Limit up – Sieben Jahre schwerelos

Limit up – Sieben Jahre schwerelos
Preis: 4,99 €
Autor:
Genre: Belletristik
Webseite: www.uwe-woitzig.de
Erscheinungsjahr: 2012
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9781479310746
Du besitzt alles, wovon andere nur träumen. Du gehörst zur High Society des Geldadels. Du bist ein Liebling der Reichen und Schönen. Du hast Büros in New York und Monte Carlo. Du denkst das Leben hält keine Überraschungen mehr für Dich bereit? Irrtum! Ein kleiner Fehler reicht aus - und Du hast alles verloren! Du stehst vor dem Nichts. Du wirst zu 5 Jahren Haft verurteilt. Deine Ehefrau und deine sogenannten Freunde verschwinden aus deinem Leben. Du bist plötzlich der einsamste Mensch der Welt. Du ziehst dich zurück auf einen Berg in den Alpen und dein größtes Abenteuer beginnt ... Der Autor verbringt sieben Jahre in einem 1200 m hoch über einem malerischen Tiroler Tal gelegenen Berghaus. Er lebt das Leben eines spirituellen Einsiedlers, der sich intensiv mit Schamanismus und weißer Magie befasst. Von seiner Terrasse über dem Nebel schaut er kritisch, aber auch augenzwinkernd zurück auf sein Leben, das ihn hierher geführt hat. Er erinnert sich an seine ausschweifende Jugend in den wilden Zeiten der sexuellen Revolution und an sein Leben als erfolgreicher Investmentbanker unter den sogenannten "Schönen und Reichen" dieser Erde. Im Wechsel mit seinen Erinnerungen schildert er das Zusammenspiel der faszinierenden Kräfte der ihn umgebenden Natur und seine sich allmählich entfaltende Spiritualität.
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Leseprobe

Uwe Woitzig

Limit up – Sieben Jahre schwerelos

Von der Gier zum Geist

©Copyright 2015

Uwe Woitzig, Postfach 1412, 87714 Mindelheim

Alle Rechte sind vorbehalten.

Nachdruck und fotomechanische Wiedergabe, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Autors

Alle Infos zum Autor, seinen Medienauftritten und weiteren Werken:

www.uwe-woitzig.de

Vorwort

„Jeder Mensch, alle Ereignisse in deinem Leben sind da, weil du sie angezogen hast. Aber es gibt kein Problem, das nicht auch ein Geschenk für dich in Händen trägt. Du suchst Probleme, weil du ihre Geschenke brauchst.“

                                                                       ***

Ich stelle mir vor, ein Multiplex Kino zu betreten. Über einem der Eingänge entdecke ich zu meiner Verblüffung meinen Namen als Filmtitel. Ich betrete den Kinosaal, in dem nur eine einzige Person sitzt, die gebannt auf die Leinwand starrt. Ich setze mich neben die Person und stelle fest, dass ich es selbst bin, der sich hier den Film seines Lebens anschaut. Mein Blick fällt auf die Leinwand und ich erkenne sofort alle Darsteller. Es sind meine Eltern, meine Großeltern, meine Ehefrauen, meine Geliebten, meine Freunde und meine Geschäftspartner. Und der Held des Films bin ich selbst. Ich handele so, wie ich mich kenne und mich immer gesehen habe. Auch alle anderen Figuren des Films agieren wie gewohnt und die Handlung ist mir bestens bekannt.

Nach dem Ende des Films gehe ich den angrenzenden Kinosaal. Hier läuft der Film mit dem Namen meiner Mutter. Aber sie ist völlig anders als in meinem Film. Weil das ihre Geschichte ist, zeigt sie der Film so, wie sie gerne wahrgenommen werden möchte und wie sie sich wahrnimmt. Und das ist vollkommen anders, als ich sie in meinem Film gesehen habe. Ich bin schockiert. Der Schock wird noch größer, als ich entdecke, dass ich eine der Nebenfiguren ihres Films bin. Allerdings spiele ich eine vollkommen andere Rolle als in meinem Film, deshalb habe ich mich zunächst gar nicht erkannt. Dann begreife ich, dass ich mich in ihrem Film so sehe, wie meine Mutter mich versteht und wahrnimmt, was weit davon entfernt ist, wie ich mich selbst einschätze. Auch meinen Vater sehe ich so, wie meine Mutter ihn sieht, und auch das entspricht nicht meiner eigenen Vorstellung von ihm.

Verwirrt gehe ich zurück in den Saal, in dem mein Film läuft. Ich schaue ihn mir noch einmal an. Auf einmal zweifle ich an dem, was ich sehe. Es ist meine eigene Geschichte, aber jetzt weiß ich, dass es nur eine aus meinem Blickwinkel erzählte Geschichte ist, die von anderen ganz anders erlebt wurde. Mir wird bewusst, dass ich mein Leben lang umsonst geschauspielert habe, weil kein Mensch mich so sieht, wie ich gesehen werden wollte. Die Menschen um mich herum haben von den dramatischen Ereignissen in meinem Film eigentlich gar nicht viel mitbekommen, weil sie so sehr auf ihren eigenen Film konzentriert waren. Alle lebten in ihrer eigenen Welt, in ihrer eigenen Geschichte. Und diese Geschichte ist für jeden seine Wahrheit.

Das führt mich zu der Erkenntnis, dass die Meinungen der anderen über mich nur jene Figur betreffen, die in ihren Filmen mitspielte, also die sie selbst geschaffen haben. Was immer sie von mir denken, bezieht sich auf das von ihnen geschaffene Bild von mir, das ich in Wirklichkeit gar nicht bin. Selbst die Menschen, die mich am meisten lieben oder geliebt haben, kennen mich nicht und ich kenne sie auch nicht.

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Seitenaufrufe: 48 mal Aufgerufen Am 9. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Absturz, erfolg, Erotik, Selbstfindung
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