Konvoi nach Juba

Konvoi nach Juba
Preis: 3,99 €
Autor:
Genre: Krimi & Thriller
Webseite: http://facebook.com/harryhansen.berlin
Erscheinungsjahr: 2014
Erhältlich: Als E-Book
Der junge deutsche Fremdenlegionär Wido Dorsch desertiert aus seiner Kaserne in Südfrankreich, um in Ostafrika einen riskanten Job anzunehmen: als Fahrer einer gigantischen Zugmaschine, die eine Brücke von Mombasa in Kenia an den Nil bei Juba im Südsudan bringt. Es ist die Zeit der Ölkrise 1973, die auf den Oktoberkrieg folgt. Der Konvoi führt nicht nur am „Berg der bösen Geister“ (Kilima Njaro) und am Regime von Idi Amin vorbei, der Uganda brutal beherrscht, sondern führt Wido in eine Falle: Der Leiter des Konvois, ein windiger englischer Anwalt als Vertreter einer Ölgesellschaft, und Ex-Söldner als Widos Kollegen scheinen für Wido gefährliche Pläne zu verfolgen. Eine junge und zwielichtige deutsche Frau warnt ihn bereits in Mombasa, aber er hört nicht auf sie. Ein arabischer Agent sowie ein brutaler Gangster aus Deutschland verfolgen auf getrennten Wegen den Konvoi mit einer jeweils eigenen Absicht. Die Gefahren für Wido verdichten sich mehr und mehr, so dass er alle Energie aufbieten muss, um sich aus dem Schlamassel in Sicherheit zu bringen.
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Leseprobe

1

In der Dunkelheit einer nasskalten Dezembernacht des Jahres 1973 hastete ein junger Legionär in einem verschmutzten und durchnässten Kampfanzug über das Gelände der Garnison Quartier Capitaine Massoux in der südlichen Provence. Böiger Wind trieb ihm Sprühregen ins Gesicht. Im Schutze der fast gespenstischen Finsternis, nur von vagen Lichtpunkten trüber Lampen durchbrochen, und eingehüllt von rasch herabfallendem Nebel, nutzte er die tiefsten Schatten, blieb gelegentlich kurz stehen, um zu horchen, und lief dann entschlossen weiter.

Légionnaire de première classe Dorsch, nur von einigen wenigen seiner Kameraden kurz Wido genannt, trotzte seinen Zweifeln ebenso wie seiner abgrundtiefen Müdigkeit und beeilte sich. Bis zum Morgenappell um fünf Uhr hatte er immerhin acht Stunden Zeit.

Falls sein Zugführer nicht auf die hässliche Idee kam, plötzlich ein nächtliches Wecken anzuordnen.

Das wäre unvorhersehbares Pech.

Aber er hatte keine Zeit und in den letzten Jahren, vielleicht sogar in seinem ganzen Leben, viel zu viel Groll angesammelt, um darüber nachzudenken.

Ohne sich umzuschauen betrat er, wie selbstverständlich, das Haus Drei, wo das Linoleum so aufdringlich nach Bohnerwachs roch, als wäre die Putzkolonne gerade eben erst abgezogen. Wido begab sich dort zur Kleiderkammer und öffnete mit dem gestohlenen Schlüssel die Tür, die durchdringend quiekte, als er sie energisch aufstieß. Er suchte die bereitgelegte Ausgehuniform heraus und begann damit, sie anzuziehen. Seine Schultern, von den Strapazen des Lehrgangs wundgescheuert, brannten dabei, als hätte jemand Salz draufgestreut. Er hatte, als Höhepunkt des Tages, eine Quinze Mille TAP hinter sich, einen Marsch im Laufschritt über fünfzehn Kilometer mit schwerem Rucksack, Helm und Gewehr. Ganz normal, dass das Fleisch an einigen Stellen praktisch bloß lag.

Einer von ihm ebenfalls versteckten Musette, einem kleinen Kampfrucksack, entnahm er die zusammengerollte Strickleiter, griff sich aus dem Regal einen Schlafsack, entblößte ihn von der Hülle und klemmte sich beide Gegenstände unter den linken Arm.

Noch immer entschlossen hastete Wido durch den Korridor zum Ausgang. Da öffnete sich von außen die Tür.

Caporal Gröning baute sich breit grinsend auf und versperrte ihm den Weg. Ohne Warnung trat der Schleifer zu. Strickleiter und Schlafsack fielen Wido aus der Hand und zu Boden.

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Seitenaufrufe: 50 mal Aufgerufen Am 10. Februar 2015 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: Afrikaroman, Fremdenlegionär, Gangster, Idi Amin, Kenia, Ölkrise, Söldner, Sudan, Uganda
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