KLIMT – erzählt für Kinder

KLIMT – erzählt für Kinder
Preis: 14,49 €
Autor:
Genres: Historisch, Kinder & Jugend
Webseite: www.juliegehtinsmuseum.at
Erscheinungsjahr: 2017
Erhältlich: Als gedrucktes Buch & als E-Book
ISBN: 9783950406566
Die kleine Julie geht gerne ins Museum. Diesmal entdeckt sie mit ihrer Mama die Gemälde des Malers Gustav Klimt. Weißt du, wie Klimt es aus ärmlichsten Verhältnissen zu einem der berühmtesten Maler der Welt gebracht hat? Oder hast du schon davon gehört, dass er stets von vielen Frauen umgeben war, aber seine große Liebe niemals heiratete? Die Geschichte des berühmten Wiener Malers und seiner Zeit – historisch fundiert und kindgerecht erzählt. Mit fantasievollen Illustrationen, einem Rätsel und zahlreichen Abbildungen der originalen Werke.
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Leseprobe

Leseprobe: Kapitel 12 (Auszug)
„Der Einsatz von Gold ist das Unverwechselbare an Klimts Kunst. Zwei Gemälde sind ganz besonders berühmt: das Bildnis Adele Bloch-Bauer und Der Kuss.“
„Die kenne ich!“ Diese Bilder hat Julie in einem Andenkengeschäft gesehen.
„Adele war zum Zeitpunkt der Entstehung des gleichnamigen Gemäldes rund Mitte zwanzig. Trotzdem wirkt sie sehr ernst und erwachsen auf dem Bild. Das Edelmetall verstärkt diesen Eindruck noch, wie ich  nde. Wie schon damals bei Sonja Knips konzentrierte sich Klimt auf den Kopf und auf die Hände. Genauso wie er es in den Kirchen gesehen hatte, blieben nur diese beiden Bereiche
frei – der Rest war mit Gold bedeckt. Auch hier sitzt die Frau auf einem Stuhl. Allerdings zer ießen die Grenzen zwischen Körper, Möbel und Hintergrund. Und während der Hintergrund ganz  ächig und einheitlich ist, sind der Stuhl und Adeles Kleid über und über mit Ornamenten geschmückt. Gustav setzte dort Elemente wie Ovale, Rechtecke, Dreiecke und Spiralen ein. Diese wurden aber nicht nur mit Goldfarbe gemalt, sondern mit hauchdünnem Blattgold aufgetragen, sodass sie leicht erhaben sind.
Manche sagen, dass das viele Gold auch Adele in ihrem goldenen Kä g darstellt. Sie war eine kluge Frau und hätte gerne studiert. Jedoch unterlag sie den Zwängen ihrer Zeit, in der das nicht möglich war. Obwohl sie sehr wohlhabend war, war sie nicht frei zu tun, was sie wollte. Das bezeichnet man als ‚goldenen Kä g‘. Vielleicht ist
sie aber auch eine Königin auf ihrem Thron. Es gibt viele Möglichkeiten …“
Julie sitzt mit offenem Mund vor dem Buch. Sie hätte nie gedacht, dass es rund um Gemälde so viele Geschichten geben könnte.
„Wie du dir denken kannst, hat auch dieses Bild nicht allen gefallen. Jemand sagte darüber Mehr Blech als Bloch, womit gemeint war, dass es eigentlich kein gemaltes Kunstwerk mehr war, sondern Klimt mit dem vielen Metall einfach nur Aufmerksamkeit erregen wollte. Dabei gab es kaum ein Bild,
auf das sich Klimt mehr vorbereitet hatte. Er hatte unzählige Zeichnungen angefertigt.
Das vielleicht berühmteste Bild, Der Kuss, zeigt einen Mann und eine Frau, die sich umarmen. Der Mann gibt der Frau einen Kuss auf die Wange – daher der Name des Bildes. Es gibt Leute, die sagen, dass es sich bei den beiden um Gustav Klimt und Emilie Flöge handelt – zwei Menschen, die einander in tiefer Freundschaft verbunden sind und sich wortwörtlich sehr nahe stehen.
Viele wiederum meinen, dass es genau umgekehrt sei, und dass die Frau gar nicht so recht geküsst werden möchte.“
„Wie weiss ich, ob das die richtige Geschichte ist?“
„Kleine, gar nicht. Niemand weiss mit Sicherheit, was Klimt mit diesem
Werk ausdrücken wollte. Es haben sich schon viele Experten mit diesem Bild beschäftigt. Und heute geht man tatsächlich davon aus, dass die Frau den Kuss nur widerwillig über sich ergehen lässt. Ich  nde, das ist gerade das Spannende an Klimts Gemälden. Man kann nicht auf den ersten Blick erkennen, worum es geht, und jeder sieht vielleicht etwas anderes.“

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Seitenaufrufe: 2 mal Aufgerufen Am 8. November 2017 auf Autoren-Bücherei.de veröffentlicht.

Tags: geschichte, Gustav Klimt, Jahrhundertwende, Jugendstil, Kunst, Malerei, Museum, Österreich, Wien
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