Love Bites (1) – Küss mich

Love Bites (1) – Küss mich
Preis: 1,49 €
Autor:
Genres: Fantasy, Romantik
Webseite: www.sarah-neumann.com
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als E-Book
Die junge Rebecca liest ein Mädchen von der Straße auf. Dass sie dadurch einen nahezu ausgehungerten Vampir eingeladen hat, wird ihr erst klar, als ein großer Hund sie vor dem Angriff rettet. Überwältigt von den Geschehnissen wird Rebecca von dem Vampir Logan aufgenommen. Dieser erkennt, dass sie eine seltene Gabe besitzt, die den Vampiren ein Stück verlorene Menschlichkeit verspricht. Während Logan versucht, Rebecca für sich und die Idee eines Partyservice für übernatürliche Wesen zu gewinnen, entwickelt sie starke Gefühle für seinen Bruder Ramses. Taucht ein in die verschiedensten Perspektiven, lernt, wie ein Vampirkind zu denken, wie ein Wolf zu laufen und seht zu, wie ein vermeintlich gewöhnliches Mädchen die Bestien zu zähmen vermag. Dieser Band gehört zur Chick-Lit Reihe Love Bites, die drei Bände umschließt: (1) Küss mich, (2) Beiß mich - November 2015, (3) Lieb mich - Frühling 2016
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Leseprobe

???

Ich hatte sie die ganze Nacht über gesucht, war von einem Häuserdach zum nächsten gesprungen, hatte die Gassen durchkämmt und einige Menschen erschreckt, die mich mit einem großen Hund verwechselten. Nichts. Sie musste irgendwo untergetaucht sein, anders konnte ich es mir nicht erklären.

Während ich gerade auf einem Shoppingcenter stehend die Gegend scannte, stieg mir ein vertrauter Geruch in die Nase. Vor meinem geistigen Auge erschien ein kleines Mädchen, etwa vier, mit rosigen Wangen und vom vielen Weinen rot umrandeten Augen. Ihre Iris hatte in einem wahnsinnig traurigen Aschgrau geleuchtet, das mich sofort in den Bann gezogen hatte. Nicht das Flehen ihres sterbenden Vaters hatte mich dazu gebracht, dieses Kind aufzusammeln und in die Stadt zu tragen. Es waren diese von Tränen erfüllten, ängstlichen Augen, die meine tierische Gestalt angesehen und für einen winzigen Moment vergessen hatten, sich auch vor mir zu fürchten.

Wie hypnotisiert sog ich den Duft von Gänseblümchen und Sonnenlicht in mir auf, blendete alles andere aus und folgte dieser Signatur. Zwei Blocks weiter entdeckte ich eine junge Frau, Anfang zwanzig. Sie saß in sich gekehrt an einer Häuserwand und die langen Haare fielen ihr nach vorn über die Schultern, sodass ihr intensiver Geruch von ihrem zarten Nacken aufsteigen konnte. War sie wirklich das Mädchen von damals? Ich hatte diese Augen niemals vergessen können – nicht einen einzigen Tag.

Emilia

Rebecca kam eine halbe Stunde später zurück und lief wortlos direkt in die kleine Küche. Ich fragte mich, ob ich was falsch gemacht hatte, wo sie doch auf dem Zettel geschrieben hatte, ich solle mir aus dem Kühlschrank etwas zu essen nehmen. Während sich der herrliche Duft von Tomaten in der Wohnung ausbreitete, zog ich mich im Badezimmer um und bürstete mir die Haare. Ich mied den Spiegel, konnte ich mich schließlich nicht darin erkennen. Die Menschen, deren Verstand stets versuchte, Unerklärliches zu erklären, sahen ein Spiegelbild, das nicht wirklich unseres war. Und für einen kurzen Moment fragte ich mich, ob es nicht doch diesen einen Menschen gab, der hinter diese Fassade blicken und unser wahres Wesen erfassen könnte.

Der Himmel verdunkelte sich, als ich vor das Panoramafenster trat und hin-ausblickte. In der Ferne erkannte ich die Andeutung eines alten Herrenhauses, das etwas außerhalb der Stadtgrenze lag. ‚Ob Logan sehr wütend auf mich ist?‘

Rebecca tischte auf einem kleinen Rundtisch das Essen auf und rief mich zu sich. Wir aßen gemeinsam. Nach dem Abwasch verschwand sie wieder für ein paar Stunden, da sie noch zu arbeiten hatte. Ich spielte mit dem Gedanken, zu gehen, doch etwas in meinem Innern wünschte sich, bei ihr bleiben zu können.

Es war fast dunkel, als Rebecca zurückkam und ihren Mantel aufhängte. Ihre himmelblauen Augen wirkten müde und sie ließ sich mit einem Glas Orangensaft neben mir nieder – so saßen wir beinahe eine halbe Stunde schweigsam nebeneinander auf dem Boden und blickten aus dem großen Fenster.

Benebelt von ihrem Geruch trocknete meine Kehle sekundenschnell aus und ich spürte das unnachgiebige Pochen in meinem Kiefer. ‚Ich hätte verschwinden sollen, als ich es noch konnte!‘ Als sie müde ihren Kopf senkte, ihre Haare nach vorne fielen und ihren Nacken entblößten, zog sich mein Magen schmerzlich zusammen.

»Alles in Ordnung?«, fragte sie mich und legte ihre Hand auf meine Schulter. Verführerisch pulsierten ihre Venen an ihrem Handgelenk und meine Eckzähne schossen mit einem Mal hervor. Der Hunger wütete in mir und jetzt war es zu spät, umzukehren.

Kraftvoll stieß ich sie zu Boden und beugte mich über ihre zierliche Gestalt. Die Zähne bleckend zuckte mein Blick von einer möglichen Stelle zur nächsten. Sie waren alle so unglaublich verführerisch und am liebsten hätte ich sie überall gebissen. Das Zittern ihres Körpers unter meinen Händen verstärkte nur die Begierde, die das Tier in mir dazu brachte, hochmütig aufzuheulen.

???

Als ich Emilia endlich fand, beugte sie sich bedrohlich über eine junge Frau. Mit Anlauf stieß ich mich von dem gegenüberliegenden Häuserdach ab und durchbrach das Panoramafenster. Ich riss das ungehorsame Vampirmädchen von seiner Beute, wirbelte es herum und stemmte es gegen die Wand.

‚Hab ich dich, du Mistgöre!‘ Schreiend schlug sie um sich und entkam meinen Pranken, mit denen ich sie zu züchtigen versuchte. Erneut stürzte Emilia sich auf das Mädchen, das keinen Zentimeter gewichen war. Wütend holte ich aus und streifte, als sie mir auswich, die junge Frau. Samtweicher Blutgeruch verteilte sich im Raum, ehe der heftige Wind ihn umherwirbelte und beinahe auflöste.

Emilia gelang es, die Fassung wiederzuerlangen, und flüchtete aus dem zwölften Stock. Mein Körper jedoch sperrte sich dagegen. Der Anblick dieser hilflosen Frau, deren Augenfarbe sich in das mir so vertraute Aschgrau gewandelt hatte, machte mich bewegungsunfähig. ‚Ist sie wirklich … dieses Kind?‘

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Seitenaufrufe: 52 mal Aufgerufen Am 25. Juni 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Chick-lit, Leidenschaft, Liebe, Paranormal, Romantik, Vampir, Wolf
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