Magie voller Tücken

Magie voller Tücken
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Webseite: www.sppepper.de
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Koruk sollte nicht hier sein. Seine Anwesenheit kann den Menschen, denen er sein Leben verdankt, Schwierigkeiten bereiten. Deshalb verstecken sie ihn in einer finsteren Kammer vor Gefahren, über die sie ihm nichts verraten. Um sich zu schützen. Um ihn zu schützen. So behaupten sie jedenfalls. Doch Koruks Zweifel wachsen. Was, wenn sie ihn nicht aus Mitgefühl gerettet haben? Genre: Mittelalterlicher Fantasy-Roman (in sich abgeschlossen)
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Leseprobe

Kapitel 1

Koruks Blut floss. Warm und klebrig rann es durch seine Finger und er taumelte weiter durch den

nächtlichen Wald.

Zwischen den Bäumen leuchteten ferne Lichter. Sie waren sein Ziel – Lichter bedeuteten Menschen;

Menschen bedeuteten Hilfe. So hoffte er zumindest. Er trieb die Beine vorwärts, klammerte

sich an die Zuversicht, dass sie ihn lange genug trugen. Jeder Schritt kostete mehr Kraft, bis Koruk

kaum den Willen aufbrachte, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Plötzlich gaben seine Beine

nach und er stürzte in Dunkelheit.

Ein seltsamer Laut drang an sein Ohr – ähnlich dem Knarren einer Tür. Ob jemand kam?

Jemand, der ihn vor dem Tod bewahrte? Angestrengt spähte er in die Finsternis. Er war allein und

dieses Geräusch vermutlich eingebildet. Selbst die fernen Lichter waren verschwunden. Hier lebt

niemand mehr, dachte er resigniert. Du weißt es. Du hast es dir bloß gewünscht. Er konnte seine

Suche beenden und das Unausweichliche kommen lassen. Er musste nichts weiter tun – nur

warten.

Weich wie ein Bett war der bemooste Waldboden, die Blätter säuselten und der Duft nasser Erde

umfing ihn. Es gibt wahrlich schlimmere Arten, zu sterben. Ein klägliches Lächeln stahl sich auf

seine Lippen.

„Er wacht auf“, erklang die Stimme einer Frau.

Der erdige Geruch war verweht, das leise Lied der Blätter verstummt.

„Es wäre besser gewesen, wenn er es nicht geschafft hätte“, brummte ein Mann.

Nur ein Traum … Koruk wollte sich auf die Seite drehen, doch ein beißender Schmerz fuhr durch

seinen Bauch. Mit trägen Fingern ertastete er derben Stoff.

„Nicht berühren“, sagte die Frau.

Kein Traum … Ich war in diesem Wald … Koruk zwang seine Augen, sich zu öffnen. Die Luft hatte

etwas Stechendes, sodass seine Lider mehrfach zusammenzuckten, bis sie ihm gehorchten. Über

ihm verlor sich die Zimmerdecke im Dunkel. Als er mühsam den Kopf drehte, sah er in das Gesicht

einer jungen Frau. Schatten tanzten auf ihrem Antlitz und dem blonden Haar, ließen sie unwirklich

erscheinen. Für einen Moment dachte Koruk, dass sein Verstand ihm Trugbilder vorgaukelte; dann

entdeckte er den flackernden Kienspan.

Sie lächelte – so reizend, dass es Koruk unangenehm war, derart hilflos vor ihr zu liegen. „Ich

heiße Neyla.“ Sie wies auf den alten Mann neben sich. „Das ist mein Vater Debin.“

In Gedanken wiederholte Koruk die Namen der beiden, da er fürchtete, sie zu vergessen.

Dieser Debin musterte ihn argwöhnisch. „Du wirst dein Lager unter keinen Umständen verlassen.

Hast du verstanden?“ Seine Stimme klang wie ein Schnauben.

Obwohl die Forderung des Alten unsinnig war, nickte Koruk. Es war ihm ohnehin nicht möglich,

zu diskutieren – geschweige denn, gegen das Verbot zu verstoßen.

Der Alte runzelte die Stirn, wandte sich ab und humpelte durch die Tür.

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Seitenaufrufe: 30 mal Aufgerufen Am 20. August 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Abenteuer, Magie, Mittelalter, Spannung
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