Kysano: Erde Licht und Dunkel

Kysano: Erde Licht und Dunkel
Preis: 2,99 €
Autor:
Genre: Fantasy
Erscheinungsjahr: 2015
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783033052376
Erde, Licht und Dunkel ist der erste Band des Mehrteilers über den Machtkampf zwischen Hell und Dunkel in der Welt Kysano und ist für alle Altersstufen ab 12 Jahren geeignet. Zum Inhalt: Einst war Kysano eine prachtvolle Welt, deren Bewohner in Frieden zusammenlebten. Heute aber breitet sich das Böse immer mehr aus und gemäß einer uralten Prophezeiung gibt es nur eine Person, die verhindern kann, dass Kysano von der Dunkelheit verschlungen wird. Diese Person ist Leeza, die allerdings keine Ahnung von der Existenz Kysanos hat. Sie wurde auserwählt, die Schlüssel zu dem einen Artefakt zu finden, das angeblich die Rettung bringen soll. Aus heiterem Himmel wird Leeza aus ihrem bisherigen Leben herausgerissen und findet sich in einer ihr völlig fremden Welt voller Magie, Illusionen, Geheimnissen und Gefahren wieder. Während sie noch daran arbeitet, sich in Kysano einzuleben und mit Hilfe ihrer neuen Verbündeten auf die Mission vorzubereiten, überschlagen sich die Ereignisse, und die Suche nach dem ersten Schlüssel beginnt.
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Leseprobe

Leeza erwachte plötzlich, wie wenn sie durch irgendetwas aufgeschreckt worden wäre. Obwohl ihr Zimmer durch das Licht des Vollmondes erhellt wurde, hatte sie zuerst Schwierigkeiten sich zurechtzufinden. Sie wusste zwar, dass sie in ihrem Bett liegen musste, aber alles kam ihr seltsam fremd vor und sie fühlte sich unbehaglich.

 Sie setzte sich auf, sah sich um und horchte. Nach einer Weile wurde ihr klar, was sie störte: Es war zu ruhig. Viel zu ruhig. Sie hörte weder das Plätschern des Brunnens, noch das leichte Rascheln der Blätter in den Bäumen vor dem Haus. Es schien gerade so, als ob die Zeit stehengeblieben wäre. Sie warf einen Blick auf den dickbauchigen Wecker, der auf dem Nachttisch stand, aber seine Zeiger rührten sich nicht vom Fleck. Er war um genau drei Uhr stehengeblieben.

 Sie beschloss, der Sache auf den Grund zu gehen, schlüpfte leise aus dem Bett und ging ans Fenster. Durch den hellen Schein des Mondes konnte sie alles ganz genau sehen und was sie da sah, verschlug ihr den Atem: Das Wasser im Brunnen vor ihrem Haus schien zu Eis erstarrt zu sein. Der Wasserstrahl ragte wie ein riesiger Eiszapfen in den Trog hinein und über dem Baum vor ihrem Fenster sah sie eine Eule, die wie versteinert in der Luft hing. Leeza schüttelte verständnislos den Kopf und dachte: „Das ist doch nicht möglich. Ich muss träumen. Wenn ich mich jetzt kneife, werde ich aufwachen und alles wird sein wie sonst.“

 Sie schloss die Augen und kniff sich mit voller Kraft in den Arm. Mit einem leisen Schmerzensschrei öffnete sie die Augen wieder und merkte, dass sie, statt wie erhofft im Bett zu liegen, immer noch am Fenster stand.

 Da sie für das Geschehen absolut keine Erklärung fand, beschloss sie zu ihrer Mutter zu gehen. Sie wandte sich vom Fenster ab, ging zur Tür und öffnete sie vorsichtig und leise, wie um die absolute Stille nicht zu durchbrechen. Als sie sah, dass die Tür zum Zimmer ihrer Mutter offenstand, nahm sie an, dass sie sie unten im Wohnzimmer oder in der Küche finden würde und ging langsam die knarrende Holztreppe hinunter. Noch bevor sie ganz unten angekommen war, hörte sie aus dem Wohnzimmer leise Stimmen. Eine davon erkannte sie als diejenige  ihrer Mutter, die andere aber war ihr unbekannt. Die ganze Situation wurde immer seltsamer. Wieso unterhielt sich ihre Mutter mitten in der Nacht mit jemand Fremdem? Ausgerechnet ihre Mutter, die sich normalerweise tunlichst von allen fremden Menschen fernhielt und das in einer Nacht, in der die Zeit irgendwie stehengeblieben war.

 Leeza ging zögernd auf die angelehnte Wohnzimmertür zu, aus der ein heller Lichtschein fiel. Sie wusste nicht, was sie machen sollte. Eigentlich hatte sie ihr Zimmer verlassen um sich genauer umzusehen und alles mit ihrer Mutter zu besprechen. Jetzt aber, wo sich so unerwartet jemand Unbekannter in ihrem Haus befand, war sie nicht mehr sicher, was sie nun tun sollte. Sie hatte die Tür noch nicht ganz erreicht, als diese sich unvermittelt ganz öffnete und den Blick ins Wohnzimmer freigab. Leeza sah ihre Mutter mit einer ihr unbekannten Frau am Esstisch sitzen.

 Sie schienen nicht im Geringsten überrascht Leeza zu sehen, denn ihre Mutter sagte nur: „Wir haben dich schon erwartet. Komm zu uns.“

 Leeza ging zögernd einige Schritte ins Wohnzimmer hinein und blieb dann unsicher stehen. Obwohl ihr diese Frau vollkommen fremd war, fühlte sie sich irgendwie von ihr angezogen und das verwirrte sie zutiefst. Die Fremde war inzwischen aufgestanden und Leeza konnte sehen, dass sie ziemlich gross und schlank war. Ihr Haar war dunkellila und reichte ihr fast bis zur Hüfte. Sie ging auf Leeza zu und blickte ihr direkt in die Augen. Der Blick aus ihren fast schwarzen Augen fesselte Leeza und sie hatte das Gefühl in tiefes Wasser zu fallen. So sehr sie sich auch bemühte, es war ihr nicht möglich sich daraus zu lösen und sie fühlte sich immer weiter hinab in eine unergründliche Tiefe gezogen.

Bewertung: 5.0 von 5 (4 Bewertung)
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Seitenaufrufe: 556 mal Aufgerufen Am 22. Dezember 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Fantasy, fremde Welt, Freundschaft, Geheimnisse, Hell und Dunkel, Illusion, Magie, Prophezeiung
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