Nanny mit Herz

Nanny mit Herz
Preis: 11,90 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: https://herzgeschichten.jimdo.com
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783744840705
Nanny mit Herz - Liebesgeschichte aus der Reihe Herzgeschichten. Jennifer Neumann, ausgebildete Kindergartenpädagogin, ist überzeugt, ihren Traummann bereits gefunden zu haben. Ihr Verlobter ist ein Mann, mit dem sie sich Kinder wünscht und bis ins hohe Alter zusammenleben möchte, bis zu dem Augenblick, wo sie ihn mit einer anderen im Bett erwischt. Eine Welt bricht zusammen. Ihr Leben liegt in Trümmern. Als sie auch noch ihren Job verliert, nimmt sie ein Stellenangebot weit weg von zu Hause als Nanny für zwei kleine Kinder in einem Privathaushalt an. Sie verliebt sich nicht nur in ihre Schützlinge, sondern auch in den überaus feschen Vater. Leider ist er verheiratet. Ihr Ex steht auf einmal wieder auf der Matte, eine Trennung kommt für ihn nicht infrage. Schafft es Jenny, trotz aller Probleme und Widrigkeiten, ihr Glück zu finden?
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Leseprobe

2. Kapitel

Jenny hatte gute vier Stunden Autofahrt hinter sich. Vor ihr breitete sich der See in dunklem Türkisblau aus. Die Sonnenstrahlen warfen abertausende Glitzersternchen auf die Wasseroberfläche. Sie fuhr das Auto rechts an eine Ausweichstelle, um den Blick schweifen zu lassen. Ein wunderschöner Ausblick bot sich ihr. Eine Landschaft wie gemalt und eingebettet ins dunkle, saftige Grün der See.
Mattsee ist eine Gemeinde mit dreitausendeinhundert Einwohnern. Der Ort grenzt an den gleichnamigen Mattsee – das hatte sie noch schnell vor ihrer Abreise recherchiert.
Jenny lief auf die gegenüberliegende Straßenseite und steuerte auf die Uferpromenade zu. Es hatte gefühlte vierzig Grad Celsius Außentemperatur, und das bereits Mitte Juli. Sie trug ihr knielanges hellgelbes Sommerkleid aus Leinen, das ihr jetzt auf der Haut klebte. Bei ihrem Vorstellungsgespräch heute wollte sie professionell wirken, aber jetzt bezweifelte sie, die richtige Kleiderwahl getroffen zu haben. Das Leinen war nach der langen Autofahrt zerknittert und verschwitzt. Ob es wirklich nur an der Hitze lag? Oder an dem unguten Gefühl wegen des heutigen Termins? Jenny starrte auf den See. Sie versuchte sich zu beruhigen, indem sie tief ein- und langsam wieder ausatmete. Sie ließ die Zeitungsannonce noch einmal in Gedanken Revue passieren.
„Kindermädchen gesucht: Lieben Sie Kinder und sind unabhängig? Suche vierundzwanzig Stunden Betreuung für meine beiden Lieblinge im Alter zwischen einem und drei Jahren. Gutes Gehalt, mit kostenlosem Logis und Verpflegung. Familienanschluss. Bei Interesse schreiben Sie eine kurze E-Mail …“
Ohne lange zu überlegen hatte sie sich sofort an ihren PC gesetzt und eine Bewerbung übermittelt, obwohl sie weder wusste, wo und bei wem der Arbeitsplatz sein sollte, geschweige denn, welche Verdienstmöglichkeiten sie hätte. Aber wenn man bedachte, dass es sich hier um eine private Kinderbetreuungsstelle handelte, würde der Lohn wohl dementsprechend niedrig ausfallen. Eigentlich war dies im Moment unwichtig. Viel dringender war, so rasch als möglich ihren Heimatort verlassen und eine neue Stelle antreten zu können. Peter hatte ihr in den vergangenen vierzehn Tagen mehrmals aufgelauert. Sogar vor der Tür ihres Elternhauses hatte er sie belästigt und wollte ein Gespräch erzwingen. Ihre Eltern waren wunderbar, sie war ihnen so dankbar, dass sie Jenny in diesen Tagen beschützt hatten. In ihrer letzten Arbeitswoche holte ihr Vater sie sogar täglich vom Kindergarten ab, damit Peter ihr nicht zu nahe trat. So rasch würde er wohl nicht aufgeben. Und Sonja? Akzeptierte nach unzähligen, unbeantworteten Kurznachrichten, Anrufen und E-Mails, dass Jenny nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte.
Wirklich gute Chancen hatte sie sich nicht auf den Job ausgerechnet. Meist war es ja so, dass für derartige Stellen mit Familienanschluss Au-pair-Mädchen eingestellt wurden. Die waren billiger und kamen vor allem der Sprache wegen ins Land. Umso erstaunter war sie gewesen, als sie bereits am nächsten Tag eine E-Mail erhalten hatte. Ein gewisser Herr Diplomingenieur Maximilian Winter bedankte sich für ihre ausführliche Bewerbung und wollte sie gerne kennenlernen. Er gab ihr Ort und Datum bekannt, und nun war sie nur mehr wenige Kilometer vom Treffpunkt entfernt. Wieder fühlte sie ihre Nervosität. Sie lief zurück zum Auto, kontrollierte vorsichtshalber nochmals die Daten, mit denen sie ihr geliebtes Navi gefüttert hatte und startete mit verschwitzten Händen. Der Weg führte sie aus dem Ort hinaus und um den halben See herum, bis sie eine Siedlung mit noblen Villen erreichte. Beim zweiten Haus gab ihr das Navi Bescheid, dass sie den Zielort erreicht hatte. Sie bremste vor einem riesigen Tor und begutachtete vom Auto aus die Umgebung. Die Umfriedung des Grundstückes bestand aus einer meterhohen Steinmauer mit aufgesetztem, weißem Metallzaun. Hinter dieser Mauer erstreckte sich eine Parkanlage, durch die eine Zufahrtsstraße zum Haus verlief. Ein großes Schild mit der Aufschrift „Fa. MAX-Bau, Dipl. Ing. Maximilian Winter, Architekt“ am Tor bestätigte ihr, dass sie richtig war. Sie stieg aus und drückte auf die große Klingel rechts vom Tor, worauf es sich wie von Zauberhand öffnete. Jenny beeilte sich, den Wagen zu starten und hindurch zu fahren, bevor sich das Ungetüm wieder schloss.
Vor einer gelben, mehrstöckigen Villa stoppte Jenny und staunte.

Bewertung: 5.0 von 5 (1 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 29 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Beziehung, Frauen, Gefühle, Herzgeschichten, Liebe, Romantik, Spannung
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