Menschenfehler

Menschenfehler
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783739617749
Menschenfehler - "Was würden Sie tun, wenn Sie dringend Geld bräuchten und die Chance hätten, sehr viel zu verdienen? Würden Sie an einer Studie wie dieser teilnehmen, die den neutralen Betrachter doch schon auf Anhieb misstrauisch stimmen müsste? Wie weit würden Sie gehen, um noch mehr Geld zu bekommen - Geld, das womöglich all Ihre Probleme lösen könnte? Kennen Sie Ihre Grenzen? Wie groß ist Ihre Gier? Es ist, als würde man Raubtiere in einem Käfig beobachten und sie immer wieder mit Futter locken. Ein faszinierender und gleichzeitig erschreckender Anblick. Doch wir können einfach nicht wegsehen." Eliza hegt von Anfang an Zweifel, doch ihr Vater besteht darauf, an einer merkwürdigen Studie teilzunehmen, denn sie brauchen dringend Geld. Auf den ersten Blick scheint alles wie ein Traum: Sie dürfen in einer Villa leben und müssen zunächst nur ein paar harmlose Aufgaben erfüllen. Doch schnell merkt sie, dass selbst diese harmlosen Aufgaben immer wieder zu Streitereien unter den Teilnehmern führen. Alle Teilnehmer scheinen zudem vom Schicksal gezeichnet zu sein: Neben Menschen mit Handicap und Trauernden, wie sie selbst, sind auch einige zwielichtige Personen unter ihnen. Als schließlich noch mehr Geld ins Spiel kommt, ist so die Katastrophe vorprogrammiert.
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Leseprobe

Prolog

Fehler 1: „Fehlerfrei“

Wenn das Herz ein Teil verliert,

sich jedoch nicht generiert,

wenn der Geist am Fleck verweilt

und sich nicht mehr selber heilt,

treten wir den Fehlern bei,

doch Menschen sind nicht fehlerfrei.

Adam Grants war schon immer fasziniert von ihnen, von all den Fehlern. Jene, die auch er hin und wieder machte. Das liegt eben in der Natur des Menschen. Auf Grund eines Fehlers, des Fehlers eines Arztes um genau zu sein, hatte er sein Vermögen noch um einiges vervielfacht. Gut, der Fehler – ein vergessenes OP-Tuch in seinem Bauch – hätte ihn fast das Leben gekostet, aber hey: Noch war er hier. Sein Anwalt hat diesen Arzt völlig fertig gemacht, ausgenommen.

Er selbst war dem Arzt sogar ein bisschen dankbar, denn er hatte ihn auf eine Idee gebracht.

Er wollte das Zeichen Gottes nutzen, der ihn scheinbar nicht sterben lassen wollte: stattdessen weiter die Fehler anderer zeigte. Er verstand ihn nicht diesen Gott. All die Fehler, all die Schicksalsschläge. Nein, der Mensch ist keine perfekte Rasse. Wenn es diese höhere Macht gab, diesen Gott, so war er jedenfalls auch nicht fehlerfrei, sonst hätte er nicht den Menschen in dieser Art geschaffen.

Aber dass die Menschen nicht perfekt sind, macht sie so spannend. Und es keimte jene Idee in ihm. Ideen waren immer schon seine Stärke.

Er brauchte hierfür nur ein paar Freiwillige.

Warum nicht dafür all das nutzen, was er sich über die Jahre aufgebaut hatte? Sein Kapital, seine Baufirma.

Schon seit Monaten hatte er nun alles genau geplant und aufgebaut.

Die ersten Gebäude eines eigenen geschlossenen Häuserkomplexes, einer Gated Community, standen schon. Auch Strom und Wasser floss schon, natürlich bezogen von seinen eigenen Werken. Er würde dennoch nicht weiterbauen, trotz des riesigen Grundstücks. Es diente alles nur zum Schein. Nur Teil des großen Ganzen. Die bisherigen Gebäude würden reichen. Für sein Spiel. Sein Experiment. Er liebte das Spielen, denn er hatte immer Glück dabei. Egal ob im Lotto, an der Börse oder wenn es darum ging, Aufträge für seine Firma an Land zu ziehen. Aber das hier würde so viel mehr sein, als nur ein Spiel, es würde ihn einiges kosten, sicher, aber wenn alles nach Plan verlief, war es das wert. Sie werden schon alle sehen, was gesehen werden muss.

Er brauchte jetzt nur noch Bewohner oder eher Mitspieler. Menschen, die er studieren konnte. Es mussten welche sein, die gezeichnet waren, gezeichnet von Fehlern, die denken, sie würden keine weiteren machen.

Wie er sie bekommen würde? Klar, mit Geld. So wie er schon immer alles bekommen hatte, was er wollte, außer seiner Gesundheit eben und seines Glückes. Geld kann nämlich auch einsam machen.

Er würde ihnen einfach sagen, es sei eine offizielle Studie. „Das Schicksal und wie es sich auf unsere Gesellschaft auswirkt“, soll der Titel sein.

Sicher würden sie bald schon merken, dass etwas faul ist. Aber egal. Dann wäre es zu spät. Das Geld wird sie in seine Falle locken.

Auch eine große Crew hatte er um sich versammelt. Angestellte, teils eingeweiht, größtenteils nicht. Den meisten reichte zum Glück ein großer Batzen Geld, damit sie keine Fragen stellten und einfach taten, was er ihnen sagte.

Eine davon war Jessica Ridleas, ein noch junges, aber schon gerissenes und hinterhältiges Biest, dem er nicht so ganz traute, die aber perfekt dafür war, den Maulwurf zu spielen. Den Spitzel. Sich unter die Teilnehmer zu mischen. Sie wird ihm berichten. Und Protokoll führen. Über die Fehler, die er beobachten will.

Soeben las er ihren ersten Aufschrieb:

Einer unser Fehler ist, dass wir nach Perfektion streben. Versuchen fehlerfrei zu sein. Doch wir müssen Fehler machen. Das macht uns menschlich, das macht uns interessant.

Und genau deshalb, wird es so interessant sein, diese vom Schicksal gezeichneten oder von der Gesellschaft ausgegrenzten Menschen, auf diese Weise zu beobachten. Ihr Zusammenspiel. Ihre Fehler.

„Entspricht das ihren Vorstellungen, Mister Grants?“

Er klopfte ihr lobend auf die Schulter.

„Ja. Genau so.“

Sie grinste.

Er lächelte. Lasset die Spiele beginnen, dachte er.

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Seitenaufrufe: 60 mal Aufgerufen Am 21. Oktober 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drama, Fehler, geld, Gesellschaft, Kritik, Menschen, Schicksal, Spannung, Studie, Thriller
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