Mission Nirwana

Mission Nirwana
Preis: 5,95 €
Autor:
Genre: Science-Fiction
Webseite: www.wilkomueller.de
Erscheinungsjahr: 2010
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783000316142
Eine mysteriöse Macht entführt Menschen nach Nirwana, einen Planeten, dessen Bevölkerung einer Katastrophe zum Opfer gefallen zu sein scheint. Robert Frankenheim wurde vom Haus, einem multidimensionalen Nexus mit Künstlicher Intelligenz, ausgewählt, um dem ein Ende zu machen. Doch die böse Macht ist nicht so leicht zu fassen und wird von bewaffneten Maschinen bewacht. Das letzte, was sie heraufbeschwören wollen, wäre ein interstellarer Konflikt, denn ihre Mission hat schon die Aufmerksamkeit von Kräften erregt, im Vergleich zu denen Killerroboter wie Spielzeuge aussehen.
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Das war also das Ende: Sie kamen von allen Seiten und sie konnten fliegen! Sie waren so unglaublich schnell! Das Feuer aus den Maschinenpistolen ignorierten sie ebenso wie die peitschenden Schüsse der Nervendisruptoren. Ihr eigenes Gegenfeuer war effektiver. Einer nach dem anderen fielen die Eindringlinge unter dem Hagel der großkalibrigen Projektile. Er warf sich hinter den Bunker, doch vergebens. Auch auf der anderen Seite hörte er das Jaulen der fliegenden Killermaschinen näher kommen. Noch einmal riss er die Waffe hoch und feuerte, obwohl er wusste, wie vergeblich das war. Doch er wollte kämpfend untergehen. Wenigstens das! Vor dem grauen Himmel rasten zwei schwarze Silhouetten heran, das Mündungsfeuer der feindlichen Waffen vermengte sich mit dem Funkensprühen seiner eigenen Treffer an ihren Panzerungen zu einem chaotischen Blitzen und er wurde von einer harten Faust gegen den Beton des Bunkers geschleudert.

Robert Frankenheim zuckte empor und saß kerzengerade im Bett. Er schmeckte Blut. Hatte sich wohl auf die Lippe gebissen. Es war bereits die dritte Nacht hintereinander, in der er von jener Welt träumte, welcher sie so knapp entkommen waren. Sein T-Shirt war nass vom Schweiß. Er begann zu frieren, denn er hatte das Fenster offen gelassen und die Nacht war kühl. Schwerfällig erhob er sich, um es zu schließen.

Stattdessen blieb er am Fenster stehen und schaute hinaus. Es gab außer seiner Straße, den geparkten Autos und den Laternen nicht wirklich etwas zu sehen. Was sollte man schon um drei Uhr früh sehen können? Angreifende Außerirdische oder deren Killerroboter vielleicht?

Man nannte so etwas PTBS – posttraumatische Belastungsstörung. Scheinbar bekam man es fast automatisch, wenn man in Kampfhandlungen verwickelt war. Spätestens seit dem Irak-Krieg kannte man sich damit aus. Nun wusste er aus eigener Erfahrung, wie das war. Ob Männer in früheren Zeiten auch darunter gelitten hatten? Im Mittelalter beispielsweise. Irgendwie konnte er es sich nicht vorstellen. Vielleicht war es eine Frage der inneren Einstellung. Gewalt war im Mittelalter wohl an der Tagesordnung. Er hatte einmal gelesen, dass Tolkien, der im I. Weltkrieg gewesen war, Symptome des PTBS an Frodo Beutlin beschrieben habe. Wenn er das Buch las, musste er nun immer an diesen Artikel denken. Nun ja, der große Meister hatte mehr aus seiner eigenen Erfahrungswelt nach Mittelerde verfrachtet, als man annehmen sollte – auch die Riesenspinne Kankra wurde mit einem Tarantelbiss in der Jugend Tolkiens in Verbindung gebracht.

Dabei war die Sorge, die der Traum ausdrückte, sicher völlig unbegründet. Sie hielten es für unwahrscheinlich, dass man ihnen von dort folgte. Von Nirwana – so hatte der Inspektor den Planeten getauft und keiner widersprach ihm. Aber unwahrscheinlich war nicht unmöglich. Hinter den Wächtern, so bezeichneten die Einheimischen die Maschinen, stand eine Hochtechnologie-Zivilisation, musste eine solche stehen. Wer hätte sonst Menschen durch die Dimensionsgrenzen entführen und diese Maschinen bauen können? Und so eine Zivilisation würde es sich nicht gefallen lassen, dass man aufkreuzte und ihre Roboter zu Schrott schoss. Denn in der Realität waren sie zum Glück erfolgreicher gewesen als in Roberts Alpträumen.

Er seufzte. Die Einheimischen! Die waren in Wirklichkeit alles andere als das. Sie hatte man von der Erde und anderen Welten nach Nirwana entführt. Inspektor Xavier hatte die Welt so genannt, weil man den entführten Menschen auf irgendeine Weise eingeredet hatte, dass sie tot wären und im Jenseits oder auf einer anderen Stufe der Existenz. Wie genau das geschah, wussten sie noch nicht. Ihr einziger Kontakt mit einem Mann, der schnell misstrauisch wurde, war zu kurz gewesen, um mehr zu erfahren.

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Seitenaufrufe: 35 mal Aufgerufen Am 18. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Entführung, Kriminalist, Parallelwelt, Vampir, Verschwinden
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