Liebestraum à la carte

Liebestraum à la carte
Preis: 3,99 €
Autor:
Genres: Belletristik, Romantik
Webseite: www.herzgeschichten.net
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783744897792
Er ist fesch, jung, zielstrebig und seine Leidenschaft ist das Kochen. Thomas Neumann ist mittlerweile ein erfolgreicher Sternekoch. Sein Traum ist es, ein eigenes Restaurant zu eröffnen. Sie, Melanie Kröger, stammt aus reichem Haus, ist ohne Liebe aufgewachsen, hat keine Freunde. Eine finanzielle Notsituation zwingt sie, eine Anstellung zu suchen. Sie bewirbt sich bei Toms Genusoase. Zwei verschiedene Charaktere aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten und doch verbindet sie eines – die Liebe. Ist diese stark genug, für eine dauerhafte Beziehung?
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Leseprobe

Kapitel 8
Der Donnerstagmorgen begann nicht nur für Mel voller
Hektik. Die Lieferung der Lebensmittel hatte sich verzögert
und jetzt griff das gesamte Küchenpersonal zu, um die Ware
ordnungsgemäß zu einzuräumen, um endlich mit der
eigentlichen Arbeit, dem Kochen, beginnen zu können.
Lorenzo schien sich wieder einmal eine Nacht um die Ohren
geschlagen zu haben, seine Augen waren Schlitze und sein
Arbeitstempo glich dem einer achtzigjährigen Frau. Auch
seine Laune ähnelte der einer Diva. Alle machten einen
weiten Bogen um ihn. So ein lieber Kerl Lorenzo war, so ein
ungehobelter Klotz konnte er sein, wenn ihm der nötige
Schlaf fehlte. Eder kämpfte mit Magenkrämpfen. Seine
Gastritis machte sich wieder bemerkbar. Er schluckte seine
Tabletten, die ihm die Hausärztin verschrieben hatte,
allerdings mit wenig Erfolg. Stress bekam ihm einfach nicht.
Aber in Ruhestand zu gehen, kam für ihn überhaupt noch
nicht infrage. Über dreißig Jahre hatte er dieses Lokal
geführt, nun hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, seinem
Nachfolger unter die Arme zu greifen, solange, bis es nicht
mehr notwendig war. Außerdem hätte ihm die Gesellschaft
gefehlt, die Kommunikation mit den anderen. Eders Blick
schweifte durch die Küche, die durch fleißiges Treiben und
lustiges Getratsche belebt wurde.
„Eder, kommst du mal bitte mit?“ Thomas klopfte seinem
Freund auf die Schulter. Eder legte sein scharfes
Fleischmesser zur Seite. „Okay, was gibt’s?“ Er folgte
Thomas in den Pausenraum.
„Ich möchte mit dir etwas besprechen und möchte nicht,
dass die anderen zuhören. Du hast doch mitbekommen, dass
Mels alte Freundin in zwei Tagen aus dem Krankenaus
entlassen wird und welche Probleme das mit sich zieht?“
„Ja, hab ich. Mel ist ja seit Tagen total aus dem Häuschen.
Hätte nie gedacht, dass sie sich um einen Menschen solche
Sorgen macht. Warum fragst du?“
„Na ja, mir ist eingefallen, dass es in deinem Ferienhaus
ebenerdig Apartments gibt, die jetzt in der Zwischensaison
leer stehen. Du könntest Bea und Mel eines davon zur
Verfügung stellen, zumindest vorübergehend, bis sie eine
passende Wohnung gefunden haben. Mel könnte so während
der Arbeitszeit in zwei Minuten bei Bea sein, wenn diese
Hilfe braucht und mit Essen können wir sie zu Mittag
ebenso versorgen.“
„Bist du jetzt zu den Samaritern gegangen?“ Eder glotzte
Thomas verwundert an.
„Warum? Nur weil ich helfen möchte. Mel hat das Zeug
zu einer guten Köchin, das weißt du. Aber derzeit hat sie
den Kopf voller Sorgen, die ihr anscheinend den Schlaf
rauben. Sie wirkt müde, ist blass um die Nase und oft
unkonzentriert. Sie isst viel zu wenig. Ich möchte einfach
nur, dass es ihr wieder gut geht.“
„Ist schon gut, das weiß ich ja. Und dass dir Mel ans Herz
gewachsen ist, brauchst du gar nicht erst zu leugnen. Ich hab
doch Augen im Kopf und bemerke wie du sie ansiehst.“
Eder grinste breit. Thomas zuckte mit den Schultern.
„Na und, sie gefällt mir halt. Mel hat niemanden, der ihr
hilft. Gestern war sie bei ihrem Vater, um ihn um Geld zu
bitten für Bea. Sie wollte nur eine kleine Summe
ausgeliehen bekommen. Er muss darauf sehr ruppig reagiert
haben, weil Mel danach total von der Rolle war. Kennst du
den Herrn von Stein? Was ist denn das für ein Mensch, der
seinem eigenen Kind nicht hilft, wenn es Probleme hat. Ich
verstehe das nicht. Und wenn ich noch so einen Mist gebaut
hätte, oder eine meiner Schwestern, wir hätten jederzeit zu
unseren Eltern gehen können und wären immer mit offenen
Armen aufgenommen worden.“
„Ja, ich habe ihn schon öfter gesehen. Früher kam er hin
und wieder ins Lokal, meist mit einer seiner Flammen.
Keine Ahnung, ob er in jungen Jahren auch so hartherzig
war, die Leute munkeln, dass er den Tod von Mels Mutter
nie verwunden hätte. Seine vielen Affären,
Frauengeschichten und zahlreichen Ehen haben ihn oft in
die Schlagzeilen gebracht. Über sein Kind wurde nie
berichtet. Mel, heißt es, hätte er einfach vernachlässigt, sich
nie um sie gekümmert. Er weiß nicht, was ihm an seiner
Tochter entgeht. Armer Narr.“ Eder klopfte Thomas
freundschaftlich auf die Schulter. „Natürlich helfen wir dem
Mädel, ist doch klar. Du kannst Mel sagen, dass Bea vom
Krankenhaus direkt ins Apartment einziehen darf.“ Die
beiden beendeten ihre Pause und kehrten in die Küche
zurück.

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Seitenaufrufe: 180 mal Aufgerufen Am 3. Oktober 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Beziehung, Frauen, Gefühle, Herzgeschichten, Liebe, Romantik, Spannung
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