Meine Liebe wird dich finden

Meine Liebe wird dich finden
Preis: 8,90 €
Autor:
Genre: Sachbuch
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783944648071
Was findet man, wenn das Leben einem plötzlich scheinbar das Liebste und Kostbarste nimmt? Alexandra Wirth verlor über Nacht ihren ersten Sohn. Eine schwere Erkrankung zwei Jahre später führte sie auf ihren tiefsten Seelengrund und ließ sie ihre Suche nach ihrem Kind beginnen ~ die schließlich gleichzeitig eine Reise zu sich selbst wurde. In ihre Gedichte lässt die Verfasserin all ihre auf dem Weg gefundenen Wahrheiten, Gedanken und Gefühle fließen, die sie Wortmalereien nennt. Sie erzählen von der facettenreichen Lebendigkeit im liebevollen Annehmen des eigenen Selbst – und lassen beim Leser die Hoffnung aufkeimen, dass jeder am Ende von der Liebe gefunden wird.
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Leseprobe

Herausgeliebt

Alles, was ich noch nicht kannte,

was auf meinem Grunde brannte,

unmaskiert und ungesiebt,

hast Du aus mir herausgeliebt.

Hauptsache

Hast Du Deine Antwort schon gefunden?

Drehst Du noch ein paar Sonderrunden?

Hörst Du Dein Herz schon zu Dir sprechen?

Musst Du ausgediente Regeln brechen?

Bist Du schon in Dir daheim?

Integrierst Puzzleteile Deines Sein?

Jeder Schritt geht in seiner Zeit

und lebt Dich in die Ewigkeit.

Es ist ein In-Dir-Selber-Wandeln.

Alles Fühlen, alles Handeln

hat die Bedeutung, die Du gibst.

Hauptsache: Du liebst …

Arm nehmen

„Arm nehmen“, sagt die Liebe zur Trauer,

und küsst sie sanft auf die Stirn.

„Zwischen uns steht keine Mauer,

komm heim, mag Dich doch nicht verlier‘n.“

Da rinnen der Trauer die Tränen,

sie färbt sich vom Schwarz-grau ins Bunt.

Sie darf sich in Liebe wähnen,

und die Seele fühlt sich nicht mehr wund.

Ganzwerdung

Ja, ich möcht‘ die Liebe finden,

mich mit allem Sein verbinden,

Duft von Blumenwiesen schmecken,

Wahrheit, Sinn, mich selbst entdecken.

Ja, ich möcht‘ geborgen sein,

in meinem Schatten und im Schein.

Mit dem Wind in Freiheit fliegen,

Hader, Zweifel, Angst besiegen.

Ich will, ich will, kannst Du mich hör‘n

und die Engel mir beschwör‘n?

Ich schreie mir mein Herz ganz wund

und fall‘ in meinen Seelengrund.

Und ich staune, was ich finde:

Liebe, Freiheit, Himmelswinde.

In meinem eig‘nen Lichterglanz

bin ich geborgen, werd‘ ich ganz.

Wovor hast Du Angst?

Dass Deine Sonne zu hell scheint?

Dass Dein Schmerz zu leise weint?

Dass Deine Sterne nicht mehr funkeln?

Dass Du Dich verirrst im Dunkeln?

Welche Nãhe ängstigt Dich?

Zählst Du meine „Liebst Du mich?“

Glaubst Du denn, im Fallenlassen

wird man seine Schwächen hassen?

Bist Du nicht bei mir daheim?

Lebst Du den erlernten Schein?

Bist mir nah und doch so fern.

Stoß ich denn auf Deinen Kern?

Den Du selbst noch gar nicht kennst?

Weil Du Dir selber vorausrennst?

Hab ich Dir die Fahrt genommen?

Noch bevor Du angekommen?

Wenn ich Dich zum Stillstand zwinge

und Dich in Dein Fühlen bringe,

spürst Du dann die Lungenschmerzen?

Und das Rasen in Dei‘m Herzen?

Wo hast Du Deinen Schmerz begraben?

Darf Deine Wunde auch mal klagen?

Sind alle Tränen schon geweint?

Dein inn‘res Kind mit Dir vereint?

Durftest Du als Kind auch jammern?

Und Dich an die Sterne klammern?

Du wirkst so reif, so stark, so taff.

Deine Weisheit macht mich baff.

Schreist Du Dir ins eig‘ne Herz?

Und verleugnest Deinen Schmerz?

Programmierst Du Deinen Geist?

Weil sonst Deine Haut Dir reißt?

Sind da drunter Deine Wunden?

Unter Deiner Haut verschwunden?

Ihr Blut fließt stetig durch Dein Herz

und nährt den ungehörten Schmerz.

Lass mich in Deine Wunde schau‘n,

so geht die Angst – und kommt Vertrauen.

Liebe ist alles

„Was also ist die Liebe?“

Die letzte Blase des Badeschaums,

das hellste Licht des Mädchentraums.

Tiere und Pflanzen der Erde,

das schwärzeste Schaf der Herde.

Das Ungreifbare der Luft,

Dein unverkennbarer Duft.

Letzter Funken der Feuerstelle,

unbezähmbare Lebenswelle.

Die tausendste Mücke beim Tanzen,

das Kleinste im großen Ganzen.

Letzter Tropfen des Wasserfalles,

das, denk‘ ich, ist sie: Liebe ist alles.

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Seitenaufrufe: 150 mal Aufgerufen Am 5. April 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Dankbarkeit, Hoffnung, Leben, Liebe, Schmerz, Sehnsucht, Tod, Trauer, Versöhnung
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