Mehlsack und Champagnerküsse

Mehlsack und Champagnerküsse
Preis: 2,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: http://francine-f-winter.de
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als E-Book
Elisa backt wunderbare Kuchen und traumhafte Torten, doch ihre kleine Konditorei steht kurz vor dem Ruin. Nicht nur ihre Existenz, sondern auch die ihrer Familie ist bedroht. Die Zeit drängt und das einzige Hilfsangebot hat einen dicken Haken. Mitten in diesem Chaos trifft sie einen geheimnisvollen Fremden, der so gar nicht in ihre Welt passt, und der ihr Leben noch mehr durcheinanderwirbelt. Sie kommen sich sehr nah und sind dann wieder meilenweit voneinander entfernt. Bei Elisa sind die Gefühle echt, doch für ihn ist es – nur ein Spiel?
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Das Wasser war fantastisch. Angenehm kühl und seidenweich auf der Haut. Elisa schwamm ein paar Züge weiter hinaus, drehte sich dann auf den Rücken, legte den Kopf nach hinten, so dass ihre Haare nass wurden. Die Abkühlung tat so gut! Sie hob den Kopf wieder aus dem Wasser und schaute zurück Richtung Ufer.
Moritz stand neben seinem Handtuch und zog gerade die lange Hose aus. Er hatte einen tollen Körper! Elisa genoss es, ihm zuzuschauen, wie er in seinen schwarzen Badeshorts die paar Schritte zum Wasser zurücklegte und dann hinein watete. In einer Zeitschrift hatte sie kürzlich gelesen, dass Frauen nicht so visuell veranlagt und erregbar wären wie Männer. Das sei der Grund dafür, dass es mehr Magazine und Filme mit nackten Frauenkörpern gebe als mit Männern. Was für ein Quatsch! Sie jedenfalls sah sehr gerne schöne Männerkörper an. Man bekam als Frau nur seltener die Gelegenheit dazu.
Moritz kam mit ein paar kräftigen Schwimmzügen zu ihr. „Das ist ja herrlich! Etwas ganz anderes, als in einem Pool zu schwimmen.“
„Nicht wahr?“ Elisa lächelte ihn an. „Wollen wir eine Runde drehen?“
„Sehr gerne. Wo entlang?“
„Da drüben ist eine hübsche kleine Bucht, zu der es über Land keinen Weg gibt“, Elisa zeigte nach rechts. „Es ist sozusagen neben unserem Liegeplatz. Wir müssen nur ein Stück parallel zum Ufer schwimmen.“
„Na dann los!“ Moritz kraulte in die angegebene Richtung, als wäre jemand hinter ihm her, und entfernte sich schnell.
Da ist aber jemand sehr zielstrebig!, dachte Elisa verblüfft und schwamm gemächlich hinterher. Zu einem Wettschwimmen hatte sie keine Lust. Körperliche Arbeit hatte sie in der Konditorei schon genug gehabt.
Moritz hatte inzwischen bemerkt, dass er ganz allein vorneweg schwamm und stoppte. Er legte sich auf den Rücken und seufzte laut.
„Geht es Ihnen gut?“, fragte Elisa, als sie bei ihm ankam.
„Total gut! Es ist wunderbar, das alles hier!“, seufzte er. „Das Wasser, die Sonne, der weite Blick … Entschuldigen Sie, dass ich eben so vorgeprescht bin. Ich lebe in einer Welt, in der es immer schnell vorangehen muss. Wo man möglichst als erster am Ziel ankommt …“ Er schaute sie nachdenklich an.
„Hm“, machte Elisa. „Ist das nicht sehr anstrengend?“
„Ja, manchmal, aber das ist ja gerade die Herausforderung. Es trotzdem zu schaffen. Seine Ziele zu erreichen. Das Unmögliche möglich zu machen. Besser zu sein als die anderen!“
Elisa schaute ihn verständnislos an. „Ich lebe wohl in einer anderen Welt …“
„Sehr anders“, bestätigte Moritz. „Diese Ruhe gestern bei Ihnen in der Backstube … so etwas habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Und diese Arbeit mit Dingen, die man anfassen kann …“
„… Und sogar essen!“, warf Elisa lachend ein.
„Ja, sogar essen … Und sie gestalten etwas Schönes, das den Menschen Freude bringt. In meinem Beruf geht es um Gedankenkonstruktionen wie Maximalleistung und Gewinn-Optimierung und so etwas …“
„Etwas Gewinn-Optimierung würde mir vielleicht auch nicht schaden.“ Elisa verzog das Gesicht.
„Wie gesagt, ich berate Sie gern, wenn Sie ein Problem haben.“ Moritz schaute ihr offen ins Gesicht.
„Nein, nein, es ist nichts Wichtiges. Wir wollen uns den schönen Nachmittag nicht mit geschäftlichen Dingen verderben“, sagte Elisa leichthin. „Wollen wir weiter?“
„Gern.“
Sie schwammen eine Weile in ruhigen Zügen nebeneinander her und schließlich öffnete sich das bewaldete Seeufer zu einer weiteren kleinen Bucht. Elisa steuerte auf den schmalen Strand zu und Moritz folgte ihr.
Hier standen noch mehr Bäume und Büsche als in ihrer Liegebucht. Dazwischen wuchs hohes Gras mit Löwenzahn und Gänseblümchen.
„Ist das nicht wundervoll?“ Elisa watete durch das flache Wasser, ging an Land und wrang ihre tropfenden Haare aus.
„Ja, sehr schön.“ Moritz´ Blick wanderte schnell über Elisas nassen Körper, dann schaute er auf die Umgebung.
„Kommen Sie. Ich zeige Ihnen etwas.“ Elisa ging fröhlich voran.
„Ähm …“ Moritz blieb unschlüssig stehen und schaute auf den Boden. „Wie weit gehen wir denn? So ohne Schuhe?“
Elisa drehte sich um und schaute ihn verblüfft an. „Gehen Sie denn nie barfuß?“
„Hm, nein … Wissen Sie, bei Geschäftsmeetings in schicken Büroetagen und am Flughafen ist das eher unüblich …“ Er lachte plötzlich und konnte gar nicht mehr aufhören.
Elisa lachte mit und beobachtete verwundert, wie sehr Moritz Gardener sich veränderte, wenn er unbeschwert lachte. Man sah plötzlich den kleinen Jungen, der er einmal gewesen war, durchscheinen.
Moritz setzte vorsichtig einen Fuß vor den anderen und stakste hinter Elisa her, die jetzt voranging, weg vom Wasser, zum hinteren Teil der Bucht, wo viele Büsche wuchsen.
„Himbeeren!“, sagte sie. „Dieses Jahr sind es leider nicht so viele wie sonst, aber ein paar findet man doch immer.“
„Ach, noch mehr Obst“, schmunzelte Moritz. „Hm, Himbeeren mag ich richtig gern! Ich habe sie nur noch nie selbst gepflückt … Doch einmal, als kleiner Junge, da lebte meine Mutter noch …“
„Na dann los, passen Sie nur mit den Stacheln auf.“

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Seitenaufrufe: 71 mal Aufgerufen Am 21. Januar 2018 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Bayern, fremder Mann, Konditorei, Romantisch, Sommer, spannend, süß, Wahre Liebe
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