Man soll Gleiches nicht mit Gleichem vergelten

Man soll Gleiches nicht mit Gleichem vergelten
Preis: 4,70 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als E-Book
Margit Gehring beschließt von einem Tag auf den anderen, sich drei Wochen Urlaub zu nehmen und zu verreisen. Einfach mal rauskommen und was anderes erleben! Ziel ihrer Reise ist der Wiener Wald in Österreich. Schon während der Fahrt sticht ihr der höchst attraktive Busfahrer und Reiseleiter Roland Hausmann ins Auge. Und auch sie hat sein Interesse geweckt. Doch auf ein Mal beginnt man über sie zu lästern und sie zu beleidigen. Auch Roland Hausmann scheint involviert zu sein. Da sie ihr Herz mittlerweile jedoch an den charmanten Busfahrer voll und ganz verloren hat, gibt sie sich nicht so einfach geschlagen und setzt einen folgenreichen Plan in die Tat um ...
Jetzt das Buch bei Amazon Kindle kaufen.

Leseprobe

Eines Morgens – es war gegen Ende der ersten Urlaubswoche – war es dann so weit. Die Attacke traf Margit mit voller Wucht. Sie schwor, dass sie vorher nichts bemerkt hatte, obwohl sie in solchen Dingen ein sehr feines Gespür hatte. Die Gruppe beratschlagte, was sie abends unternehmen wollte. Beim Vorschlag, nach Gumpoldskirchen zu fahren, geriet sie ins Schwärmen und rief freudig: „Au ja, da wollte ich schon immer mal hin!“   

Gerlinde sah sie kühl an und gab ihr freundlich zu verstehen: „Weißt du, heute Abend wollen wir mal alleine etwas unternehmen.“

Wie von einem Peitschenhieb getroffen zuckte sie zusammen und bemerkte das hämische Grinsen der anderen, ja auch Roland Hausmanns. Sie freuten sich riesig, sie so getroffen zu haben. Sie spürte, wie sie rot wurde, ihre Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen und sie musste sich sehr beherrschen, nicht zu weinen ob dieser schrecklichen Abfuhr. Sie hatte sich ihnen nie aufgedrängt und sie war nur am ersten Abend mit in diese Weinstube gegangen. Mit einiger Mühe fasste sie sich wieder, als sie der nächste Hammer traf.   

„Na wartet ich bin nicht auf euch angewiesen“ dachte sie zynisch.

Am Tisch entstand eine lebhafte Unterhaltung. Sie beteiligte sich nicht daran, und auch das Verhalten Roland Hausmanns ließ sie wissen, dass er sich nicht nur nichts aus ihr machte, sondern sie einfach nicht leiden konnte. Er ließ sie im Stich. Es tat so weh, und doch war sie ein solches Verhalten schließlich gewohnt, und sie hatte sich sehr gut im Griff. Zu der Enttäuschung nach der dreijährigen Beziehung fügte sie noch eine weitere hinzu. Wobei sie diese Enttäuschung schon nach einer Woche traf, was immerhin ein Vorteil gegenüber den drei Jah-ren gegenüber war.

„Nun sei doch nicht gleich beleidigt und so ekelhaft!“, tönte Ger-linde.

„Ich habe doch noch keinen Ton gesagt!“, versuchte Margit sich zu verteidigen, sich gleichzeitig fragend, ob sie das eigentlich nötig hatte. Sie hätte es sich schenken können. Die anderen grinsten noch mehr, ja auch Roland Hausmann. Sie saß schweigsam beim Abendessen und vermied es, irgendeinen aus der Gruppe anzusehen. Ob Roland Hausmanns Blick auf ihr ruhte, wusste sie nicht. Es interessierte sie nicht, wirklich nicht. sie schwärmten von Gumpoldskirchen, das sie heute Abend besuchen würden. Kam ihr der Lärm besonders schrecklich vor? Oder war sie nur besonders schweigsam? Sie wusste, was sie an diesem Abend vorhatte.

In ihrem Zimmer tätigte sie mit ihrem Handy kurz ein Telefonat: Sie würde jetzt endlich Weihermülllers besuchen. Peter wollte sie abholen. Sie überzeugte ihn, dass es ihr lieber wäre, wenn er sie wieder ins Hotel bringen würde. Sie wollte ein Taxi nehmen. Die Aussicht auf diesen Abend ließ sie etwas fröhlicher werden. Nach dem Abendessen hatte sie ihre schicksten Kla-motten angezogen und sich besonders geschminkt. Die anderen waren schon mit hoteleigenem Bus auf dem Weg nach Gumpoldskirchen, als das Taxi vorfuhr.

Der Abend bei Weihermüllers war unvergesslich. Sie bemerkten ihre niedergeschlagene Stimmung und forderten sie auf, den Grund zu nennen. Sie erzählte ihnen nicht nur, wie sie die anderen ausgebootet hatten, sondern auch von Roland Hausmann. Weihermüllers grinsten breit und unterbreiteten ihr einen Plan. Sie war sofort Feuer und Flamme. Es schien allen Dreien ein riesengroßer Spaß zu sein, und sie dachten nicht im Traum daran, dass dieser Plan bald über ihre Kräfte gehen sollte.

Bewertung: 0.0 von 5 (0 Bewertung)
Sending
Seitenaufrufe: 37 mal Aufgerufen Am 22. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Belletristik, Liebesgeschichte
Kommentare zum Buch Buch melden / Problem klären
Das Werk einschließlich aller Inhalte ist urheberrechtlich geschützt. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck oder Reproduktion (auch auszugsweise) in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie oder anderes Verfahren) sowie die Einspeicherung, Verarbeitung, Vervielfältigung und Verbreitung mit Hilfe elektronischer Systeme jeglicher Art, gesamt oder auszugsweise, ist ohne ausdrückliche schriftliche Genehmigung des oben genannten Autors bzw. der Autoren untersagt. Alle Übersetzungsrechte vorbehalten.

Diese Bücher könnten Dich auch interessieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.