Pennys Vermächtnis

Pennys Vermächtnis
Preis: 12,50 €
Autor:
Genres: Belletristik, Humor
Webseite: www.gatika.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783732324576
„Pennys Vermächtnis“ ist eine wahre Geschichte von einer Malteserhündin, die über die Regenbogenbrücke ging. Von vielen wurde sie auch „Diva“ genannt. Sie erzählt noch einmal aus ihrem Leben, wie sie nach langer Ausnutzung als Showhund einfach ihre Identität verlor und regelrecht weggeworfen wurde. Wie sie sich mit ihrem Charme selbst ihre neue Familie aussuchte, wo sie zum ersten Mal in ihrem Leben Liebe und Zuneigung fand. So lernte sie eine ganz neue Welt kennen. Noch im hohen Alter fand sie eine neue Liebe zu einem schmucken Rüden. Sie erklärt die wahre Tierkommunikation, die jeder Mensch erlernen kann, wenn er nur die Augen und Ohren offen hält. Wie sie zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee erlebt und damit umgeht. Nach einem Umzug in ein fremdes Land schleicht sich Tinka, ein Malteserwelpe ungefragt in ihr Leben. So übernimmt sie doch noch einmal die Mutterrolle mit Bravour.
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Leseprobe

Meine letzten Menschen nannten

mich Penny, auch Engel ohne

Flügel, Schnuckelchen, Süße,

Baby und Liebling. Ich bin gerne alles

für sie gewesen.

Am 04.12.2013 führte mich mein

Weg über die Regenbogenbrücke. Mit

Wehmut schaue ich auf mein Leben

zurück und die, die ich zurücklassen

musste. Es gibt viel über mein langes

Leben zu berichten.

Na ja, mehr meine letzten Jahre.

Die ersten Jahre waren für mich nicht

so berauschend. Ich war eine Zuchthündin,

die auf viel zu vielen Ausstellungen

gehen und viele Pokale gewinnen

musste. Ich habe sie auch alle

bekommen. Ich konnte noch nie verstehen,

was für die Menschen an diesen

Plastikdingern so wertvoll war. Ich

habe meinen Job gut gemacht und

musste dafür immer nur schön sein.

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Manchmal beneidete ich die anderen

Hunde auf der Straße, wie sie

spielen konnten. Das durfte ich alles

nicht. Sonst hätte meine Haarpracht

darunter gelitten. Also saß ich oft am

Fenster und beobachtete das Leben

da draußen, was mir verschlossen

blieb. Und schon ging es zur nächsten

Ausstellung. Wieder für Stunden nur

still sitzen. Mir taten meine Pfötchen

weh, weil ich stundenlang auf ein Gitter

stehen oder sitzen musste. Meine

Haare durften nicht schmutzig werden.

Ich wurde nach meinen Leistungen

der Pokale gut bis weniger gut behandelt.

Und immer das harte Training,

wie ich richtig zu laufen hatte. Wann

die Pose im Stehen gemacht werden

sollte. Ich musste im Ring immer akkurat

laufen, was ich auch tat, glücklich

war ich dabei nicht.

Wenn ich mich beschreiben sollte,

dann kann ich sagen, dass ich gutmütig,

treu, clever, liebenswert, geduldig

und gehorsam bis zu einem gewissen

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Punkt war. Ich bekam in meinem Leben

7 Babys, die alle sehr gut geraten

sind. Nur wurden sie mir viel zu früh

weggenommen. Ich vermisste sie

noch lange.

Nachdem meine Zeit der Zucht und

Ausstellungen vorbei war, brauchte

man mich nicht mehr. Ich verlor meine

Identität und wurde abgeschoben.

Das machte mich sehr traurig und ich

hatte zum ersten Mal richtig Angst.

Als ich 2009 in ein Tierheim gegeben

wurde, brach für mich eine Welt zusammen.

Von den lauten und großen

Rolltoren bekam ich große Angst. Sie

hatten etwas Bedrohliches für mich.

Zum Glück nur kurz, denn ich

stamme ursprünglich aus gutem Hause.

Auch wenn unsere Herkunft nicht

vollständig geklärt werden kann, weiß

ich, dass meine Vorfahren aus Ägypten

vor über 2000 Jahren stammten.

Da wurden wir verwöhnt und durften

immer mit auf dem schönen weichen

Diwan liegen. Wir bekamen das beste

Futter, denn wir waren schon immer

gute Gesellschafts- und Begleithunde.

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Unsere Aufgabe war es, den Menschen

zu gefallen und keine Apport-

Spiele und diesen Unsinn zu veranstalten.

Uns besaßen nur die aller

feinsten Leute. Dass wir heute anders

gehalten werden, ist zwar verwerflich,

aber es steckt noch in uns drin, wie

wir uns zu verhalten haben. Das hat

sich von Generation zu Generation

auch nicht geändert. Das konnte auch

das Überzüchten nicht ändern. Wir

sind keine Lebewesen, die sich ängstlich

verstecken. Wir gingen bei guter

Haltung, immer aufrecht und hoch erhobenen

Hauptes durch das Leben.

Es zeigte schon die Tatsache, dass

ein Malteser in den USA nie lange in

einem Tierheim bleibt, sondern von

der American Maltese Association sofort

freigekauft und privat vermittelt

wird. Das war auch mein Glück, als

man mich in ein Tierheim abgab, nur

weil ich älter geworden bin. Wie ich

hörte machte man mich 4 Jahre jünger,

damit ich überhaupt noch vermittelbar

war. Aus 13 Jahren wurde kurzerhand

9 Jahre gemacht.

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Ich schwor mir, dass ich mir ein gutes

neues und endgültiges Zuhause suchen

würde. Ich kam vom Tierheim

über das Rescue-Center zu Christine

nach Orlando. Im Millcove Dr. wie die

Straße hieß, war ein kleines altes

Haus.

Es hatte drei Schlafzimmer und ein

Bad. Dieses Haus wurde 1968 gebaut.

Ich wurde mit noch einer Malteserhündin

in ein Zimmer gesperrt. Als

uns Christine eines Tage erzählte, es

würden Leute kommen, die einen von

uns haben wollten, sah ich meine große

Chance. Es gehörte zu meinem

Plan, dass man mich nehmen würde.

Mich eine Diva, überhaupt in ein

Tierheim zu geben, war schon sehr

ungehörig. Und das alles nur, weil ich

zu alt geworden bin. Was ich da alles

ertragen musste. Ich dachte mir, das

Leben musste eine bessere Lösung für

mich haben.

Ich ließ mich schön kämmen wartete

ungeduldig auf meine neuen

Adoptiveltern. Ob ich sie Mam und

Paps nennen durfte? Dass ich nicht

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mehr so viele Zähne hatte, konnte ich

gut verstecken. Ich war kein Pferd,

dem man zuerst ins Maul schaute.

Auch das meine Zeit vorher nicht nur

gut war, würde ich ihnen nicht zeigen.

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Seitenaufrufe: 88 mal Aufgerufen Am 9. November 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Diva, Hund, Lebensfreude, Malteser, Seelenhund
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