Leide!

Leide!
Preis: 9,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: www.siegfriedlanger.de
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783957610089
Jemand ist hinter dir her. Er will dich leiden sehen. Observierungen untreuer Ehemänner und Kaufhausüberwachungen sind die Hauptgeschäftsfelder der Privatdetektivin Sabrina Lampe. Auch der Auftrag einer schrulligen, alten Nachbarin sieht zunächst sehr nach Routine aus. Doch im Zuge ihrer Recherchen wird Sabrina Teil eines grausamen Spiels, dessen Ursachen weit in der Vergangenheit liegen. Ihr teuflischer Kontrahent zwingt Sabrina an ihre Grenzen - und darüber hinaus! --- Ein packender Thriller für Freunde abgründiger Handlungen und liebenswert-skurriler Figuren. Nominiert für den Lovelybooks-Leserpreis 'Bester Krimi/Thriller 2014'. Stimmen zum Roman: „LEIDE! ist ein Roman, den ich gerne weiterempfehle, denn er ist packend und auf beste Weise unterhaltsam.“ (Literaturzirkel) „Schlaflose Nächte und eine fesselnde Geschichte sind garantiert.“ (Kleeblatts Bücherblog) „Flink zu lesen, sympathische Charaktere und vor allem atemlose Unterhaltung. Perfekt für einen verregneten Nachmittag im Lesesessel ...“ (Literaturblog Sara Salamander) „Die Figuren wurden facettenreich und lebensecht erarbeitet. ... Den Schreibstil empfand ich als sehr fesselnd zu lesen, sodass ich mich förmlich genötigt gesehen habe, das Buch am Stück zu lesen und ganz ehrlich: Es war viel zu schnell vorbei!“ (Buchblog Lesendes Katzenpersonal)
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Leseprobe

7. Kapitel

Ende Mai

Sabrina Lampe lehnte die Kaiser’s-Plastiktüte unterhalb der Briefkästen an die Wand, damit sie nicht umkippen konnte. Danach öffnete sie die kleine Tür und es flogen ihr ein Anzeigenblatt, mehrere Supermarktprospekte und zwei Briefe entgegen. Sie bückte sich, um alles wieder aufzuheben. Beim einen Brief handelte es sich um eine Stromrechnung, der andere war ohne Absender.

Sie hatte eine Ahnung.

Mit dem Zeigefinger ritzte sie einen Schlitz ins Kuvert und fischte ein Blatt Papier heraus, das sie auseinanderfaltete.

Aus einer Zeitung ausgeschnittene Buchstaben formten eine Botschaft:

EINE LAMMPE LESST SICH AUCH AUSKNISPEN.

ICH BEOBACHDE DICH.

Als sie hinter sich ein Quietschen hörte, steckte sie das Blatt rasch zurück in den Umschlag.

„Ah, Sie waren bei Kaiser’s.“

Da wohnte ja noch eine weitere Detektivin im Haus. Es roch deutlich muffiger im Treppenhaus, seit Frau Schimmelpfeng ihre Wohnungstür geöffnet hatte.

„Plastiktüten. Sie wissen schon, dass die schlecht für unsere Umwelt sind, Frau Lampe?“

Ehe Sabrina reagieren konnte, fuhr Frau Schimmelpfeng bereits fort.

„Im Pazifik treibt bereits ein riesiger Plastikmüll-Strudel, größer wie Europa.“

Größer als, dachte Sabrina, schwieg aber lieber.

„Kam erst letztens im Fernsehen. Wussten Sie das, Frau Lampe?“

Sabrina steckte Briefe und Prospekte schnell in ihre Handtasche und nahm ihre Tüte auf.

Hoffentlich kam die Schimmelpfeng nicht schon wieder darauf zu sprechen, dass Lara angeblich zu laut Musik hörte.

Frau Schimmelpfeng kniff die Augen zusammen.

„Gestern hat jemand Altglas mitsamt der Tüte in den Container geworfen. Das ist mir bei der Durchsicht des Mülls aufgefallen.“

Wie wäre es mit einem Hobby, herzallerliebste Nachbarin?

Canasta. Rommé. Russisches Roulette.

„Die war auch von Kaiser’s.“

Frau Schimmelpfeng sah Sabrina vorwurfsvoll an.

„Ich war’s nicht“, sagte sie und ärgerte sich sogleich, dass sie sich in eine Rechtfertigungshaltung hatte treiben lassen.

Frau Schimmelpfeng sah nicht so aus, als ob sie ihr glauben wollte.

Sabrina wollte an ihr vorbei, in ihre Wohnung im ersten Stock; Frau Schimmelpfeng trat ihr in den Weg.

Hätte Sabrina eine Hand freigehabt, so hätte sie sich die Nase zugehalten.

Aus Frau Schimmelpfengs Wohnung roch es, als wäre dort eine Lepra-Kolonie.

„Aber das ist es nicht, warum ich Sie sprechen wollte.“

Aha, also doch die Musik!

Täuschte sie sich, oder war gerade eben Frau Schimmelpfengs Gebiss hin und her gerutscht?

Sie verdrängte den Gedanken daran, starrte an der Nachbarin vorbei, nach oben ins Treppenhaus.

„Es geht um meinen Neffen.“

Was? Die hat Verwandte? Ich habe noch nie welche gesehen.

„Er besucht mich nie.“

Vermutlich weiß er nicht, wo er sich eine Atemschutzmaske und Ohrstöpsel besorgen kann.

„Aber wir telefonieren öfters.“

Ja, das ist sicherer.

„Doch neuerdings wimmelt mich die Nadine immer ab.“; sie sprach den Vornamen mit einem ‚e‘ aus.

Mich wundert eher, dass sie keine Geheimnummer beantragt hat, dachte Sabrina.

„Ich war von Anfang an gegen die Heirat, auf mich hört ja keiner. Wie lange wohnen Sie jetzt hier, Frau Lampe? Zwei Jahre?“

„Sechs.“

„Da kann man sich doch langsam vertrauen. Wir sind uns ja selten in die Quere gekommen.“

Wie sagte schon Albert Einstein? Alles ist relativ!

„Sie sind doch Privatdetektivin, Frau Lampe.“

Klar wusste sie das. Frau Schimmelpfeng wusste alles hier im Haus. Über jeden.

Sabrina nickte. Die Tüte wurde ihr zunehmend schwerer, Sabrina stellte sie wieder ab und lehnte sie gegen das Treppengeländer.

„Ich wusste zwar nicht, dass auch Frauen das lernen können, und Sie sahen mir schon immer etwas mickrig aus, aber ich dachte mir: besser als nichts.“

Komplimente konnte sie verteilen, das musste man ihr lassen.

(Weiter geht es in der Leseprobe als PDF.)

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Seitenaufrufe: 68 mal Aufgerufen Am 22. März 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Berlin, Humor, Privatdetektiv, Quälen, Sadismus
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