Pius Korn und die Wächter der Elemente

Pius Korn und die Wächter der Elemente
Preis: 8,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: www.piuskorn.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781512138559
Als die Sommerferien beginnen, ahnt Pius noch nicht, dass ihm das bislang größte Abenteuer seines Lebens bevorsteht. Sein Onkel Walter, der ein Antiquitätengeschäft betreibt, arbeitet gerade an einem neuen Auftrag, bei dem er ihm helfen soll. Aus einer harmlosen Reparatur wird unerwartet eine Reise ins mittelalterliche Pangara, dem Reich der Gunkler und Nims. Was anfangs nur wie ein unbeschwerter Ausflug in eine fantasievolle Parallelwelt erscheint, wird bald zu einem Kampf ums nackte Überleben. Denn in Pangara versucht das Böse, die Oberhand zu gewinnen. Um dies zu verhindern, macht sich Pius zusammen mit seinem neuen Freund Fogu auf die Suche nach den Wächtern der Elemente. Ein gefährlicher Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn auch in unserer Welt stehen die Uhren nicht still und Dinge geschehen, die das Leben der beiden Helden für immer zerstören könnten.
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Leseprobe

Weitab von den Wäldern der Gunkler, jenseits des Graslandes und dort, wo die Großen Berge begannen, hatte eine längst besiegte Macht heimlich an Stärke gewonnen und schmiedete einen grausigen Plan. Zur selben Zeit, als Karian König Zafia und ihren Gästen von seinen Erlebnissen in Gunklis und der Gefangennahme des Diebes berichtete, formatierte sich am Rande einer tiefen Schlucht eine Armee aus Hunderten von Urmen. Urme waren bösartige Wesen mit klobigen Beinen und einem großen Schädel. Ihr Körper war mit dichtem, grauem Fell behaart. Schiefe Zähne zierten ihren Mund. Sie verständigten sich mit Brummlauten, deren Bedeutung nur ihresgleichen kannten. Bewaffnet waren sie mit Beilen, gefertigt aus geschliffenen Steinen, und zu Speeren geschnitzten Stöcken. Sie trugen einen steinernen Schutzpanzer, der von ihrer kräftigen Brust bis zu den Knien reichte. Die Armee war marschbereit. Der Kommandant, ein besonders groß gewachsener Urm, signalisierte es einer einzelnen Gestalt, die vor ihm auf einer Anhöhe stand. Sie war weder Mensch, noch Gunkler noch Urm.

Niemand wusste genau, was sie war. Ihr Anblick war Angst einflößend. Anstelle von Ohren wuchsen ihr an jeder Seite vier rüsselförmige Geschwülste aus dem Kopf. Auch sie zierte sich mit einer Rüstung, die viel aufwendiger gefertigt und geschmückt war als die der Urme. Darüber hatte sie sich einen pechschwarzen Umhang angelegt. An der linken Schulter hätte man meinen können, ein Totenkopf sei angebracht worden. Doch es war kein Totenkopf, sondern das Abbild ihres Meisters, dem sie diente. Sie nannte sich Xor. Doch viele hatten schreckliche Furcht vor diesem Namen und sprachen stattdessen von der Schwarzen Verdammnis. Xors Waffe war eine mehr als mannshohe Axt, die er stets bei sich trug. Auf der einen Seite wirkte sie wie ein großes Fallbeil, das alles zerspaltete, auf das es traf. Auf der anderen Seite hatte sie eine halbkreisförmige, scharfkantige Öffnung. Damit konnte er den Hals eines Gegners einklemmen und ihn in die Höhe hieven.

Xor spitzte die Lippen. Ein schriller und lang gezogener Pfiff ertönte. Sekunden später vibrierte die Erde. Etwas Großes kam hinter einem Felsen angestampft. Als es ihn erreicht hatte, schrie es abscheulich. Er bestieg es und hob die Axt kurz an. Das Gemurmel der Urme verstummte augenblicklich.

„Die Stunde des Kampfes ist gekommen. Unser Meister verlangt nach Vergeltung. Er wird sie bald bekommen – durch euch.“ Die Menge tobte vor Begeisterung. Mit einer Handbewegung gebot er ihr still zu sein.

„Pangara wird uns gehören und jeder von euch wird einen gerechten Anteil davon erhalten. Die Jahre der Schmach, der Enthaltsamkeit und des Schmerzes werden vorüber sein. Nun ziehen wir in den Krieg, als Heer des Schreckens, als Vorbote der neuen Zeit – unserer Zeit. Wir werden ohne Reue Blut vergießen und keine Gnade kennen. Wir werden niemanden am Leben lassen, auch wenn er uns um Vergebung bittet. Brechen wir auf!“

Die Armee johlte zustimmend. Trommelschläge erschallten und gaben einen stetigen Takt vor. Der Kriegszug setzte sich langsam in Bewegung. Jeweils zehn Urme bildeten eine Reihe. Siegessicher blickte er in die Zukunft. Bei Tagesanbruch wäre der Feind bezwungen und er könnte endlich das sein, was er wollte – ein König. Über ihm flogen zwei Hagipats hinweg. Es waren die Kundschafter seines Meisters. Sie nahmen Kurs auf die Festung und schienen es eilig zu haben. Er sah gerade noch, dass einer von ihnen etwas in seinen Klauen trug. Doch hatten seine Augen nicht die Stärke, um aus der Ferne beurteilen zu können, was es war.

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Seitenaufrufe: 111 mal Aufgerufen Am 19. Mai 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasy, Jugend
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