht nur Menschen gibt, erlebt der junge Mann, dessen Herkunft zunächst im Dunkel liegt, vielfältige Abenteuer. Dabei spielt die Quasar-Magie der Hüter Amas, der Paladine des Lichts, eine zunehmend wichtige Rolle, wobei Ragnor, Stück für Stück, deren Macht zu meistern lernt. Dies ist auch dringend geboten, denn die dämonischen Heerscharen Ximons, des Gottes der Finsternis, lauern bereits an den Portalen des Orcus, begierig in Bälde über die Bewohner Makars herzufallen. In Band 1 der Saga verlässt der junge Mann das stille Bergtal seiner Jugend, besteht erste Kämpfe, lernt die Liebe kennen und erfährt, dass die raue Welt außerhalb des Tales nur wenig mit den Idealen seines alten Lehrers zu tun hat.
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Leseprobe

Rurig, der das Kampfgeschehen aufmerksam beobachtet hatte, wartete einen Moment ab. Als er dann sah, dass die Orks keine Anstalten machten, die Phalanx von hinten anzugreifen, sondern zügig Richtung Tor weiterliefen, winkte er Ragnor und die Soldaten zurück ans Tor. Dort ging die Zweierreihe mit ihren Lanzen in Stellung und Rurigs Gruppe versteckte sich im Aufgang des Wehrganges, der etwa zehn Schritt vor dem Tor lag, um die Gegner im Rücken zu fassen, wenn sie auf die Lanzen prallten. Die Orks bildeten wieder ihren Schildkeil, als sie die geschlossene Doppelreihe der Soldaten am Tor bemerkten. Sie planten diese, wie vorher die Dreierreihe in der Gasse, aufzubrechen, die Soldaten zum Einzelkampf zu zwingen und so zu überwinden. Als sie auf die Lanzer prallten, griffen Rurig und seine Männer den offenen Keil der Orks von hinten an. Ragnor traf dabei, wie es der Zufall so wollte, auf den großen Ork, den sie vorher als Anführer ausgemacht hatten. Er bemerkte mit Schrecken, dass dieser keine traditionellen Bronzewaffen trug, sondern ein überlanges, schweres Eisenschwert und einen runden, mit dicken Eisenbändern verstärkten Schild. Sie prallten aufeinander und sofort spürte der Junge die große Kraft seines Gegners, der ihn um Haupteslänge überragte. Mit großer Wucht drosch der Ork auf ihn ein und Ragnor sah sich von Anfang an in die Defensive gedrängt. Immer wieder trafen die Waffen aufeinander, dass die Funken stoben. Quorum strahlte zwar wie immer seine beruhigenden Impulse aus, aber es gelang dem Jungen nicht, sich unter dem massiven Druck seines Gegners, auf die Waffe zu konzentrieren, um so vielleicht einen Vorteil erlangen zu können. Die wuchtigen Schläge des Orks trafen sein Schwert und seinen neuen Schild, welcher wie eine Glocke dröhnte, aber glücklicherweise, ohne sich zu verformen, Stand hielt. Der baumlange Ork drängte ihn zurück, bis der Junge mit dem Rücken an einer der Seitenwände der Torvorbauten stand. Mit einer geschickten Drehung seines mächtigen Rundschildes gelang es ihm dann, Ragnor seinen neuen Schild vom Arm zu prellen. Der Junge sah voller Schrecken, wie sein Gegner zu einem mächtigen Schlag ausholte, um die Sache zu beenden. Er konnte sich gerade noch ducken und zur Seite wegrollen, sodass der Schlag seines Gegners kreischend in die Mauer fuhr, anstatt ihn zu enthaupten. In Ragnor stieg Panik hoch und wischte die letzten beruhigenden Impulse seines Schwertes zur Seite. Eingekeilt an der Mauer fasste er Quorum mit beiden Händen und holte in größter Verzweiflung mit voller Wucht nach seinem Gegner aus, um ihn zurückzutreiben. Das Schwert des Ork zeigte nach dem wuchtigen Fehlschlag in die Mauer noch nach unten, sodass dieser instinktiv seinen schweren Schild hob, um den Schlag zu blocken. Heller denn je leuchtete Quorum unter dem panischen Gefühlsimpuls des Jungen auf und die leuchtende Klinge zerschmetterte den festen Schild seines Gegners, als ob dieser aus Ton bestünde. Der Ork taumelte zurück, schüttelte die Überreste seines Schildes vom Arm und fasste im Zurückweichen sein mächtiges Schwert nun ebenfalls mit beiden Händen. Sie umkreisten einander lauernd, doch Ragnor war sich mit einem Mal sicher, dass er siegen würde. Die Panik war wie weggewischt. Es erfüllte ihn eine tiefe Zuversicht. Er spürte, wie Quorum auf seine Impulse reagierte und nun von einem beständigen hellen Leuchten erfüllt wurde. Ragnor sah in den schrägen Katzenaugen des Ork eine unbestimmte Furcht aufsteigen, als dieser das intensive Leuchten Klinge nur wahrnahm, so, als ob ihm erst jetzt ihre wahre Natur aufgegangen wäre. Diesen Augenblick nutzte der Junge zum Angriff. Mit wuchtigen beidhändig geführten Heumachern trieb er seinen Gegner vor sich her. Der Ork bemerkte nun auch die tiefen Kerben, die Quorum in sein Eisenschwert schlug, und versuchte verzweifelt eine schnelle Entscheidung herbeizuführen, solange seine Waffe noch standhielt. Aber es gelang ihm nicht mehr, die Deckung des Jungen zu durchbrechen. Immer wieder prallten die Klingen aufeinander, und dann geschah es. Ragnor blockte einen nach unten gezielten Schlag ab, drehte sich zur Seite und schlug von oben mit voller Wucht auf das, zur Abwehr erhobene, Schwert seines Gegners. Die Eisenklinge zerbrach, und Quorum schlug dem Ork eine tiefe Wunde in die Brust. Der Ork ließ den Stumpf seines einst so mächtigen Schwertes fallen, brach in die Knie und umklammerte die tödliche Wunde in seiner Brust, als ob er sie mit den Händen wieder schließen könnte. Ragnor trat einen Schritt zurück und blickte müde und ohne Triumphgefühle auf seinen tödlich getroffenen Gegner. Der Ork sah mit schmerzverzerrtem Gesicht zu ihm hoch und krächzte mit letzter Kraft: „Ausgerechnet einem jungen Hüter muss ich über den Weg laufen. Welch‘ ein ruhmvolles Ende für Kraak.” Dann brachen seine Augen, und er stürzte schwer zu Boden.

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Seitenaufrufe: 64 mal Aufgerufen Am 14. September 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Dämonen, Fantasy, Ritter, Romantik, Weltenbauer
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