Liebes Opfer

Liebes Opfer
Preis: 12,95 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.joanalehmann.de
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783957530790
... Oftmals hatte ich mit dem Gedanken gespielt, auch aus dem Leben zu scheiden, um meinem Mann wieder näher sein zu können. Niemand, der es nicht erlebt hat, kann nachvollziehen, wie es ist, plötzlich alleine zu sein. Die Leere, die Stille, die einen umgibt, fast nicht auszuhalten! Ständig denkt man, der geliebte Mensch müsste plötzlich abends durch die Haustür kommen und alles ist wie vorher, aber nichts ist mehr so ... Die verwitwete Joana hat den Wunsch fast aufgegeben, ihr Leben noch einmal an der Seite eines Mannes verbringen zu können. Nach mehreren enttäuschenden Treffen mit potentiellen Kandidaten jedoch steht er vor ihr: LUTZ! Blaue Augen, Charme, die LIEBE trifft Joana wie ein Blitz. Was als wundervolle Liaison beginnt, wandelt sich jedoch alsbald zum Horrortrip. Lutz, der Traummann, mutiert zum Albtraum. Als Joana endlich die Kraft aufbringt, sich zu trennen, beginnt der wahre Terror. Denn Lutz gibt nur ungern frei, was er einmal besaß ... EIN PACKENDER TATSACHENROMAN. EIN RATGEBER FÜR FRAUEN IN NOT.
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Leseprobe

1

Das Leben ist so unvorhersehbar – einfach nicht planbar: Mein

Mann Jens starb an einem plötzlichen Herzversagen im Alter von

fünfundvierzig Jahren. Ich selbst war zum damaligen Zeitpunkt

dreiundvierzig Jahre alt.

Ich durchlebte die Hölle und konnte mich nur sehr langsam von

diesem schweren Schicksalsschlag erholen, der mich damals völlig

unerwartet traf! Ich hatte das Gefühl, als habe man mir den Boden

unter den Fü.en weggezogen, und keine Ahnung, wie es für mich

weitergehen solle. Meine Verzweiflung über den Verlust war sehr

groß und äußerst schmerzhaft. Ich war dankbar für die vielen schönen

Momente und Stunden, die ich zu Jens‘ Lebzeiten mit ihm verbringen

durfte. Die richteten mich stets ein wenig auf, wenn ich, in

Liebe, an die glückliche Zeit in unserer Ehe zurückdachte.

Ich stellte damals fest, wie unterschiedlich mein Freundeskreis mit

meiner Trauer umging: Es gab Freunde, die stets für mich da waren,

mir sehr viel Kraft gaben und in diesen schweren Zeiten beistanden.

Andere nahmen das gelassen, für diese war ich ein „Ereignis“ im

eigenen tristen Alltag. Wieder andere zogen sich zurück, vielleicht

aus Scham, weil sie uns nur als glückliches Paar kannten oder nicht

wussten, wie sie jetzt mit mir und meiner Trauer umgehen sollten.

Mir hatte damals meine beste Freundin, Rita, sehr geholfen, sie war

einfach für mich da. Allein, dass sie mich auf meine Art hatte trauern

lassen mal gefasst, mal schreiend, panisch oder still vor mich hin

weinend , war sie an meiner Seite, ohne dass ich das Gefühl hatte,

mich zusammenreißen zu müssen. Sie führte mich auf ihre einfühlsame

Weise wieder ins Leben zurück, hielt mir sanft einen Spiegel

vor und behandelte mich zur rechten Zeit „normal“, ohne jeden

Hauch von Mitleid.

Natürlich wird nach so einem Schicksalsschlag nichts mehr so sein,

wie es früher einmal gewesen war, denn diese Lücke, die ein geliebter

Mensch hinterlässt, kann keiner schließen. Irgendwann ist es da,

das Gefühl loszulassen, um selbst wieder ins Leben zurückzufinden.

Da die Menschen verschieden sind und mit Trauer jeder anders um-

geht, muss er für sich selbst entscheiden, wann der richtige Moment

für ihn gekommen ist, den geliebten Menschen gehen zu lassen.

Meine Freundin, meine Bekannten sowie meine Eltern boten mir

ihren Beistand und Hilfe an. Sie waren für mich da, wenn ich sie

brauchte, ohne sich mir aufzudrängen.

Ich kam nach und nach wieder im wirklichen Leben an. Mir wäre

es unmöglich gewesen, mein früheres Leben weiterzuleben

manchmal geschehen auch kleine Wunder, mit denen man niemals

rechnen würde, und die einem helfen, seinen eigenen Weg fortsetzen

zu können.

Mir persönlich hatte es geholfen, mich in einem Trauerforum mit

ebenfalls Betroffenen auszutauschen und täglich mit meiner Freundin

Rita zu mailen oder stundenlang mit ihr zu telefonieren. Meiner

Freundin wurde es nie zu viel und sie nahm sich gerne die Zeit für

mich. Die langen Gespräche mit ihr bauten mich auf. Mein verstorbener

Mann Jens hätte bestimmt nicht gewollt, dass ich nicht mehr

aktiv am Leben teilnehme und mich so stark in meiner Trauer vergrabe,

dass ich vergesse, was um mich herum passiert.

Sehr langsam nur wurde mir klar, ich musste mein eigenes Leben

wieder in den Griff bekommen. Mit kleinen Schritten gelang mir das

und ich gewann an Zuversicht.

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Seitenaufrufe: 68 mal Aufgerufen Am 3. März 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Stalking, Tatsachenroman
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