Mirelle und ihre Freunde auf der Suche nach dem Wunschkraut

Mirelle und ihre Freunde auf der Suche nach dem Wunschkraut
Preis: 7,99 €
Autor:
Genre: Kinder & Jugend
Webseite: www.astridschneider-autorin.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783732374953
Drei Tiere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, treffen aufeinander. Sie stellen fest, dass sie alle in ihrem Leben auf der gleichen Suche sind. Die Suche heißt Veränderung und Freundschaft. Gemeinsam begeben sie sich auf Wanderschaft, um das sagenumwobene Wunschkraut zu finden, das alles verändern soll. Auf ihrer Reise lernen sie sich das erste Mal besser kennen und entdecken neue Seiten an sich. Sie begreifen, was Freundschaft bedeutet, und sind ihrem Ziel so nah – wäre da nicht der böse Ismo, der die Adlerburg mit dem Wunschkraut bewachen lässt. Gemeinsam schaffen sie es, Berge zu versetzen und das Böse zum Guten zu wenden.
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Mittlerweile sind Trampi und Mirelle schon einige Tage unterwegs. Sie haben die Schrecksituation überwunden und durchreisen fröhlich und gut gelaunt das Land. Sie sind inzwischen ein gut eingespieltes Team. Ihr akrobatisches Schauspiel ist DIE Sensation im Tierreich. Viele Tiere, denen sie begegnen, pfeifen ihnen zu und folgen ihnen mit neugierigen Blicken. An diesem wirklich traumhaften Morgen, nach einem ausgiebigen Frühstück, kommen sie schon nach kurzer Zeit an einen großen Fluss. Bislang lief ja fast alles reibungslos, doch nun stehen sie an ihrem ersten Hindernis und sind zuerst ratlos. So weit ihr Auge reicht, nach links und nach rechts nur Wasser. Nirgendwo ist eine Brücke oder Ähnliches zu erkennen. „Super, das sieht ja rischtisch bescheiden aus. Hmm, isch schaue jetzt erst mal auf meine Landkarte, vielleischt gibt es ja doch eine andere Möglischkeit.“ Mirelle durchstöbert hastig ihr Gepäck und faltet die Karte vorsichtig auf. Ganz konzentriert studiert sie die Karte und kommt nach längerem Stöhnen zu einem Entschluss: „C’est de la foutaise, la situation est claire – Mist, die Situation ist klar! Wir kommen nischt drum herum. Wir müssen diesen Fluss überqueren, nur wie?“, schimpft sie und sieht sich hastig um. Ihr Kopf hüpft hektisch von einer Seite zur anderen, damit sie nichts übersieht. „Mein lieber Freund, das Wasser ist nischt das Problem. Wir können beide schwimmen. Aber dieser Fluss ist rasend schnell. Was hältst du davon, wenn wir uns eine Brücke bauen?“, grinst sie ihn an. „Wieeee … Brücke?“, grummelt Trampi. „Schau doch mal, da drüben steht ein alter Baum ganz nah am Ufer, der wirkt schon etwas morsch. Wenn du den Baum umrennst, fällt er bis auf die andere Seite und wir können

rüberwandern.“  Mirelle steuert Trampi zu dem Baum und gleitet dann von seinem Rücken. Trampi nimmt einen langen Anlauf und verfehlt den Baum knapp. Er kann mit Mühe noch bremsen, fast rutscht er in den Fluss. Mirelle schreit erschrocken auf, doch Trampi lässt sich nicht entmutigen und sagt: „Einmal ist kein Mal.“ Er nimmt einen neuen Anlauf und diesmal klappt es. Mit einem lauten Krachen kippt der Baum um und bleibt mit der Krone am anderen Ufer hängen. „Bravo, bravo, das hast du prima gemacht“, schreit sie vor Begeisterung. „Isch teste, ob er hält“, fügt Mirelle hinzu. Mutig erklimmt sie den Stamm und wippt, so fest sie kann. „Trampi, es kann nischts passieren! Er hält, er hält ganz sischer.“ Trampi kichert leise. „Na dann steig mal auf, Kleine, ich bringe uns sicher rüber.“ Trampi setzt bedächtig einen Fuß vor den anderen und schafft so hoch konzentriert den Weg bis zur Mitte des Flusses, obwohl der Stamm immer dünner wird. Doch plötzlich geschieht etwas Unfassbares. Ein Beben und Zittern geht durch den Stamm. Ehe sie herausfinden können, was passiert, stürzen sie kopfüber in das reißende Wasser. Beide versuchen, im Schutz des Baumes gegen die starke Strömung anzukämpfen. Das Wasser peitscht ihnen ins Gesicht. Trampi versucht, mit seinem riesigen Kopf Mirelle Richtung Ufer zu schieben. Doch die großen Wellen, die an den Baumstamm schlagen, kosten ihn viel Kraft und seine liebe Freundin verschwindet immer wieder in den Wassermassen. Dazwischen kreischt sie immer wieder um Hilfe.

In diesem Tumult erscheint plötzlich etwas langes Geflecktes mit großen Augen und blickt verwundert auf das seltsame

Geschehen. Das große gefleckte Wesen heißt Fabrizio. Eine Giraffe mit italienischer Herkunft. Diese Seite des Ufers ist ihr Spielplatz. Heute ist etwas anders als sonst. Ganz nahe am Ufer steht plötzlich ein neuer Busch. Fabrizio freut sich, dass er heute so leicht an sein Frühstück kommt. Genüsslich reißt er sich Zweig für Zweig ab. Sein Mahl wird jäh durch lautes Kreischen und Rufen unterbrochen. Er schaut neugierig an den Zweigen vorbei. „Che figata , non credo ai miei occhi – das ist ja cool, ich glaube, ich sehe nicht richtig. Was macht ihr denn da?“, ruft er zu Mirelle und Trampi rüber. Aber er bekommt keine Antwort und er sieht die panische Angst in den Augen der Schildkröte. Da ist ihm klar, dass sie Hilfe braucht. Fabrizio spreizt seine Vorderbeine wie noch nie in seinem Leben und streckt seinen langen Hals, so weit es geht, über das Wasser. Aber oje, es reicht noch nicht. Trampi erkennt, dass Hilfe naht, und gibt Mirelle mit letzter Kraft noch einen heftigen Schubs, sodass sie vor Fabrizios Kopf landet. Die hilfsbereite Giraffe angelt nun die kleine Schildkröte Stück für Stück aus dem Wasser. Trampi taucht kraftlos ab und verschwindet. Vorsichtig stupst er das nasse Bündel vor sich an. Eine ganze Weile regt sich nichts und Fabrizio denkt schon, dass er zu spät gekommen ist. Als er schon nicht mehr daran glaubt, fängt es an zu prusten und zu husten. Kleine Wasserfontänen sprudeln aus ihrem Panzer. Und dann ein Kopf mit fragenden Kulleraugen. „Isch glaube, isch habe den ganzen Fluss leer getrunken.“ Erst jetzt sieht sie diesen Riesen neben sich liegen und erschrickt. „Ach du meine Güte“, haucht sie.

Bewertung: 5.0 von 5 (3 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 133 mal Aufgerufen Am 18. Januar 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Freundschaft, Kinderbuch, lustig, Makel, Mirelle, pädagogisch, spannend, Wünsche
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