MordsSpiel

MordsSpiel
Preis: 0,99 €
Autor:
Genre: Science-Fiction
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Als der desillusionierte Kommissar Richard Förster zum Schauplatz eines Mordes gerufen wird, deutet zunächst alle auf einen Routinefall hin. Doch nach dem zweiten Mord mit identischer Vorgehensweise ist Förster klar, dass es sich um einen Serienmörder handeln muss. Aber wieso fehlen den Opfern Organe und wieso finden sich keine Spuren von Organentnahmen bei ihnen? Und welche Rolle spielt die Frau, die Förster an den Fundorten der Opfer antrifft?
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Mord am Cinedom

Kriminalkommissar Richard Förster hatte den ganzen Abend mit seiner wunderschönen Freundin getanzt. Nun wartete auf ihn noch ein ‚Gute-Nacht-Kaffee‘ und dann – na, das würde sich noch zeigen. Gerade hatte sie ihm mit verführerischem Lächeln eine Tasse gereicht, als es ohrenbetäubend zu klingeln begann. Irritiert lächelnd blickte sich Richard um.

„Erwartest du noch jemanden? Muss ich eifersüchtig werden?“

Sanft strich sie ihm über die Haare und leckte sein Gesicht.

„Stör dich nicht daran. Es ist nur dein Wecker. Bleib einfach noch liegen.“

Mühsam öffnete er die Augen und sah sich von Angesicht zu Angesicht einem Minitiger gegenüber, der ihm ausgiebig eine wörtlich zu verstehende Katzenwäsche verpasste.

„Stinker“, knurrte Förster nur verschlafen, „hör damit auf!“

Mit einem beherzten Schwung schlug er die Bettdecke zurück, und beförderte seine braune Bengalkatze vom Bett. Die Katze warf dem undankbaren Zweibeiner noch einen beleidigten Blick zu und trottete erhobenen Hauptes aus dem Schlafzimmer. Endlich fand der Kommissar auch Gelegenheit, den nervtötenden Wecker zum Schweigen zu bringen. Für zwei Minuten blieb er noch auf der Bettkante sitzen und wartete ab, bis sich jeder einzelne Teil seines Körpers wieder beruhigt hatte und nicht mehr durch den Traum irgendwie ‚angespannt‘ war. Gähnend kratzte er sich den Bauch und schlich in sein Badezimmer. Ein Blick in den Badezimmerspiegel zeigte ihm ungeschminkt, dass er Nachtschichten immer schlechter vertrug. Er war zwar gerade erst vierzig Jahre alt geworden, aber der Kerl in seinem Spiegel schien kurz vor der Rente zu stehen. Doch es half ja nichts. Nachtschichten gehörten im Kriminalkommissariat einfach dazu und er hatte sich diese Arbeit schließlich auch ausgesucht. Seufzend erledigte er die routinemäßigen Reinigungsschritte, und als er endlich frisch geduscht wieder in den Spiegel blickte, konnte er konstatieren, dass ihm jetzt vielleicht noch fünf Jahre bis zur Rente fehlten. Die Dusche hatte ihn eindeutig verjüngt und der Kaffee würde vielleicht noch weitere fünf Jahre abziehen.

In der Küche erwartete ihn aber erst einmal seine Katze, die neben ihrem leeren Napf saß und ihn anklagend anblickte.

„Ich bekenne mich schuldig!“, murmelte Richard, bevor er seiner Katze eine weitere Dose dieses unverschämt teuren Katzenfutters öffnete und in ihren Napf einfüllte. Grübelnd betrachtete er Stinker, der sich gierig sein Futter einverleibte.

„Wenn du kleiner Fresssack dich mit weniger teurem Futter begnügen würdest, könnte ich mir eine größere Wohnung leisten!“

Andererseits würde eine größere Wohnung auch bedeutend mehr Zeit für die Aufrechterhaltung eines Mindestmaßes an Ordnung bedeuten. Und da schon diese relativ kleine Wohnung in einem mittelgroßen Chaos versank, wäre eine größere Wohnung vielleicht doch keine so gute Idee.

„Es ist Grün, verdammt, mach endlich die Augen auf!“

Förster scherte aus und fuhr an dem Ampelträumer vorbei. Nur mühsam konnte er sich von einer obszönen Geste zurückhalten. Das hätte noch gefehlt, wenn er von irgendeinem Stoffel angezeigt werden würde. Seufzend lehnte er sich im Sitz zurück. Normalerweise war er nicht so gereizt, aber er hatte beim Einsteigen in seinen Wagen eine große Schramme an der Fahrerseite entdeckt. Zwar hatte sein fahrbarer Untersatz schon einige Jahre auf dem Buckel, aber das gab noch lange niemandem das Recht, den Wagen auf diese Weise zu ‚verschönern‘.

Als er im Kommissariat aus dem Fahrstuhl stieg und zu seinem Büro ging, hatte sich seine Laune nicht wesentlich verbessert. Die Schranke an der Einfahrt zur Tiefgarage hatte seine Parkkarte nicht akzeptiert und so musste erst einmal der Parkwächter von Förster aus dem Glaskasten gezerrt werden, damit dieser ihm die Schranke öffnet. In der Zwischenzeit hatte sich hinter ihm eine ansehnliche Schlange gebildet, deren Stimmung desto weiter in den Keller gefallen war, je länger sie auf Richards Rückkehr zu seinem Wagen hatten warten müssen. Als er endlich an seinem Schreibtisch saß, hoffte er nur, dass heute ein ruhiger Tag werden würde. Aber in einer Stadt wie Köln gab es leider nur sehr selten wirklich ruhige Tage.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 76 mal Aufgerufen Am 17. Dezember 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Alien, Außerirdische, Krimi, Mord, Science Fiction
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.