Mousse au Chocolat & andere Katastrophen

Mousse au Chocolat & andere Katastrophen
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.emilyfrederiksson.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781519254399
Was würdet Ihr machen, wenn Ihr unglaubliche Tage zu zweit verbracht habt und die Gefühle auf einem Dauerhoch schweben? Was, wenn das Herz Euch sagt: Genau so muss es sein! Keine Frage, ihr würdet den Menschen, der Euch so tief berührt, festhalten und nie wieder loslassen. In "Mousse au Chocolat & andere Katastrophen" spielt das Schicksal ein anderes Spiel, eine Woche verändert das ganze Leben und wenige Stunden lassen gemeinsame Träume zerplatzen. Sophies anfängliche Hoffnung geht in tiefe Enttäuschung über und ihr Leben wird, durch unvorhergesehene Ereignisse, völlig auf den Kopf gestellt. Jonas hingegen hadert zunehmend mit sich und der Welt, wobei ihn immer mehr die Erkenntnis quält, eine gravierende Fehlentscheidung getroffen zu haben. Ein Liebesroman gespickt mit einer Prise Humor, gepaart mit einer Spur Dramatik und natürlich viel Gefühl.
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Sophie öffnete die Tür einen Spalt breit und ein überraschter Ausdruck machte sich auf ihrem Gesicht breit.

„Darf ich reinkommen?“, fragte Jonas und versuchte angestrengt, seine Sehnsucht unter Kontrolle zu halten. Sophie sagte nichts und ließ Jonas eintreten, der sichtlich erleichtert war. Nachdem sie die Wohnungstür geschlossen hatte, blieb sie, mit dem Blick auf die Tür gerichtet, stehen. Ist das hier real oder träume ich?, fragte sich Sophie, weil sie gerade so intensiv an Jonas gedacht hatte. Sie schüttelte den Kopf und drehte sich dann ganz langsam um. Zwei wunderschöne, blaugraue Augen musterten sie eingehend und hielten sie gnadenlos gefangen. Jonas suchte in ihrem Blick Anzeichen von Widerwillen, wartete auf eine Abfuhr, doch nichts dergleichen geschah. Beide standen sich gegenüber, schauten sich an und sahen in den Augen des anderen unendlich viel Sehnsucht.

„Ich …“, begann Jonas und sprach nicht weiter, als Sophie abermals den Kopf schüttelte, ohne den Blick von ihm zu nehmen.

In dem schmalen Flur war sie mit nur einem Schritt bei ihm, stellte sich auf die Zehenspitzen und stützte sich dabei mit den Händen an seiner breiten Brust ab. Ihre Lippen waren kaum einen Millimeter voneinander entfernt und die Berührung ihrer Körper ließ beide ihre Zurückhaltung aufgeben. Als sich ihre Lippen trafen, erst vorsichtig, dann immer intensiver, stürzten all die aufgestauten Gefühle der vergangenen Wochen und Monate über sie herein. Jonas‘ Hände wanderten über Sophies Rücken, zogen sie fester an sich heran, während ihre Hände sich in seinem kurzen Haar vergruben.

Doch plötzlich löste sich Jonas ganz vorsichtig von Sophie, die immer noch in ihrem Strudel aus Gefühlen gefangen war. Er ließ sie nicht los, sondern wartete, bis sich langsam ihre Augen öffneten, um in ihnen Antworten auf die vielen Fragen in seinem Kopf zu finden.

„Sophie, was … was bedeutet das?“, fragte er schließlich und versuchte, ruhig zu bleiben. Der Ausdruck in ihren Augen war unergründlich und nicht zu wissen, was sie ihm mit diesem Kuss sagen wollte, machte ihn fast verrückt. Als sie ihren Blick senkte und sich auf ihre Füße zurücksinken ließ, spannte Jonas sich augenblicklich an.

„Es ist an der Zeit, die Vergangenheit so zu sehen, wie sie ist. Vergangen. Sie wird auch in Zukunft ein Teil von uns sein, aber wir bestimmen, wie groß dieser Teil sein wird und wie sehr wir uns von ihr beeinflussen lassen. Das habe ich in den letzten Tagen begriffen. Meine Sehnsucht, in deiner Nähe zu sein, wurde immer größer. Als du mich am Telefon gefragt hast, ob ich dich vermissen würde, wurde mir schlagartig klar, dass ich es nicht ertragen würde, dich noch einmal zu verlieren. Ich würde das nicht nochmal durchstehen. Meine Antwort war nicht ganz korrekt: Ja, ich würde dich vermissen. Sehr sogar.“ Nicht ganz sicher, wie ihr Geständnis bei Jonas ankam, sah sie beklommen zu ihm auf.

Er gab ihr keine Antwort, sondern reagierte auf seine Weise: Mit einer schnellen Bewegung schob er Sophie zurück Richtung Wand, stützte sich mit den Händen neben ihrem Kopf ab. Ein Lächeln umspielte ihre Lippen und erst jetzt ließ auch Jonas sich zu einer Reaktion hinreißen. „Du machst mich total verrückt, weißt du das?“ Seine Augen waren merklich dunkler geworden und seine Worte klangen rau. Zu einer Antwort war Sophie nicht mehr in der Lage, denn im nächsten Moment verschloss Jonas ihren Mund mit seinen Lippen. Er wollte nicht mehr reden, wollte sie spüren, schmecken und ihren Duft einatmen.

„Wenn du jetzt sagst, ich soll gehen und bei mir übernachten, mache ich das, aber es wäre grausam.“ Jonas‘ Lächeln verrutschte bei seinen Worten. Würde sie sagen, dass es für sie noch zu viel wäre, ihn so nah bei sich zu wissen, würde er sich dem beugen, aber morgen in aller Frühe wieder hier sein, um keine Minute ihrer gemeinsamen Zeit zu verlieren.

„Du solltest gar nicht auf die Idee kommen, mir einen solch absurden Vorschlag zu machen. Ich sagte, dass ich mich nach deiner Nähe sehne, dass ich dich vermisse. Also warum um alles auf der Welt sollte ich dich wegschicken?“ Sophie schaute ihn herausfordernd und mit großen Augen an. Jonas zuckte mit den Schultern und küsste sie abermals. Langsam legte er seine Hände unter ihren Po und hob sie dann, ohne dabei den Kontakt zu ihren Augen zu verlieren, schwungvoll in die Höhe. Mit beiden Beinen umschlang Sophie seine Hüften und ein leises Stöhnen entwich seiner Kehle, was sie mit einem Grinsen quittierte.

„Ich habe dich wirklich vermisst, du weißt gar nicht, wie sehr“, hauchte Jonas zwischen zwei Küssen, mit denen er ihren Hals liebkoste.

„Glaub mir, ich kann es mir sehr gut vorstellen!“

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Seitenaufrufe: 425 mal Aufgerufen Am 14. Juli 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

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