Leichen im Brookling Park

Leichen im Brookling Park
Preis: 0,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Erscheinungsjahr: 2016
Erhältlich: Als E-Book
ISBN: 9783739680910
Zwei schöne Russinnen kamen mit ihrer Familie und so gut wie nichts nach Amerika. Sie taten sich zusammen und wurden so bald gern gesehene Gesellschafterinnen der High Society. Sie sehen den vielen Luxus mit denen sich ihre Gastgeber umgeben und wollen auch ein Teil davon abhaben. Ein törichter Plan folgt. Mit einen mal ist ihr ruhiges, schönes Leben vorbei. Von heute auf morgen sind sie auf der Flucht. Jeden Tag aufs Neue um nicht im Leichenschauhaus zu landen. Ohne fremde Hilfe werden sie es wohl kaum schaffen.
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Leseprobe

Ein dumpfer Knall durchschnitt die Stille.

  Greg Blunck sog die frische Morgenluft in gleichmäßigen Zügen in sich auf, während er in gemäßigtem Tempo seine Jogging-Tour im Brookside Park absolvierte. Eine friedliche Stille herrschte hier, vor allem in den Morgenstunden. Eine schöne Abwechslung zum sonst hektischen Leben in Los Angeles. Das Footballstadion bettete sich in die Schönheit der Natur. Stunden vor dem nächsten Spiel herrschte auch hier bei jeder seiner Runden Ruhe. Diesen Morgen war es allerdings anders.

  Greg blieb stehen. Diesen Knall konnte er nur allzu gut zuordnen. Er tippte auf eine Browning mit Schalldämpfer. Eine hübsche Waffe, schoss es ihm durch den Kopf. Vielleicht ihm persönlich etwas zu lang inklusive Schalldämpfer, so müsste die Waffe ziemlich nach unten ziehen. Darauf sollte man vorbereitet sein.

  Er schüttelte seinen Kopf, um diese Gedanken loszuwerden. Sie gehörten nun nicht hierher. Es war eben geschossen worden und von weitem sah er drei Gestalten auf sich zu rennen. Vorneweg eine Frau, ohne Zweifel. Der hellblaue Nickianzug schien durch das Grün des Parks. Eine schlechte Farbwahl, wenn man vorhatte sich zu verstecken. Knapp hinter ihr rannten zwei Männer, in Schwarz gekleidet. In ihrer jeweils rechten Hand sah Greg etwas aufblitzen. Eindeutig Schusswaffen.

  Der Abstand zwischen der Gejagten und den Verfolgern wurde schnell kleiner. Die Frau keuchte vor Erschöpfung. Ihr langes blondes Haar flog wirr durch ihr Gesicht.

  Da übersah sie eine Baumwurzel und stolperte. Sofort waren die Männer zur Stelle und packten ihr Opfer grob an den Armen. Wie ein Aal wand sie sich unter den Griffen. Ohne jeglichen Erfolg. Selbst zu schreien vermochte sie nicht mehr. Ihre Kehle war trocken von der Hetzjagd.

  Greg eilte zu der Stelle, um mehr über diese ungewöhnlichen Morgenaktivitäten zu erfahren.

  Der Mann mit den verdammt vielen Locken auf dem Kopf und dem passenden düsteren Blick dazu fuchtelte unkontrolliert mit seiner Waffe vor Gregs Gesicht herum.

  »Joggen Sie weiter. Das hier ist eine Familienangelegenheit.«

  Greg war enttäuscht. Er sah keine FN Browning in den Händen der Angreifer, sondern nur gewöhnliche Glocks. Das verwirrte ihn einen Moment, so hätte er sich doch nicht täuschen können. Er wischte den Gedanken erst mal beiseite, er würde sich später damit auseinandersetzen, wie es zu diesem Irrtum kommen konnte. Nun hatte die Frau in Not Vorrang.

   »Ich weiß nicht so recht, in meiner Familie geht das anders zu.« Er sah in die flehenden Augen der blonden Frau, die ihn an irgendjemanden erinnerte.

  »Glauben Sie, was Sie wollen. Es wäre besser für Sie, wenn Sie verschwinden würden.« Der Lockenkopf deutete auf seine Waffe, die Greg wohl beeindrucken sollte.

  Blitzschnell traf ihn Gregs Handkantenschlag, der die Waffe zu Boden schleudern ließ. Damit hatte sein Gegenüber nicht gerechnet. Die nachfolgende Linke traf in das ungeschützte Gesicht und ließ seinen Gegner taumeln.

  Die Frau nutzte die Gelegenheit, um sich von dem anderen schwarz gekleideten Mann loszureißen. Sie hatte Mühe sich fortzubewegen. Viel zu ausgepowert war sie. Dennoch schien sie große Willenskraft zu besitzen oder ihre Todesangst verlieh ihr enorme Kräfte.

  Dann ging alles blitzschnell. Während der Lockenkopf sich benommen an einem Baum abstützte, kickte sein Partner Greg die Füße weg, so, dass dieser zu Boden fiel. Sofort richtete er seine Waffe auf Greg und schoss. Doch Greg rollte sich schon im Fall zur Seite, so dass die Kugel neben ihm in den harten Sandboden einschlug. Ehe der Kerl ein zweites Mal auf ihn feuern konnte, schnellte Greg mit seinem Fuß genau in die Kniekehle seines Gegners. Dieser verlor sogleich das Gleichgewicht und feuerte die Kugel gen Himmel, statt auf Greg. Bevor sich der Kerl von dem Schrecken erholen konnte und aufstand, beugte sich Greg über ihn und entwendete ihm, indem er seinen Arm herumzog, die Pistole.

  Der Kerl schien nicht begeistert zu sein in die Mündung seiner eigenen Waffe zu schauen. Er murmelte etwas, was Greg nicht verstand, sich aber ziemlich nach Fluchen anhörte.

  Aus dem Augenwinkel sah er, wie der Lockenkopf sich zu bewegen vermochte. Schon richtete er die Pistole auf ihn. Mit seinem linken Fuß hielt er den anderen am Boden gedrückt.

  »Nun seid ihr dran, verschwindet. Richtet eurer Oma aus, dass sie erst mal ohne Enkelin speisen muss.« Greg fand seinen Wortwitz selbst zum Lachen.

  Da sich der Lockenkopf nicht in Bewegung setzte, zielte Greg über seinen Kopf und schoss in die Rinde des Baumes. Erschrocken zuckte er zusammen. Nervös schielte er in Richtung Sonne, links an Greg vorbei. Um nicht die Kontrolle über die beiden zu verlieren, musste er der Verlockung widerstehen. Er durfte seinem Blick nicht folgen. Langsam glitt der Lockenkopf zu Boden. Seine Blicke wanderten zu Greg und wieder an diesem vorbei.

  »Sie haben erst mal gewonnen. Ich denke allerdings nicht, dass Oma es gutheißen wird, auf ihre geliebte Enkelin zu verzichten.«

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Seitenaufrufe: 91 mal Aufgerufen Am 13. Dezember 2016 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Drogen, Frauen, Leichen, Los Angeles, Männer, Mord, Tod, Waffen
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