Niamhs Erbe – Schattenkuss

Niamhs Erbe – Schattenkuss
Preis: 0,99 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Eine uralte Prophezeiung, eine geheimnisvolle Insel und eine Liebe, die nicht sein darf ... Die siebzehnjährige Lucy ist alles andere als begeistert, als plötzlich ein mysteriöser Junge an ihrer Schule auftaucht. Jaro ist ein Wächter. Ausgesandt von Prinz Rodo dem Herrscher von Avalon. Sein Auftrag: Die seit sechzehn Jahren verschollene Verlobte des Prinzen finden und zurückbringen. Wenn es sein muss auch gegen ihren Willen. Ein Routinejob für Jaro, doch plötzlich kommen Gefühle ins Spiel. Gibt er ihnen nach, bringt er nicht nur sein Leben in Gefahr. Dies ist der erste Teil von Niamhs Erbe. Der zweite und zugleich letzte Band, Niamhs Erbe - Avalon ist ebenfalls erhältlich.
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Leseprobe

Das grelle Licht blendete mich so sehr, dass ich kaum etwas sehen konnte. Für ein paar Sekunden sah ich nur helle Blitze und bunte Kreise. Mein Magen hatte leider kein Verständnis dafür, dass der Rest meines Körpers nicht so schnell war. Der Weg zur Toilettenschüssel kam mir noch nie so weit vor wie in dieser Nacht. Ich bewegte mich zu schnell und das Karussell fuhr wieder los. Voller Panik versuchte ich mich irgendwo festzuhalten und räumte dabei die Parfümflaschen, die auf der Ablage unter dem Spiegel standen, ab. Zum Glück zerbrach nichts, aber der Lärm hätte Tote aufwecken können.

Mit letzter Kraft wankte ich zum Klo und kotzte mir die Seele aus dem Leib. Am Rande meines Bewusstseins bekam ich noch mit, wie die Tür zum Badezimmer geöffnet wurde. Dabei konnte ich mich nicht einmal daran erinnern, sie überhaupt geschlossen zu haben.

Als die nächste Welle der Übelkeit über mich hinwegschwappte, spürte ich, wie meine Haare sanft nach hinten gestrichen wurden. Das Nächste, was ich wahrnahm, war ein feuchter Waschlappen in meinem Gesicht. Ich öffnete die Augen so weit, wie es eben ging, und sah direkt in Jaros besorgtes Gesicht. Oh, Himmel, warum musste ausgerechnet er mich so sehen?

„Hier, Luce, trink einen Schluck.“ Jaro schob mir zwei Aspirin in den Mund und hielt mir einen mit Wasser gefüllten Zahnputzbecher an die Lippen. Ich schluckte die Tabletten mühsam runter. Mein Hals fühlte sich an, als hätte ich Schmirgelpapier verschluckt. Ganz langsam trank ich noch einen Schluck. Als ich mir halbwegs sicher war, dass ich das Wasser nicht direkt wieder erbrach, trank ich noch etwas mehr. Jaro sah mich nachdenklich an.

„Wie viel hast du getrunken, Luce?“

Sein strenger Tonfall gefiel mir gar nicht.

„Luce, wie viel?“

Mensch, was war der Kerl nervig.

„Weiß ich nicht. Oh, warte. Cola, ich hatte Cola im Glas und, ja, ein bisschen Whisky. Danach brachte Melissa diesen klebrig süßen Fruchtsaft mit.“

„Fruchtsaft?“

„Jep.“

Kopfschüttelnd sah er mich an. „Luce, du bist immer noch sternhagelvoll.“

Ich kicherte leise. „Da ist noch etwas Blut in meinem Alkoholkreislauf. Ganz sicher.“

Jaros Gesichtsausdruck nach zu urteilen, dachte er wohl, ich wäre nicht ganz dicht.

„Guck hier, das ist Blut.“ Triumphierend hielt ich ihm meinen rechten Arm hin. Zum Glück tat er nicht mehr so weh.

„Luce, warum hast du nicht gesagt, dass du verletzt bist.“ Diesmal klang seine Stimme eher besorgt als böse.

„Aber ich habe es dir doch gerade gesagt“, widersprach ich.

„Bleib hier, ich komme sofort wieder.“ Da war er wieder, dieser Befehlston. Den mochte ich gar nicht, aber leider konnte ich nicht aufstehen. Mir blieb also nichts weiter übrig, als auf Jaro zu warten.

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Seitenaufrufe: 82 mal Aufgerufen Am 29. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Erste Liebe, Fantasy, Magie, Romantasy
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