Mira & Ole: Sei du selbst (perfect desire 1)

Mira & Ole: Sei du selbst (perfect desire 1)
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Erhältlich: Als E-Book
Erster Band der „perfect desire“ Reihe *** Mira ist seit Jahren nur die biedere Bibliothekarin, bis sie während eines Existenzgründerseminars den punkigen Musiker Ole kennenlernt. Er ist genau ihr Typ und weckt Sehnsüchte in ihr, die sie bisher erfolgreich unterdrückt hat. Langsam bringt Ole die wahre Mira zum Vorschein. Fünf Jahre später sind die beiden immer noch ein glückliches Paar. Allerdings kennt Miras Familie, bis auf Oma Liesel, nur ihre Verkleidung als Bibliothekarin. Liesel möchte das ändern und verlangt von Mira, als sie selbst, zu ihrem achtzigsten Geburtstag zu kommen. *** Die Story ist in sich abgeschlossen. Es handelt sich um einen erotischen Liebesroman für Erwachsene mit gefühlvoller Handlung, aber auch expliziten Szenen und Flüchen.
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Leseprobe

Prolog
Mira
Es ist ein wunderschöner Sommertag. Nervös sitze ich in meinem Elternhaus auf der Veranda im Schatten und versuche so zu tun als würde ich ein Buch lesen. Normalerweise lenkt mich das auch ab, aber heute kann ich mich beim besten Willen nicht auf die Worte konzentrieren. Krampfhaft versuche ich nicht daran zu denken, dass heute der Tag der Tage ist und ich mich dafür entschieden habe, nicht so zu werden wie meine scheiß spießigen Eltern. Vor ein paar Wochen bin ich achtzehn geworden. Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet? Jetzt kann mir keiner mehr vorschreiben was ich zu tun oder zu lassen habe. Natürlich ist mir klar, dass ich, bevor ich mein Abi in der Tasche habe, immer noch auf das Wohlwollen meiner Eltern angewiesen bin. Sobald ich studieren gehe, werde ich mir allerdings einen der am weitesten von hier entfernten Studienorte aussuchen. Irgendwo weit im Süden von Deutschland. Aber das ist noch lange hin.
Seit Jahren wünsche ich mir ein Tattoo. Heute ist der Tag an dem ich eins bekommen werde. Viele werden vielleicht denken, dass ich noch viel zu jung bin, um solch eine weitreichende Entscheidung zu treffen, aber ich sehe das anders. Ich bin der festen Überzeugung, dass mein Körper ganz alleine mir gehört. Nur ich darf entscheiden, was damit passiert und was nicht. Heute habe ich mich dazu entschieden, dass ich etwas ändern möchte. Heute bekomme ich mein erstes Tattoo. Ob meine Eltern das für richtig halten oder auch nicht. Ein Freund von mir ist Tätowierer und wird mich heute nur tätowieren, weil er heimlich in mich verschossen ist und sich damit bessere Chancen bei mir ausrechnet. Mir ist es egal, warum er es tut, wichtig ist einzig und alleine, dass er es tut. Selbst wenn das heißt, dass ich nachher mit ihm rummachen muss, dann ist es das definitiv wert.
Ich habe mir den Klassiker ausgesucht. Harry Potter, das Logo mit dem Dreieck und dem Kreis direkt auf meine Rippen. Dort wo der BH sitzt. Auf der rechten Seite. So werden die meisten Menschen nie mitbekommen, dass ich eines habe, aber ich werde es immer wissen. Meine Eltern werden dort auch nie hinsehen, also ist es eine sichere Sache.
Um Punkt zehn stehe ich bei besagtem Kumpel vor der Haustüre. Er winkt mich rein und wir gehen direkt in eines der Zimmer. Natürlich hätte ich auch ganz offiziell in ein Studio gehen können, aber was, wenn mich jemand dabei sieht? Das kann mir hier nicht passieren. Soviel ich weiß, wohnt er hier mit ein paar Kumpels in einer WG.
Zuerst zeichnet er die Vorlage direkt auf meine Haut. Es sieht gut aus und ich nicke ihm zustimmend zu. Er soll endlich anfangen. Ich bin so nervös, dass ich nicht weiß, ob ich nicht noch einen Rückzieher mache, wenn er nicht gleich loslegt. Endlich fängt er an. Fuck! Das tut auf alle Fälle mehr weh, als ich erwartet habe. Ich wusste schon vorher, dass die Rippen nicht die angenehmste Stelle sind, aber eine andere Stelle kommt aktuell eben nicht in Frage. Also beiße ich die Zähne zusammen und warte ab, dass er sein Werk vollendet.
Endlich ist er fertig. Krass! Es sieht perfekt aus. Genauso habe ich es mir vorgestellt. Er ist wirklich gut in seinem Fach. Die Linien sind alle sehr gut geworden. Nicht zu dünn und nicht zu dick. Bereits als er den letzten Stich setzt, weiß ich, dass es nicht das letzte Motiv gewesen ist. Dieser Schmerz war unangenehm, aber auszuhalten. Mehr als auszuhalten. Dummerweise sogar ein Stück weit anregend. Es wird sich also nicht vermeiden lassen, dass ich heute noch mit dem Kerl rummache, wenn ich das Kribbeln zwischen meinen Beinen nicht ignorieren möchte. Ich merke, dass es mich doch mehr erregt hat, als ich wahrhaben will. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass mir auffällt, dass ich manche Art von Schmerz anregend finde. Das erste Mal war es ein leichter Klaps auf den Hintern von einem Typ mit dem ich einen One-Night-Stand in einem Club hatte. Wir haben uns auf die Toilette verzogen und es von hinten in einer der Kabinen gemacht. Dabei hat er immer wieder mit seiner Hand auf meinen Hintern gehauen. Ich mochte das Gefühl mehr als mir lieb ist. Ich versuche schnell zu verdrängen was ich da vermeintlich wahrgenommen habe und beschließe doch lieber schnell nach Hause zu gehen. Der Tätowierer gibt mir noch ein paar Tipps, wie ich mein neues Tattoo die nächsten Tage versorgen soll, und klebt die Stelle mit Frischhaltefolie und Klebeband ab. Eine Minute später bin ich auch schon aus der Türe. Stolz, wie lange nicht mehr, gehe ich zu Fuß nach Hause. Dieses Tattoo wird mein kleines Geheimnis bleiben. Keiner wird je davon erfahren.

Kapitel 1: Heute
Mira
Noch vierundzwanzig Stunden und ich werde meiner Familie das erste Mal als Mira gegenüber stehen. Mein Spiegelbild grinst mich ein wenig unsicher an. Als die echte Mira. Nicht die biedere, langweilige, schüchterne Bibliothekarin, sondern die tätowierte, gepiercte und durchgedrehte Buchhändlerin. Ich sehe meine Verwandtschaft glücklicherweise nur zweimal im Jahr …

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Seitenaufrufe: 29 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: interessante Menschen, Mira und Ole, moderne Beziehungen, moderne Frauen, Piercing, Tattoos, Verkleidung
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